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Zwerg-Scheinzypresse: edle Zwergkonifere für Steingärten

Die Zwerg-Scheinzypresse ist eine langsam wachsende Form der Japanischen Scheinzypresse. Ihre dicht beschuppten, fächerartigen Zweige sehen fast wie Moos aus, und sie eignet sich besonders für Steingärten, Gräber und kleine Gartenräume.

Zwerg-Scheinzypresse

Die Zwerg-Scheinzypresse erkennen Sie an ihren fächerförmig gedrehten Zweigen. Darauf liegen die dunkelgrünen Blattschuppen so dicht, dass die Triebe fast wie Moos aussehen. Gemeint sind die kleinen Sorten der Japanischen Scheinzypresse, auch Feuer- oder Hinoki-Scheinzypresse genannt. Die Wildart wird in ihrer Heimat 25 bis 30 Meter hoch, bei uns erreicht sie etwa 10 Meter. Die Zwergformen bleiben dagegen über viele Jahre kompakt und gehören zu den edelsten Zwergkoniferen für kleine Gärten.

Steckbrief

Botanischer NameChamaecyparis obtusa (Zwergsorten wie ‚Nana Gracilis‘)
FamilieZypressengewächse (Cupressaceae)
Herkunft der ArtJapan
Wuchshöhebis etwa 2 m, sehr langsam wachsend
Wuchsformgedrungen, unregelmäßig breit-kegelförmig
Standortsonnig bis halbschattig, geschützt
Bodensaure, humose Gartenerde
Winterhärtewinterhart; Jungpflanzen vor Bodenfrost schützen
Giftigkeitgilt in allen Teilen als schwach giftig
Vermehrungdurch Veredlung
VerwendungSteingarten, Einzelstellung, Grabbepflanzung, Kübel

Erkennungsmerkmale und Sorten

Die Zwerg-Scheinzypresse wächst dicht und gedrungen. Ihr Umriss ist breit-kegelförmig, aber nicht streng gleichmäßig. Das macht sie lebendiger als viele streng geformte Koniferen. Die Zweige stehen wie kleine Fächer übereinander und sind leicht gedreht, die schuppenförmigen Blätter liegen eng am Trieb an. Im Handel finden Sie vor allem diese Sorten:

  • ‚Nana Gracilis‘: die bekannteste Zwergform, mit tief dunkelgrünem, moosartig dichtem Laub.
  • ‚Nana Aurea‘: ähnlich im Wuchs, aber mit gelb gefärbten Jungtrieben.
  • ‚Pygmaea‘: wächst fast kriechend und unregelmäßig, mit blaugrünem Laub.

Wenn Sie eine höher wachsende Scheinzypresse mit farbigem Laub suchen, ist die Lawsons Scheinzypresse eine Alternative.

Standort und Boden

‚Nana Gracilis‘ wächst am besten in der Sonne, braucht aber Schutz vor scharfem Wind. Auch Halbschatten verträgt sie gut. Der Boden sollte sauer, humos und durchlässig sein. Früher mischte man die Gartenerde dafür mit ungedüngtem Torf. Heute erreichen Sie dasselbe mit torffreier Rhododendronerde oder gut verrottetem Laubkompost. Kalkreiche oder schwere, nasse Böden sind ungeeignet.

Pflanzen und Pflege

Die Zwerg-Scheinzypresse braucht wenig Pflege. Dünger ist kaum nötig. Zu viele Nährstoffe lassen den Wuchs locker werden und verderben den kompakten Charakter. In Trockenperioden sollten Sie gießen, vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung, denn der Wurzelballen darf nicht austrocknen.

Im Winter hilft eine Schicht Laub auf dem Boden gegen Bodenfrost. Das ist besonders bei jungen Pflanzen wichtig. Schneiden müssen Sie nicht, denn die Pflanze behält ihre Form von selbst. Schneiden Sie nicht ins alte, kahle Holz, weil Scheinzypressen dort kaum neu austreiben. Vermehrt wird die Zwerg-Scheinzypresse in Baumschulen durch Veredlung, was ihren eher hohen Preis erklärt.

Verwendung im Garten

Durch ihren langsamen Wuchs und die feine Struktur passt die Zwerg-Scheinzypresse besonders gut in Steingärten. Dort sieht sie zwischen Steinen, Polsterstauden und Heidepflanzen besonders gut aus. Als Einzelpflanze im Vorgarten oder in einem großen Kübel kommt ihr Wuchs gut zur Geltung. Auf Gräbern ist sie seit Langem beliebt, weil sie das ganze Jahr grün bleibt und klein bleibt. Gut kombinieren lässt sie sich mit anderen kleinen Nadelgehölzen, etwa der flach-runden Nestfichte. Wer lieber eine große, überhängende Verwandte möchte, schaut sich die Nutkazypresse an.