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Nadelgehölz

Thuja-Lebensbaum: robuste Heckenpflanze für windige Lagen

Der Thuja-Lebensbaum wächst kegelförmig, verträgt Wind und regelmäßigen Schnitt und gehört deshalb zu den bekanntesten Heckengehölzen. Gut gedeiht er auf jedem Boden, der ausreichend feucht bleibt.

Thuja-Lebensbaum

Den Thuja-Lebensbaum erkennen Sie an seinem kegelförmigen, dichten Wuchs und an den flachen, fächerartig angeordneten Zweigen. Sie sind mit kleinen, eng anliegenden Schuppenblättern besetzt. Zerreibt man einen Zweig, riecht er kräftig würzig. Der Lebensbaum ist ausgesprochen anspruchslos und gehört deshalb seit Langem zu den beliebtesten Nadelgehölzen für Hecken und Schutzpflanzungen.

Steckbrief

Botanischer NameThuja occidentalis (Abendländischer Lebensbaum) und weitere Arten der Gattung Thuja
FamilieZypressengewächse (Cupressaceae)
HerkunftÖstliches Nordamerika
WuchshöheBis 20 m
WuchsformKegelförmig, dicht
BlütezeitFrühjahr, Blüten unscheinbar
StandortSonnig
BodenNahezu jeder Gartenboden, sofern er ausreichend feucht ist
WinterhärteWinterhart
GiftigkeitAlle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Zweigspitzen
VerwendungHecke, Windschutz, Einzelstellung, Nadelgehölzgruppen

Erkennungsmerkmale

Thuja wächst von Natur aus in einer regelmäßigen, dichten Pyramide. Viele Formen behalten diese Gestalt ganz ohne Schnitt. Die Zweige stehen flach und verzweigen sich fächerförmig. Statt einzelner Nadeln tragen sie dachziegelartig übereinanderliegende Schuppen. Im Frühjahr erscheinen unauffällige Blüten, aus denen sich kleine, längliche Zapfen entwickeln.

Im Winter verfärbt sich das Laub bei vielen Pflanzen ins Bräunlich-Grüne und wirkt dann etwas fahl. Diese Färbung ist harmlos und verschwindet im Frühjahr wieder. Bei manchen Arten ist sie kaum zu sehen.

Standort und Boden

Der Lebensbaum stellt an Klima und Boden nur wenige Ansprüche und wächst in nahezu jedem Gartenboden. Am besten gedeiht er in der Sonne. Weil er Wind gut verträgt, eignet er sich für exponierte, windige Lagen. Entscheidend ist eine ausreichende Bodenfeuchte: Auf trockenen Böden leidet Thuja unter Dürre und verliert Nadeln. Gießen Sie daher in langen Trockenphasen gründlich, vor allem bei jungen Pflanzen und frisch gesetzten Hecken.

Pflanzen und Pflege

Der Lebensbaum verträgt Schnitt sehr gut, wie kaum ein anderes Nadelgehölz. Damit Hecken und Formpflanzen dicht bleiben, empfiehlt sich ein regelmäßiger Rückschnitt. Bleiben Sie dabei im benadelten Bereich, denn aus kahlem, altem Holz treibt Thuja nur schlecht wieder aus. Bei frei wachsenden Bäumen beugt leichtes Ausputzen mit einem scharfen Messer dem Verkahlen vor.

  • Bei Schnittarbeiten Handschuhe tragen, denn der Pflanzensaft kann die Haut reizen.
  • Schnittgut nicht an Weidetiere verfüttern.
  • Auf gleichmäßige Bodenfeuchte achten, besonders in trockenen Sommern.

Thuja occidentalis und die übrigen Arten lassen sich durch Stecklinge vermehren. Diese schneiden Sie im Mai oder Juni von jungen Pflanzen.

Verwendung im Garten

Am häufigsten wird der Lebensbaum als Schnitthecke gepflanzt. Er bildet einen dichten Sicht- und Windschutz. Die verschiedenen Formen kommen auch als Solitär oder in Nadelgehölzgruppen gut zur Geltung, denn ihr regelmäßiger Wuchs gliedert eine Pflanzung ruhig und klar. Weil die Pflanze giftig ist, sollten Sie sie dort, wo kleine Kinder spielen, mit Bedacht einsetzen.

Ähnlich verwendbare Gehölze mit schuppenförmigem Laub sind der Hiba-Lebensbaum, die Lawsons Scheinzypresse und die Nutkazypresse.