Pflanzen erkunden

Pflanzen bestimmen und richtig pflegen

Nadelgehölz

Lawsons Scheinzypresse: schlankes Nadelgehölz mit Farbe

Lawsons Scheinzypresse stammt aus dem Nordwesten Nordamerikas. Gartensorten wie ‚Alumii‘ mit blaugrauen Nadeln gehören zu den schönsten Nadelgehölzen. Hier lesen Sie, welchen Standort und welche Pflege sie braucht.

Lawsons Scheinzypresse

Lawsons Scheinzypresse erkennen Sie an ihrem schmalen, kegelförmigen Wuchs und an den dichten, weichen Zweigen. Die Blätter sind schuppenförmig und liegen eng an den Trieben. Die reine Wildart aus dem Nordwesten Nordamerikas wird heute nur noch selten gepflanzt. Im Handel gibt es dafür viele Gartensorten, die zu den schönsten Nadelgehölzen zählen. Eine der besten ist ‚Alumii‘ mit graublauen Nadeln.

Steckbrief

Botanischer NameChamaecyparis lawsoniana
FamilieZypressengewächse (Cupressaceae)
HerkunftNordwesten Nordamerikas
Wuchshöhebei ‚Alumii‘ nach etwa zehn Jahren 2 bis 3 m, im Alter bis etwa 10 m
BlütezeitFrühjahr, unscheinbar
Standortsonnig bis halbschattig
Bodenkalkarm, höchstens pH 6, gleichmäßig feucht, ohne Staunässe
Winterhärtewinterhart
Giftigkeitgilt in allen Pflanzenteilen als giftig
PflanzzeitFrühling
VerwendungEinzelstellung, Gruppen, Grabbepflanzung

Erkennungsmerkmale

Die Scheinzypresse wächst als schlanker, aufrechter Baum mit einer kegelförmigen Krone. Die Zweige stehen sehr dicht und fühlen sich weich an. Bei der Sorte ‚Alumii‘ sind die Nadeln graublau gefärbt, was ihr ein kühles, edles Aussehen gibt. Sie wächst zunächst langsam: Nach etwa zehn Jahren ist sie 2 bis 3 m hoch, nach vielen Jahren erreicht sie rund 10 m. Wer eine kleinere Pflanze sucht, findet bei der Zwerg-Scheinzypresse passende Alternativen.

Standort und Boden

Ihre Färbung entwickelt die Scheinzypresse in voller Sonne am schönsten. Sie gedeiht aber auch im Halbschatten. An den Boden stellt sie wenig Ansprüche. Am besten wächst sie in kalkarmer Erde mit einem pH-Wert von höchstens 6. Vorsicht bei sehr nährstoffreichem Boden: Dort wächst sie zu schnell, und das Holz reift nicht richtig aus. Darunter leidet die Frosthärte. Der Boden sollte Feuchtigkeit gut halten, Staunässe verträgt sie aber nicht.

Pflanzen und Pflege

Pflanzen Sie die Scheinzypresse am besten im Frühling, damit sie bis zum Winter gut einwurzeln kann. Wichtig ist eine gute Wasserversorgung, auch in der kalten Jahreszeit. Wie andere immergrüne Nadelgehölze verdunstet sie im Winter viel Wasser über ihre Nadeln. Ist der Boden gefroren, kann sie keinen Nachschub aufnehmen.

  • Wässern Sie im Herbst durchdringend, bevor der Frost kommt.
  • Gießen Sie an frostfreien Wintertagen nach, wenn der Boden trocken ist.
  • Düngen Sie nur sparsam, um zu schnelles Wachstum zu vermeiden.
  • Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden.

Die Scheinzypresse verträgt einen Schnitt, am schönsten wird sie aber, wenn sie frei wachsen darf. Tragen Sie bei Arbeiten an der Pflanze Handschuhe, denn sie gilt als giftig und kann die Haut reizen.

Verwendung im Garten

Durch ihren schmalen Wuchs braucht die Scheinzypresse wenig Platz in der Breite. Sie passt gut in kleinere Gärten und eignet sich auch als Grabpflanze. Als Einzelpflanze setzt sie einen klaren, senkrechten Akzent. In der Gruppe bildet sie einen ruhigen, immergrünen Hintergrund für Blütenstauden und Sträucher. Graublaue Sorten wie ‚Alumii‘ lassen sich gut mit grünen Nadelgehölzen kombinieren, etwa mit dem Thuja-Lebensbaum oder der verwandten Nutkazypresse.