Rocky Mountains Tanne: kompakte Tanne mit blaugrünen Nadeln
Die Rocky Mountains Tanne wächst langsam, bleibt im Garten meist unter fünf Metern und trägt dichte, blaugrüne Nadeln. Ein frostharter Nadelbaum für Gärten, in denen eine Tanne nicht zu groß werden soll.
Die Rocky Mountains Tanne erkennen Sie an ihrem gleichmäßigen, breit kegelförmigen Aufbau und an den dicht stehenden, blaugrünen Nadeln, die sich leicht nach oben biegen. Sie wächst langsam und bleibt im Garten deutlich kleiner als viele andere Tannen. In Baumschulen findet man sie allerdings nur selten, und das ist schade, denn sie zählt zu den besonders schönen Arten ihrer Gattung.
Steckbrief
| Botanischer Name | Abies lasiocarpa |
|---|---|
| Herkunft | westliches Nordamerika |
| Wuchshöhe | im Garten meist 2 bis 5 m, selten höher |
| Wuchsform | breit kegelförmig, langsam wachsend |
| Standort | Sonne bis Halbschatten, vor warmem und austrocknendem Wind geschützt |
| Boden | leicht, humusreich, durchlässig |
| Winterhärte | frosthart |
| Schädlinge | Nadelläuse |
| Verwendung | Einzelstellung im Hausgarten, Vorgarten |
Erkennungsmerkmale
Die Rocky Mountains Tanne bildet schon in jungen Jahren eine geschlossene, regelmäßige Krone. Ihre Nadeln sind steif, stehen sehr dicht an den Zweigen und sind leicht aufwärts gebogen. Durch ihre blaugrüne Färbung wirkt die Pflanze kühl und hell und setzt sich gut gegen dunkelgrüne Nadelgehölze ab.
Das Wachstum ist gemächlich. Zehn- bis fünfzehnjährige Pflanzen erreichen etwa 3 m Höhe und rund 2 m Breite. Mehr als 5 m wird die Tanne bei uns nur selten.
Standort und Boden
Ein sonniger bis halbschattiger Platz passt am besten. Frost verträgt die Tanne gut, empfindlich reagiert sie dagegen auf warmen, austrocknenden Wind. Wählen Sie deshalb einen geschützten Platz und meiden Sie zugige Ecken oder Stellen, an denen sich die Hitze staut. Der Boden sollte locker, humusreich und durchlässig sein. Staunässe verträgt sie ebenso schlecht wie dauerhaft ausgetrocknete Erde.
Pflanzen und Pflege
Nadelbäume werden in großen Kunststoffcontainern oder mit Wurzelballen verkauft, die von einem Jutetuch zusammengehalten werden. Das Jutetuch bleibt beim Pflanzen am Ballen, Sie öffnen nur den Knoten. So gehen Sie vor:
- Stellen Sie den Ballen vor dem Einsetzen eine Weile in einen Eimer mit Wasser, damit er sich gründlich vollsaugen kann.
- Heben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch aus und lockern Sie die Sohle.
- Setzen Sie die Tanne ein, füllen Sie mit Erde auf und gießen Sie anschließend kräftig an.
Frisch gepflanzte Tannen brauchen in Trockenperioden zusätzlich Wasser. Gießen Sie auch im Herbst vor dem ersten Bodenfrost noch einmal durchdringend, denn immergrüne Gehölze verdunsten im Winter über ihre Nadeln weiter Wasser und können sonst vertrocknen. Schneiden müssen Sie nicht, die Tanne behält ihre Form von allein. Kontrollieren Sie die Triebe gelegentlich auf Nadelläuse, besonders an trockenen, warmen Standorten.
Verwendung im Garten
Weil sie langsam wächst und kompakt bleibt, eignet sich die Rocky Mountains Tanne gut für den Hausgarten und den Vorgarten. Am schönsten kommt sie einzeln zur Geltung, wo ihr regelmäßiger Wuchs und die blaugrünen Nadeln das ganze Jahr über gut zu sehen sind. Wer weitere Nadelgehölze mit ähnlichen Ansprüchen sucht, findet sie etwa in der Koreatanne, der Zirbelkiefer oder der Blauen Mädchenkiefer.


