Koreatanne: kompakte Tanne mit violetten Zapfen
Die Koreatanne wächst langsam, bleibt überschaubar und trägt schon in jungen Jahren aufrecht stehende, violette Zapfen. Damit eignet sie sich gut für kleinere Gärten.
Die Koreatanne erkennen Sie an zwei Merkmalen. Ihre Nadeln glänzen oberseits dunkelgrün und tragen auf der Unterseite auffällige silberweiße Bänder. Außerdem bildet sie schon als junge Pflanze aufrecht stehende, violette Zapfen. Sie wächst langsam und gleichmäßig, braucht wenig Platz und passt deshalb auch in kleinere Gärten.
Steckbrief
| Botanischer Name | Abies koreana |
|---|---|
| Herkunft | Bergregionen Südkoreas |
| Wuchshöhe | 5–7 m |
| Wuchs | langsam, pyramidenförmig |
| Blütezeit | Mai |
| Standort | sonnig, windgeschützt |
| Boden | durchlässig, stark humos, ohne Staunässe |
| Winterhärte | winterhart |
| Verwendung | Einzelgehölz in kleinen Gärten, Vorgarten, Steingarten |
Erkennungsmerkmale
Die Koreatanne wächst kegel- bis pyramidenförmig. Ihre Äste stehen meist etagenartig vom Stamm ab, was ihr ein eigenwilliges Erscheinungsbild gibt. Die Nadeln sind kurz und kräftig. Weil sich die Triebe oft etwas nach oben drehen, wird die silbrige Unterseite sichtbar, und die Pflanze schimmert je nach Lichteinfall zweifarbig.
Am bekanntesten ist die Koreatanne für ihre Zapfen. Die meisten Tannen fruchten erst nach vielen Jahren, sie dagegen schon in jungem Alter. Die Zapfen stehen aufrecht auf den Zweigen und färben sich rotviolett bis violett. Wie bei allen Tannen zerfallen sie bei der Reife am Baum, statt als Ganzes herabzufallen.
Standort und Boden
Am besten pflanzen Sie die Koreatanne an einen sonnigen Platz, der vor Wind geschützt ist. Kalte, austrocknende Winde setzen den Nadeln vor allem im Winter zu. Der Boden sollte stark humos und gut wasserdurchlässig sein. Staunässe verträgt die Tanne nicht. Schwere, verdichtete Böden lockern Sie deshalb vor dem Pflanzen gründlich auf und reichern sie mit reifem Kompost an.
Pflanzen und Pflege
Die Koreatanne braucht wenig Pflege. Ein Rückschnitt ist nicht nötig, weil sie ihre Form von selbst behält. Achten Sie vor allem auf eine gleichmäßige Wasserversorgung. In längeren Trockenphasen sollten Sie gießen, besonders in den ersten Standjahren.
- Gießen im Herbst: Wie andere immergrüne Gehölze verdunstet die Koreatanne auch im Winter Wasser. Wässern Sie sie im Herbst durchdringend, bevor der Boden gefriert.
- Winterschutz: Decken Sie den Wurzelbereich zum Winter mit einer Schicht Laub ab. So friert der Boden weniger tief durch, und die Wurzeln können weiter Wasser aufnehmen.
- Mulchen: Eine Mulchschicht hält den Boden auch im Sommer gleichmäßig feucht und versorgt ihn mit Humus.
Verwendung im Garten
Die Koreatanne kommt als Einzelgehölz am besten zur Geltung, etwa im Vorgarten, neben der Terrasse oder in einem größeren Steingarten. Dort sind die Zapfen gut aus der Nähe zu sehen. Weil sie langsam wächst, bleibt sie über viele Jahre in einem überschaubaren Rahmen.
Gut kombinieren lässt sie sich mit anderen kompakten Nadelgehölzen, zum Beispiel mit der flachen Nestfichte, der kegelförmigen Zuckerhutfichte oder der Blauen Mädchenkiefer. Die unterschiedlichen Wuchsformen und Nadelfarben ergeben ein abwechslungsreiches Bild, das auch im Winter grün bleibt.


