Nutkazypresse: dichte Scheinzypresse mit hängenden Zweigen
Die Nutkazypresse wächst als schlanker, dichter Kegel mit überhängenden Zweigen und wird bei uns bis zu 15 m hoch. Sie braucht kalkfreien, humusreichen Boden, einen windgeschützten Platz und im Herbst ausreichend Wasser.
Die Nutkazypresse erkennen Sie an ihrem schlanken, kegelförmigen Wuchs und den dicht stehenden Ästen, deren Zweigenden locker nach unten hängen. Dadurch wirkt der Baum zugleich geschlossen und leicht. Ein sicheres Merkmal zeigt sich beim Umdrehen eines Zweigs: Ober- und Unterseite der schuppenförmigen Nadeln sehen gleich aus. Bei vielen anderen Scheinzypressen ist das nicht der Fall.
Steckbrief
| Botanischer Name | Chamaecyparis nootkatensis (Syn. Xanthocyparis nootkatensis) |
|---|---|
| Herkunft | Nordwestliches Nordamerika |
| Wuchshöhe | bei uns bis etwa 15 m |
| Wuchsform | schlank kegelförmig, dicht, mit überhängenden Zweigen |
| Standort | sonnig bis leicht schattig, windgeschützt |
| Boden | humusreich, leicht sauer, kalkfrei |
| Winterhärte | gut frosthart; junge Pflanzen sind durch Austrocknen im Winter gefährdet |
| Vermehrung | Stecklinge |
| Verwendung | Einzelstellung, Gruppen, Stadtgärten |
Erkennungsmerkmale
Die Nutkazypresse gehört zu den Scheinzypressen und hat ihre Heimat im Nordwesten Nordamerikas, wo sie in feuchten, kühlen Küstenregionen wächst. Im Garten bildet sie eine dichte, pyramidale Krone. Die Seitenäste breiten sich weit aus, ihre Spitzen neigen sich nach unten und geben dem Baum seine typische, leicht hängende Erscheinung.
Die Zapfen bleiben klein und fallen kaum auf. Zur sicheren Bestimmung achten Sie deshalb besser auf die Benadelung: Die Schuppenblätter sind auf beiden Seiten des Zweigs gleich gestaltet. Daran unterscheiden Sie die Nutkazypresse etwa von der Lawsons Scheinzypresse.
Standort und Boden
Am besten gedeiht die Nutkazypresse an einem sonnigen Platz. Leichten Schatten verträgt sie ebenfalls, und auch mit belasteter Stadtluft kommt sie zurecht. Damit sie kräftig und dicht wächst, sollte sie vor starkem Wind geschützt stehen. Pflanzen Sie sie nicht unter größere Bäume, denn das ständig herabtropfende Wasser aus deren Kronen schadet ihr.
Wichtig ist der Boden: Er sollte humusreich und leicht sauer sein. Kalkhaltige Böden verträgt die Nutkazypresse nicht. Auf solchen Flächen wächst sie schlecht und kümmert auf Dauer.
Pflanzen und Pflege
Die Pflege ist einfach, doch ein Punkt wird oft übersehen. Obwohl die Nutkazypresse recht frosthart ist, sterben vor allem junge Exemplare manchmal im Winter ab. Schuld ist meist nicht die Kälte, sondern Trockenheit: Die Pflanze verdunstet auch im Winter viel Feuchtigkeit über ihre Nadeln. Ist der Boden gefroren oder ausgetrocknet, kann sie das verlorene Wasser nicht ersetzen.
So beugen Sie Schäden vor:
- Gießen Sie im Herbst gründlich und durchdringend, bevor der Boden friert.
- Decken Sie den Wurzelbereich mit Mulch oder Laub ab, damit der Frost nicht so tief eindringt.
- Verzichten Sie auf Dünger. Die Nutkazypresse soll nicht gedüngt werden, und viele Dünger enthalten zudem Kalk.
Vermehren lässt sich die Nutkazypresse über Stecklinge.
Verwendung im Garten
Mit ihrer Höhe und ihrem eleganten Wuchs eignet sich die Nutkazypresse für größere Gärten und Parks. Dort setzt sie als Einzelbaum einen ruhigen, immergrünen Akzent oder bildet in einer Gruppe eine dichte grüne Kulisse. Weil sie Stadtluft verträgt, passt sie auch in städtische Anlagen. Wenn Sie wenig Platz haben, ist eine Zwerg-Scheinzypresse die bessere Wahl. Für schattigere Lagen lohnt sich ein Blick auf den Hiba-Lebensbaum.


