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Nadelgehölz

Blauzeder-Wacholder: genügsames Nadelgehölz in Blauweiß

Der Blauzeder-Wacholder ‚Meyeri‘ ist ein langsam wachsender, breit aufrechter Strauch mit blauweißen Nadeln und überhängenden Triebspitzen. Er kommt mit kargen Böden gut zurecht, braucht aber viel Licht.

Blauzeder-Wacholder

Der Blauzeder-Wacholder fällt durch seine blauweiß schimmernden Nadeln auf. Dazu kommt ein typischer Wuchs: Der Strauch wächst breit aufrecht, und seine Triebspitzen biegen sich leicht nach außen und hängen etwas über. Die Sorte ‚Meyeri‘ gehört zum Himalaja-Wacholder und wird manchmal auch unter diesem Namen angeboten. Weil sie langsam wächst und wenig verlangt, passt sie auch in kleinere Gärten.

Steckbrief

Botanischer NameJuniperus squamata ‚Meyeri‘
Wuchshöhebis etwa 3 m, langsam wachsend
BlütezeitFrühjahr, unauffällig
Standortsonnig, auf jeden Fall hell
Bodenanspruchslos, sauer bis alkalisch, gern mager
Winterhärtewinterhart
GiftigkeitWie die meisten Wacholderarten gilt er als giftig.
VerwendungEinzelstellung, Nadelgehölz- und Heidegarten, Naturgarten, formale Anlagen

Erkennungsmerkmale

Der Strauch hat eine breite, aufrechte Grundform. Die Spitzen der Triebe sind schwach nach außen gebogen und hängen leicht über. Das gibt der Pflanze ein lockeres, etwas bewegtes Aussehen. Am auffälligsten ist die Farbe: Die kurzen, spitzen Nadeln sind blauweiß und leuchten besonders an sonnigen Plätzen. Später bildet er kleine, fleischige Beerenzapfen, wie sie für Wacholder typisch sind.

Standort und Boden

Licht ist für den Blauzeder-Wacholder wichtiger als ein guter Boden. Nur an einem hellen, am besten sonnigen Platz bekommt er seine typische blauweiße Farbe. Im Schatten wirkt er dagegen blass und wächst lockerer.

An den Boden stellt er kaum Ansprüche. Auf mageren, durchlässigen Böden sieht er oft sogar schöner aus als auf nährstoffreichen. Der pH-Wert darf zwischen sauer und alkalisch liegen, und er verträgt auch Kalk. Bei sehr viel Kalk kann er allerdings Chlorose bekommen: Die Triebe werden dann bleich und verlieren ihre Farbe. Staunässe sollten Sie vermeiden.

Pflanzen und Pflege

Gießen Sie nach dem Pflanzen gründlich und halten Sie den Boden in der ersten Zeit gleichmäßig feucht, bis sich neue Wurzeln gebildet haben. Danach kommt der Wacholder auch mit Trockenheit gut zurecht und braucht nur in langen Trockenzeiten zusätzliches Wasser. Dünger ist meist nicht nötig, weil zu viele Nährstoffe dem Wuchs eher schaden.

  • Rückschnitt: Schneiden Sie im Mai maßvoll zurück. So bleibt der Strauch buschig und verkahlt nicht von unten.
  • Nicht ins alte Holz schneiden: Wie die meisten Wacholder treibt er aus kahlen Ästen kaum wieder aus.
  • Giftigkeit beachten: Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe und pflanzen Sie ihn nicht dort, wo kleine Kinder oder Haustiere an den Zweigen knabbern könnten.

Verwendung im Garten

Weil er so gleichmäßig und ruhig wächst, passt der Blauzeder-Wacholder in fast jeden Garten, vom Naturgarten bis zur streng geplanten Anlage. Besonders gut wirkt er neben anderen blaugrünen Nadelgehölzen wie Colorado-Tanne oder Blaufichte, außerdem neben der Rocky Mountains Tanne oder der Blauen Mädchenkiefer. Neben anderen Koniferen bringt er mit seiner Farbe Abwechslung ins Bild. Für eine Kombination mit einem weiteren genügsamen Wacholder eignet sich der Sadebaum.

Auch mit Heidepflanzen, Gräsern und Stauden lässt er sich gut kombinieren. Sein kühles Blauweiß bildet einen ruhigen Hintergrund für bunte Blüten und bleibt das ganze Jahr über als Gerüst im Beet erhalten.