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Nadelgehölz

Orientalische Fichte: langsam wachsend und schattenverträglich

Die Orientalische Fichte hat sehr kurze, glänzend dunkelgrüne Nadeln und wächst gleichmäßig kegelförmig. Weil sie langsam wächst, passt sie trotz ihrer späteren Größe auch in kleinere Gärten.

Orientalische Fichte

Die Orientalische Fichte erkennen Sie an ihren auffallend kurzen Nadeln. Sie sind dunkelgrün, glänzen leicht und sitzen dicht gedrängt an den Zweigen. Der Baum ist stark verzweigt und wächst sehr gleichmäßig kegelförmig. Sie kennen ihn vielleicht auch als Kaukasus-Fichte oder Sapindusfichte. Seine Heimat sind der Kaukasus und der Nordosten der Türkei. Er wird zwar recht hoch, wächst aber sehr langsam. Deshalb bleibt er über viele Jahre auch für kleinere Gärten geeignet.

Steckbrief

Botanischer NamePicea orientalis
Weitere NamenKaukasus-Fichte, Sapindusfichte
HerkunftKaukasus, nordöstliche Türkei
Wuchshöhebis 20 m, sehr langsam wachsend
Wuchsformdicht verzweigt, regelmäßig kegelförmig
BlütezeitFrühjahr
Standortvollsonnig bis halbschattig, verträgt mehr Schatten als andere Fichten
Bodentiefgründig und humos, auch trockener; kein schwerer Tonboden
Winterhärteälter gut winterhart, in jungen Jahren nicht völlig frostfest
VermehrungAussaat
VerwendungEinzelstellung, Unterpflanzung zwischen größeren Bäumen

Erkennungsmerkmale

Am besten erkennen Sie diese Fichte an den Nadeln. Sie sind deutlich kürzer als bei den meisten anderen Fichten, glänzen dunkelgrün und stehen so dicht, dass die Zweige kompakt und gefüllt wirken. Schön sind auch die Zapfen. Sie werden bis 9 cm lang und färben sich in jungem Zustand leuchtend purpurn. Bei der Form ‚Aurea‘ treiben die jungen Nadeln goldgelb aus. Vor dem dunklen Grün des älteren Laubs fällt das besonders auf.

Standort und Boden

Die Orientalische Fichte wächst gut in voller Sonne. Halbschatten verträgt sie aber auch, und zwar besser als die meisten anderen Fichten. Ideal ist ein tiefgründiger, humoser Boden. Sonst ist sie wenig anspruchsvoll. Meiden sollten Sie nur schweren, verdichteten Tonboden. Ein Vorteil gegenüber vielen anderen Fichten: Sie kommt auch mit trockeneren Böden zurecht. Abgase verträgt sie schlecht. In Gegenden mit starker Belastung durch Industrieabgase sollten Sie sie deshalb nicht pflanzen.

Pflanzen und Pflege

Junge Pflanzen sind noch nicht völlig frostfest. Ein etwas geschützter Platz hilft ihnen über die ersten Winter. Zur Pflege gehört vor allem eines:

  • Im Herbst kräftig wässern: Wie alle immergrünen Nadelgehölze verdunstet die Fichte auch im Winter Wasser. Ist der Boden vor dem Frost zu trocken, drohen Frost- und Trocknungsschäden.
  • Schnitt: Ein leichter Formschnitt wird gut vertragen. Meist ist er aber gar nicht nötig, weil der Baum von sich aus gleichmäßig wächst.
  • Boden: Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden und versorgt ihn mit Humus.

Verwendung im Garten

Am schönsten wirkt die Orientalische Fichte als Solitär auf einer offenen Fläche. Dort kann sie ihren gleichmäßigen Kegel ungestört entfalten. Weil sie Schatten gut verträgt, können Sie sie auch zwischen größere Bäume pflanzen, wo andere Fichten kümmern würden. Für sehr kleine Flächen gibt es Nadelgehölze, die dauerhaft niedrig bleiben, etwa die Nestfichte oder die Zuckerhutfichte. Suchen Sie einen ähnlich dekorativen Baum mit auffälligen Zapfen, ist die Koreatanne eine gute Ergänzung.