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Laubgehölz

Walnuss: stattlicher Nussbaum mit weiter Krone

Die Walnuss ist ein mächtiger Laubbaum mit großen gefiederten Blättern, silbergrauer Rinde und schmackhaften Nüssen. Sie braucht Wärme, tiefgründigen Lehmboden und vor allem viel Platz.

Wallnuß

Die Walnuss erkennen Sie an ihrer breit ausladenden, dicht belaubten Krone, der hellen, silbergrauen Rinde und den großen, unpaarig gefiederten Blättern. Im Herbst fallen die runden Früchte mit ihrer grünen Hülle ins Gras. Ein ausgewachsener Walnussbaum gehört zu den eindrucksvollsten Hausbäumen und spendet im Sommer reichlich Schatten.

Steckbrief

Botanischer NameJuglans regia
Wuchshöhebis 30 m
BlütezeitMai, unscheinbare Kätzchen zusammen mit dem Laubaustrieb
Standortvollsonnig und warm
Bodentiefgründiger, feuchtigkeitshaltender Lehm- oder Tonboden, kalk- und nährstoffreich
Winterhärteals älterer Baum winterhart; Austrieb und Blüten sind spätfrostempfindlich
VermehrungSämlinge
VerwendungHausbaum und Schattenspender für sehr große Gärten, Nussernte

Erkennungsmerkmale

In den ersten Jahren wächst die Walnuss eher gemächlich. Mit der Zeit legt sie jedoch deutlich zu und erreicht im Laufe von etwa einem halben Jahrhundert ihre volle Größe. Dann trägt der Stamm eine mächtige, weit ausgreifende Krone mit großer Traufe, also einem breiten Bereich unter dem Kronenrand.

Die Blätter erscheinen recht spät, meist erst im Mai. Sie sind auffallend groß, unpaarig gefiedert und frischgrün. Im Herbst färbt sich das Laub in einem sanften, eher zurückhaltenden Ton. Ein weiteres Merkmal ist die schöne, silbergraue Rinde, die besonders bei jüngeren Bäumen glatt und hell wirkt.

Standort und Boden

Die Walnuss liebt Wärme und gedeiht am besten an einem vollsonnigen Platz. Ideal sind tiefgründige Ton- und Lehmböden, die Feuchtigkeit gut halten und reich an Kalk und Nährstoffen sind. Auf leichten, rasch austrocknenden Böden fühlt sie sich weniger wohl.

Planen Sie den Platz großzügig: Der Baum braucht viel Raum nach oben und zur Seite. Sinnvoll ist er nur in sehr großen Gärten oder auf Flächen, die sonst ungenutzt blieben. Beachten Sie außerdem, dass Laub und Fruchthüllen Stoffe enthalten, die das Wachstum anderer Pflanzen unter der Krone hemmen können.

Pflanzen und Pflege

Gepflanzt wird die Walnuss am besten im Frühjahr, und zwar ohne Rückschnitt. In den ersten Standjahren ist ein leichter Formschnitt möglich, um die Krone in die gewünschte Richtung zu lenken. Danach braucht der Baum keinen regelmäßigen Schnitt, auch nicht für einen guten Fruchtansatz.

  • Kein Schnitt im Winterhalbjahr: Das Holz ist brüchig, und Wunden heilen in dieser Zeit schlecht.
  • Notwendige Korrekturen, etwa an störenden Ästen, nehmen Sie besser im Spätsommer vor.
  • Junge Bäume in Trockenperioden durchdringend wässern.

Ernte und Verwendung im Garten

Ältere Bäume tragen in guten Jahren reichlich Nüsse. Statt die Früchte vom Baum zu schütteln, sammeln Sie besser nur die von selbst abgefallenen Nüsse auf. An einem trockenen, luftigen Ort, etwa auf dem Dachboden, lassen sie sich gut lagern. Für große Ernteerträge im erwerbsmäßigen Sinn spielt die Walnuss in unserem Klima allerdings keine Rolle. Ihr Wert im Garten liegt vor allem in ihrer Gestalt als prächtiger, schattenspendender Hausbaum.

Wer eine verwandte Art kennenlernen möchte, findet sie im Porträt der Mandschurischen Walnuss. Ähnlich große Bäume für weitläufige Grundstücke sind der Bergahorn und die Rosskastanie.