Schwedische Elsbeere: robuster Baum für Hecke und Allee
Die Schwedische Elsbeere ist ein anspruchsloser, windfester Baum mit silbrig schimmerndem Laub, weißen Blüten und orangeroten Früchten. Sie lässt sich als freistehender Baum ziehen oder zu einer schmalen Hecke schneiden.
Die Schwedische Elsbeere erkennen Sie am besten im Wind: Ihre dunkelgrünen Blätter haben eine silbergraue Unterseite. Bewegt der Wind die Krone, schimmert sie hell auf. Im Frühjahr trägt der Baum weiße Blütendolden, im Spätsommer orangerote Früchte, und im Herbst färbt sich das Laub leuchtend gelb bis orangebraun. Im Handel und in der Fachliteratur heißt das Gehölz oft auch Schwedische Mehlbeere.
Steckbrief
| Botanischer Name | Sorbus intermedia |
|---|---|
| Herkunft | Südskandinavien und Ostseeraum |
| Wuchshöhe | in freier Natur bis etwa 10 m |
| Blütezeit | Mai bis Juni, weiße Blütendolden |
| Früchte | orangerot, im Spätsommer und Herbst |
| Standort | hell und frei, sonnig |
| Boden | keine besonderen Ansprüche |
| Winterhärte | winterhart |
| Pflanzzeit | Herbst |
| Verwendung | Solitärbaum, Alleebaum, Schnitthecke |
Erkennungsmerkmale
Die Schwedische Elsbeere wächst je nach Standort und Erziehung sehr unterschiedlich. Sie kann als niedriger Baum mit breiter Krone wachsen oder als großer Baum mit mehreren Stämmen. Das Laub ist dicht und bleibt den ganzen Sommer über frisch. Die Blätter sind dunkelgrün, am Rand gelappt und auf der Unterseite silbergrau behaart. Daran lässt sich die Art gut von der verwandten Eberesche mit ihren gefiederten Blättern unterscheiden.
Botanisch hat sie eine Besonderheit: Sie bildet Samen, ohne dass die Blüten vorher befruchtet werden. Die Nachkommen gleichen deshalb der Mutterpflanze. In Baumschulen ist das ein großer Vorteil, denn so entstehen gleichmäßige Pflanzen für Alleen und Hecken.
Standort und Boden
Der Baum gilt als widerstandsfähig und unempfindlich. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche, und auch Wind macht ihm wenig aus. Deshalb eignet er sich gut für offene, windige Lagen. Damit er sich gut entwickelt, braucht er allerdings viel Licht und Platz. Ein heller, freier Standort ist ideal. Im Schatten anderer Bäume oder in sehr engen Lücken wächst er nur kümmerlich.
Pflanzen und Pflege
Pflanzen Sie die Schwedische Elsbeere am besten im Herbst. Bis zum Frühjahr kann sie dann gut einwurzeln. Lockern Sie die Pflanzgrube gründlich und gießen Sie nach dem Einsetzen kräftig an. In den ersten Jahren sollten Sie bei längerer Trockenheit zusätzlich wässern. Später braucht der Baum kaum noch Pflege.
Einen starken Schnitt verträgt die Schwedische Elsbeere gut. Als Hecke lässt sie sich auf eine Breite von 50 bis 60 cm zurückschneiden. So passt sie auch auf kleine Grundstücke. Schneiden Sie die Hecke regelmäßig, dann bleibt sie dicht. Ein frei wachsender Baum braucht dagegen nur gelegentlich einen Auslichtungsschnitt, bei dem Sie kranke oder störende Äste entfernen.
Verwendung im Garten
Die Schwedische Elsbeere ist vielseitig. Freistehend wird sie zum Hausbaum, der vom Frühjahr bis zum Herbst etwas zu bieten hat: Blüten, Früchte und Herbstfarben. In Reihe gepflanzt eignet sie sich als Alleebaum, geschnitten als robuste Hecke. Die Früchte locken außerdem Vögel in den Garten. Wer eine Schnitthecke plant, kann sie zum Beispiel mit der Hainbuche vergleichen. Für große, freie Flächen kommt auch ein mächtigerer Baum wie der Bergahorn infrage.


