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Laubgehölz

Hainbuche: robuste Heckenpflanze und markanter Baum

Die Hainbuche gehört zu den besten Heckenpflanzen und ist sehr schnittverträglich. Freistehend wächst sie zu einem knorrigen, eindrucksvollen Baum heran, der sein Laub bis weit in den Winter behält.

Hainbuche

Die Hainbuche erkennen Sie an ihrer glatten, grauen Rinde und an den zugespitzten, scharf gesägten Blättern in frischem, leuchtendem Grün. Obwohl sie Buche heißt, gehört sie botanisch nicht zu den Buchen, sondern zu den Birkengewächsen. Freistehend wächst sie gleichmäßig, wird mit den Jahren aber reizvoll knorrig. Im Garten kennt man sie vor allem als dichte, außergewöhnlich robuste Hecke.

Steckbrief

Botanischer NameCarpinus betulus
Weitere NamenWeißbuche, Steinbuche
FamilieBirkengewächse (Betulaceae)
HerkunftEuropa, heimisch
Wuchshöhefreistehend bis 20 m, als Hecke beliebig niedrig zu halten
BlütezeitApril bis Mai, unscheinbare Kätzchen
StandortSonne bis Halbschatten
Bodentiefgründig, kalkhaltig
Winterhärtevollkommen winterhart
Giftigkeitnicht giftig
VerwendungHecke, Sicht- und Windschutz, Solitärbaum für große Gärten

Erkennungsmerkmale

Stamm und Zweige sind grau, die Rinde bleibt auch im Alter weitgehend glatt. Ältere Stämme wirken oft gedreht oder wulstig, was dem Baum seinen knorrigen Charakter verleiht. Die Blätter sind eiförmig, laufen spitz zu und haben einen doppelt gesägten Rand.

Besonders lange hält die Herbstfärbung an: Zunächst färbt sich das Laub goldgelb, später braun. Viele trockene Blätter bleiben bis weit in den Winter am Gehölz – ein Vorteil für jede Hecke, die so auch in der kalten Jahreszeit nicht kahl wirkt. Nach der Blüte bilden sich kleine Nüsschen mit dreilappigen Flügeln, die in hängenden Fruchtständen sitzen.

Standort und Boden

In der Natur wächst die Hainbuche vor allem an halbschattigen Waldrändern. Im Garten gedeiht sie in der Sonne ebenso wie im Halbschatten. Ideal ist ein tiefgründiger, kalkhaltiger Boden, in dem sie gut wurzeln kann. Insgesamt gilt sie als anpassungsfähig und unkompliziert.

Pflanzen und Pflege

Heckenpflanzen setzen Sie am besten im Frühjahr. Wichtig: Pflanzen Sie die Hainbuche nie in frisch gedüngte Erde, denn das schadet den jungen Wurzeln. In der ersten Zeit nach der Pflanzung sollten Sie bei Trockenheit gründlich wässern.

Die Hainbuche verträgt starken Schnitt sehr gut. Gut eingewachsene Hecken schneiden Sie zweimal im Jahr:

  • im Frühsommer, nachdem der erste Austrieb abgeschlossen ist
  • im Spätherbst, um die Form für den Winter festzulegen

Ist eine Hecke zu groß geworden, lässt sie sich auch kräftig zurücksetzen – die Hainbuche treibt zuverlässig wieder aus. Achten Sie vor jedem Schnitt darauf, dass keine Vögel in der Hecke brüten.

Verwendung im Garten

Als Hecke zählt die Hainbuche zu den besten Gehölzen überhaupt. Ihr dichtes Laub bietet sehr guten Sicht- und Windschutz, und weil sie sich so gut schneiden lässt, passt eine Hainbuchenhecke auch in kleine Gärten. Als Einzelbaum braucht sie dagegen viel Platz und eignet sich vor allem für große Gärten, wo sie ihre markante Gestalt entfalten kann. Wer einen großen Laubbaum mit ausladender Krone sucht, findet im Bergahorn eine Alternative. Wie eine echte Buche mit malerischem Wuchs aussieht, zeigt die Hängebuche, und mit der Eberesche holen Sie ein weiteres heimisches Gehölz in den Garten.

Das Holz der Hainbuche ist sehr hart und hoch belastbar. Als Nutzholz wird es unter dem Namen Weißbuche gehandelt.