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Laubgehölz

Mandschurische Walnuss: besonders winterharter Nussbaum

Die Mandschurische Walnuss ist die frostfesteste Verwandte unserer Echten Walnuss. Mit ihren sehr langen, aromatisch duftenden Fiederblättern ist sie ein eleganter Einzelbaum für sonnige, geschützte Gärten.

Mandschurische Wallnuss

Die Mandschurische Walnuss erkennt man am besten an ihrem Laub: Die gefiederten Blätter werden länger als einen halben Meter und verströmen beim Zerreiben einen würzigen Duft. Im Garten wirkt der Baum leicht und elegant. Er ist deutlich frosthärter als die bekannte Echte Walnuss. Im Handel bekommt man ihn allerdings nur selten, und er kostet meist mehr. Deshalb sieht man ihn in Gärten bisher kaum.

Steckbrief

Botanischer NameJuglans mandshurica
HerkunftNordostasien
Wuchshöhe5 bis 10 m
BlütezeitFrühjahr, etwa zur Zeit des Laubaustriebs
Standortvolle Sonne, warm und geschützt
Bodensandiger, kalkhaltiger, humoser Lehm
Winterhärtesehr gut winterhart
VerwendungEinzelbaum, Haus- und Schattenbaum

Erkennungsmerkmale

Der Baum hat eine lockere, breite Krone. Auffällig sind die sehr großen, unpaarig gefiederten Blätter mit zahlreichen Fiederblättchen. Sie geben dem Baum ein fast tropisches Aussehen. Wie alle Walnüsse ist die Art einhäusig: An einem Baum wachsen männliche Blüten in hängenden Kätzchen und unscheinbare weibliche Blüten. Daraus entstehen Nüsse in einer grünen Fruchthülle. Sie sind kleiner als die der Echten Walnuss und haben eine harte Schale. Der Kern schmeckt aber angenehm nussig. Die Fruchthülle färbt die Haut beim Anfassen braun, deshalb tragen Sie bei der Ernte besser Handschuhe.

Standort und Boden

Obwohl die Mandschurische Walnuss Kälte gut verträgt, gedeiht sie am besten in voller Sonne und in einer warmen, geschützten Lage. Ideal ist ein sandiger, humoser Lehmboden mit Kalkgehalt. Er sollte tiefgründig und durchlässig sein, damit die Wurzeln sich gut ausbreiten können. Planen Sie genug Platz ein, denn der Baum braucht Raum für seine Krone und soll später nicht mehr umziehen müssen.

Pflanzen und Pflege

Pflanzen Sie im Frühjahr, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, und gehen Sie dabei sorgfältig vor. Nur junge, gut bewurzelte Bäume vertragen den Ortswechsel. Ältere Exemplare wachsen nach einem Umpflanzen schlecht oder gar nicht mehr an. Wählen Sie den Standort deshalb von Anfang an mit Bedacht.

  • Pflanzloch großzügig ausheben und den Boden darin lockern
  • in den ersten Jahren bei Trockenheit gießen
  • nicht schneiden, der Baum entwickelt seine Krone von selbst

Die Art wächst gemächlich und braucht danach kaum Pflege. Ein Baum kann mehrere hundert Jahre alt werden. Wer ihn pflanzt, tut also auch den nachfolgenden Generationen etwas Gutes.

Verwendung im Garten

Am besten kommt die Mandschurische Walnuss als einzeln stehender Baum zur Geltung. Dort spendet sie Schatten und zeigt ihre großen Blätter von allen Seiten. In rauen Lagen, in denen die Echte Walnuss unter Frost leidet, ist sie eine gute Alternative. Wer weitere stattliche Einzelbäume sucht, findet sie zum Beispiel bei der Rosskastanie oder dem Tulpenbaum.

Walnüsse spielen schon seit Jahrtausenden eine Rolle im Leben der Menschen. Nach der alten Signaturenlehre deutete man die Form einer Pflanze als Hinweis auf das Organ, das sie heilen sollte. Weil der Nusskern an ein Gehirn erinnert, setzte man Walnüsse gegen Leiden des Kopfes ein. Einem überlieferten Brauch nach sollte man die Nüsse vom Baum schlagen, damit die nächste Ernte gut ausfällt. Das ist reiner Aberglaube und schadet dem Baum eher. Besser sammeln Sie die reifen Nüsse einfach auf, wenn sie herabfallen.