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Japanische Zierkirsche: Blütenbaum aus Japan

Die Japanische Zierkirsche schmückt sich im späten Frühjahr über und über mit rosa oder weißen Blüten. Hier lesen Sie, welchen Platz, welchen Boden und welchen Schnitt der Blütenbaum braucht.

Japanische Zierkirsche

Wenn ein Baum im Frühjahr so dicht mit rosafarbenen Blüten besetzt ist, dass kaum noch ein Zweig zu sehen ist, steht oft eine Japanische Zierkirsche vor Ihnen. In ihrer Heimat ist die Kirschblüte ein Sinnbild für Schönheit und Zuneigung, und Japan wird nicht ohne Grund das „Land der Kirschblüten“ genannt. Typisch für die meisten Gartenformen sind gefüllte oder halbgefüllte Blüten und eine nach oben trichterförmig ausladende Krone.

Steckbrief

Botanischer NamePrunus serrulata
HerkunftOstasien, vor allem Japan
Wuchshöhebis etwa 12 m, je nach Sorte deutlich niedriger
Wuchsstarkwüchsig, Krone meist trichterförmig; Sorten auch säulenförmig oder hängend
Blütezeitspätes Frühjahr
Standortvolle Sonne, offen und windgeschützt
Bodennährstoffreich, humos und kalkhaltig
Winterhärtein Mitteleuropa winterhart
VerwendungSolitärbaum, Hausbaum, Blütenstrauch

Erkennungsmerkmale

Japanische Zierkirschen wachsen als ein- oder mehrstämmige Bäume, manche auch als kräftige Sträucher. Das Laub ist eiförmig zugespitzt und am Rand fein gesägt, worauf auch der botanische Artname serrulata hinweist. Die Blüten erscheinen in üppiger Fülle, oft zeitgleich mit dem Austrieb der Blätter. Einen Duft verströmen die meisten Sorten nicht. Früchte bilden die stark gefüllten Gartenformen kaum.

Das Sortenangebot ist außergewöhnlich groß. Drei bekannte Beispiele:

  • 'Kanzan': weit verbreitete Sorte mit gefüllten, kräftig rosa Blüten und trichterförmiger Krone.
  • 'Amanogawa': wächst straff aufrecht mit schmaler Säulenkrone; die einfachen bis halbgefüllten Blüten sind hellrosa und duften im Gegensatz zu vielen anderen Sorten.
  • 'Shidare Sakura': Hängeform mit überhängenden Zweigen und rosa Blüten.

Standort und Boden

Am besten blüht die Zierkirsche an einem vollsonnigen, offenen Platz, der vor kalten Winden geschützt ist. Der Boden sollte tiefgründig, gut mit Humus versorgt und kalkhaltig sein, nur so wächst der Baum gesund und kräftig. Staunässe verträgt er schlecht. Für sehr kleine Gärten ist die Zierkirsche nur bedingt geeignet: Die ausladende Krone braucht mit den Jahren viel Raum. Wenn Sie wenig Platz haben, ist eine schmale Säulenform wie 'Amanogawa' die bessere Wahl.

Pflanzen und Pflege

Setzen Sie den Baum so, dass sich die Krone nach allen Seiten frei entfalten kann. Kirschen wurzeln eher flach, deshalb sollten Sie die Baumscheibe nicht tief umgraben und Unterpflanzungen nur zurückhaltend setzen. In den ersten Jahren nach der Pflanzung braucht der Baum bei Trockenheit regelmäßig Wasser.

Beim Schnitt ist Zurückhaltung gefragt. Bei Hochstämmen genügt ein leichter Formschnitt, um die Krone aufzubauen. Sträucher werden im Winter ausgelichtet. Im Frühjahr sollten Sie auf keinen Fall schneiden, sonst entfernen Sie die bereits angelegten Blüten.

Verwendung im Garten

Ihre größte Wirkung entfaltet die Japanische Zierkirsche als frei stehender Solitär im Rasen oder als Hausbaum, an dem man im Frühling nicht vorbeikommt. Die Hängeform passt gut an Teiche oder in Gartenbereiche im fernöstlichen Stil. Wer hängende Kronen mag, findet in der Hängebuche und der Trauerbirke ganzjährig belaubte Gegenstücke. Für große Grundstücke mit Platz für einen mächtigen Blütenbaum lohnt ein Blick auf die Rosskastanie.