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Laubgehölz

Rosskastanie: majestätischer Parkbaum mit Blütenkerzen

Die Rosskastanie fällt im Frühjahr durch ihre aufrechten, kerzenartigen Blütenstände auf und im Herbst durch gelbrotes Laub und glänzende Samen. Sie braucht viel Platz, tiefgründigen Boden und einen Standort mit Abstand zu Gebäuden.

Roßkastanie

Die Rosskastanie, in älterer Schreibweise Roßkastanie, erkennen Sie leicht. Im Frühjahr trägt sie aufrecht stehende, kerzenförmige Blütenstände. Ihre Blätter sind groß und handförmig geteilt. Im Herbst hängen stachelige grüne Fruchtkapseln an den Zweigen, in denen glänzend braune Samen stecken. Ein alter, frei stehender Baum in voller Blüte prägt ganze Plätze und Parks.

Steckbrief

Botanischer NameAesculus hippocastanum
HerkunftSüdosteuropa (Balkan)
Wuchshöhe15 bis 25 m
BlütezeitMai bis Juni
StandortSonne bis Halbschatten, Einzelstand
Bodentiefgründig, frisch, lehmig
Winterhärtegut winterhart
GiftigkeitSamen, Fruchtschalen, Rinde und Blätter gelten als giftig
VerwendungEinzelstellung, Gruppen, Parkanlagen, Hof- und Wirtsgartenbaum, Dorfanger

Erkennungsmerkmale

Die Blütenstände bestehen aus vielen kleinen, cremeweißen Einzelblüten mit auffälligen Flecken. Diese Saftmale sind zunächst gelb und färben sich später rötlich. Aus der Nähe betrachtet wirken die einzelnen Blüten ähnlich fein gebaut wie Orchideen. Die Blüte setzt ein, während sich das Laub noch entfaltet.

Die Blätter sind fünf- bis siebenzählig gefingert und stehen wie die Knospen gegenständig. Im Herbst färben sie sich gelb bis rostrot. Auch im Winter ist der Baum gut zu bestimmen: Die kräftigen Triebe sind hell rosabraun und tragen große, braune, deutlich klebrige Endknospen. Die Früchte sind stachelige Kapseln, die meist einen mahagonibraunen, glänzenden Samen enthalten. Kinder sammeln sie gern zum Basteln.

Standort und Boden

Am besten gedeiht die Rosskastanie in der Sonne oder im lichten Halbschatten. Wichtig ist ein tiefgründiger Lehmboden, der Feuchtigkeit gut hält. Der Baum reagiert sehr empfindlich auf verdichteten Boden. Befahren, Pflastern oder dauerhaftes Betreten des Wurzelbereichs schwächt ihn auf Dauer. Planen Sie deshalb eine großzügige, offene Baumscheibe ein.

Die Äste brechen leicht. Deshalb gehört die Rosskastanie nicht in die Nähe von Gebäuden, Stellplätzen oder viel genutzten Sitzplätzen. Sie ist ein Baum für den Einzelstand mit viel Raum nach allen Seiten.

Pflanzen und Pflege

Junge Bäume sollten Sie in den ersten Jahren bei Trockenheit durchdringend wässern, bis sie gut eingewurzelt sind. Später braucht die Rosskastanie wenig Pflege, solange Boden und Standort passen. Schneiden Sie nur, wenn es nötig ist: Entfernen Sie totes oder beschädigtes Holz und lassen Sie Bäume in der Nähe von Wegen regelmäßig auf ihre Bruchsicherheit prüfen.

Häufig verfärbt sich das Laub schon im Sommer braun. Ursache ist meist die Rosskastanien-Miniermotte, deren Larven im Blattinneren fressen. Wenn Sie das Falllaub im Herbst gründlich aufsammeln und entsorgen, verringern Sie den Befall im Folgejahr.

Bitte beachten Sie: Die Samen sind nicht essbar und sollten von Kleinkindern und Haustieren ferngehalten werden.

Verwendung im Garten

Die Rosskastanie ist ein Baum für große Flächen. Sie passt in Parkanlagen, auf Dorfanger und Höfe oder als schattenspendender Baum im Wirtsgarten. Als Solitär oder in lockeren Gruppen kommt ihre breite, majestätische Krone am besten zur Geltung. Für kleinere Gärten sind andere Laubgehölze besser geeignet. Wer einen kräftigen heimischen Hausbaum sucht, findet ihn im Bergahorn. Ein auffälliger Blütenbaum ist der Tulpenbaum, und die Hainbuche eignet sich gut für schnittverträgliche Pflanzungen.