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Pflanzen bestimmen und richtig pflegen

Halbhohe Sommerblumen

Studentenblume: farbenfrohe Dauerblüherin bis zum Frost

Die Studentenblume (Tagetes) blüht vom Frühsommer bis zum ersten Frost in leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen. Hier lesen Sie, wie Sie die einjährige Sommerblume vorziehen, pflanzen und pflegen.

Studentenblume

Die Studentenblume gehört zu den bekanntesten Sommerblumen in deutschen Gärten. Sie erkennen sie an den buschigen, dicht verzweigten Pflanzen mit frischgrünen, fein gefiederten Blättern und an den zahlreichen Blüten in Gelb, Orange, Rotbraun oder in zweifarbigen Mustern. Wenn Sie ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben, merken Sie den typischen würzigen Duft. Bei modernen Sorten ist er deutlich milder als bei älteren Formen.

Steckbrief

Botanischer NameTagetes-Hybriden (Tagetes patula, Tagetes erecta und Kreuzungen)
FamilieKorbblütler (Asteraceae)
HerkunftMexiko und Mittelamerika
Wuchshöhe40 bis 80 cm (halbhohe Formen)
BlütezeitJuni bis zum ersten Frost
Standortsonnig
Bodendurchlässig, nicht zu schwer
Winterhärtenicht winterhart, einjährig kultiviert
GiftigkeitDer Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen.
VerwendungBeete, Rabatten, Balkonkästen, Gemüsegarten

Erkennungsmerkmale

Die halbhohen Tagetes bilden gleichmäßige, kompakte Büsche, die sich von unten an reich verzweigen. Die Blätter sind fiedrig gelappt und frischgrün. Sie bilden einen ruhigen Hintergrund für die Blüten. Je nach Sorte sind die Blütenköpfe einfach, halb gefüllt oder dicht gefüllt. Weil Tagetes schon sehr lange gezüchtet werden, gibt es eine große und ständig wachsende Auswahl an Formen und Farben. Für fast jede Pflanzidee finden Sie eine passende Sorte.

Standort und Boden

Studentenblumen brauchen einen sonnigen, hellen Platz. Im Schatten bilden sie deutlich weniger Blüten. Am besten wachsen sie auf durchlässigen, nicht zu schweren Böden. Verdichteten Lehm sollten Sie vor dem Pflanzen mit Sand oder Kompost auflockern. Wichtig ist der Schutz vor Kälte: Die Pflanzen sind sehr frostempfindlich und werden schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt geschädigt.

Pflanzen und Pflege

Die Anzucht ist einfach. So gehen Sie vor:

  • Aussaat: im April in Saatkästen auf einer hellen Fensterbank.
  • Auspflanzen: etwa sechs bis sieben Wochen nach der Aussaat, sobald kein Frost mehr droht. In kühleren Lagen ist das erst um Mitte Juni der Fall.
  • Pflanzabstand: rund 30 cm, damit sich die Büsche gut entwickeln.
  • Gießen: reichlich, vor allem an heißen, trockenen Tagen.
  • Düngen: eine Gabe im Juli reicht aus.

Wenn Sie keine Pflanzen selbst vorziehen möchten, finden Sie zur Pflanzzeit fertige Jungpflanzen im Handel. Schneiden Sie Verblühtes regelmäßig aus, dann blüht die Pflanze bis zum Frost weiter. Junge Pflanzen werden gern von Schnecken gefressen und brauchen deshalb in den ersten Wochen etwas Aufmerksamkeit.

Verwendung im Garten

Mit ihrer Höhe von 40 bis 80 cm eignen sich halbhohe Tagetes gut für die Mitte von Sommerbeeten und Rabatten. In größeren Kübeln und Balkonkästen machen sie ebenfalls eine gute Figur. Kräftige Farbflächen entstehen, wenn Sie sie mit anderen sonnenliebenden Einjährigen kombinieren, etwa mit der Ringelblume oder der Sommeraster. Zusammen mit der Petunie schmücken sie Beetränder und Gefäße. Im Gemüsegarten werden Studentenblumen gern zwischen die Kulturen gesetzt. Sie bringen dort Farbe ins Beet, und manche Arten sollen bodenbürtige Fadenwürmer zurückdrängen.