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Halbhohe Sommerblumen

Gauklerblume: gefleckte Sommerblume für feuchte Plätze

Die Gauklerblume, auch Affenblume genannt, trägt gelborange Blüten mit auffälligem dunklem Muster. Die niedrige Sommerblume mag feuchten, humosen Boden und leichten Halbschatten und eignet sich für Beet, Balkonkasten und Blumenfenster.

Gauklerblume Affenblume

Die Gauklerblume, oft auch Affenblume genannt, erkennen Sie an ihren glockenförmigen, gelborangen Blüten mit kräftigen dunklen Flecken. Sie sitzen an Stielen in den Blattachsen einer weichen, krautigen Pflanze mit frischgrünem Laub. In Gärten ist die Sommerblume noch eher selten zu sehen, obwohl großblumige Hybriden im Handel sind.

Steckbrief

Botanischer NameMimulus-Hybriden (heute teils der Gattung Erythranthe zugeordnet)
HerkunftDie Elternarten stammen aus Nord- und Südamerika
Wuchshöhe20–25 cm
BlütezeitFrühsommer bis Spätsommer
StandortSonnig bis leicht halbschattig
BodenHumos und gleichmäßig feucht
WinterhärteNicht winterhart, wird einjährig gezogen
VerwendungBeet, Balkonkasten, Topf, Blumenfenster

Erkennungsmerkmale

Die Blüten der Gauklerblume haben eine glockenähnliche, leicht zweilippige Form. Auf gelborangem Grund liegt ein dunkles Muster aus Flecken und Tupfen, und jede Blüte ist etwas anders gezeichnet. Daher kommt auch der Name: Die Blüten erinnern manche an ein Gauklergesicht oder an eine kleine Affenschnauze. Die Pflanze selbst wächst weich und krautig, die Blätter sind frischgrün und stehen gegenständig an den Trieben. Mit 20 bis 25 Zentimetern bleibt sie niedrig und kompakt.

Standort und Boden

Die Gauklerblume braucht vor allem Feuchtigkeit. Ein humoser Boden, der nicht austrocknet, ist für eine reiche Blüte wichtiger als volle Sonne. Sonnige Plätze verträgt sie, sofern Sie regelmäßig gießen. Am wohlsten fühlt sie sich aber im leichten Halbschatten, wo Erde und Pflanze in der Mittagshitze nicht zu stark austrocknen. Damit füllt sie Stellen im Garten, an denen viele andere sonnenhungrige Sommerblumen schwächeln.

Aussaat und Pflege

Die Anzucht erfordert etwas Sorgfalt, weil die Samen sehr fein sind. So gehen Sie vor:

  • Mischen Sie das Saatgut mit feinem Sand, damit es sich gleichmäßig verteilt.
  • Säen Sie im März unter Glas aus, in Töpfe oder einen Frühbeetkasten.
  • Decken Sie die Samen nicht mit Erde ab, denn sie keimen bei Licht. Drücken Sie sie nur leicht an und legen Sie eine Glasplatte auf, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt.
  • Achten Sie darauf, dass die Jungpflanzen kräftige Wurzeln bilden, bevor sie ins Freie kommen.

Sie können auch im Spätsommer aussäen. Die Sämlinge überwintern dann in Tontöpfen an einem hellen, frostfreien Platz und blühen im folgenden Jahr früher. Im Sommer sollten Sie gleichmäßig gießen, Staunässe schadet aber auch der Gauklerblume. Lässt die Blüte nach, regt ein Rückschnitt der verblühten Triebe die Pflanze oft zu einem zweiten Flor an.

Verwendung im Garten

Die Gauklerblume blüht reich und lässt sich vielseitig einsetzen. Im Beet passt sie an den Rand halbschattiger, feuchter Bereiche, etwa in die Nähe eines Teichs. Im Balkonkasten bildet sie mit ihren gemusterten Blüten einen Blickfang, ähnlich wie die Petunie an sonnigeren Plätzen. Als Topfpflanze eignet sie sich auch für helle Blumenfenster. Wer gezeichnete Blüten mag, kann sie mit der Trompetenzunge kombinieren, die ebenfalls aus Südamerika stammt. Ein zartes Gegenstück im Sommerbeet ist die Jungfer im Grünen.