Ringelblume: robuste Sommerblume in Gelb und Orange
Die Ringelblume ist eine anspruchslose einjährige Sommerblume mit leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten. Sie blüht vom Hochsommer bis in den Herbst, gedeiht in jedem Gartenboden und eignet sich gut für die Vase.
Die Ringelblume erkennen Sie an ihren körbchenförmigen Blüten in warmen Farbtönen von Schwefelgelb über Goldgelb bis zu kräftigem Orange. Die Pflanze wächst buschig und stark verzweigt. Ihre frischgrünen Blätter riechen würzig, wenn Sie sie berühren. In Gärten wird die Ringelblume seit vielen Jahrhunderten gezogen, und auch heute gehört sie zu den verlässlichsten Sommerblumen für sonnige Beete.
Steckbrief
| Botanischer Name | Calendula officinalis |
|---|---|
| Familie | Korbblütler (Asteraceae) |
| Wuchshöhe | 30 bis 60 cm |
| Blütezeit | Juli bis Oktober |
| Standort | Sonnig |
| Boden | Jeder normale Gartenboden |
| Winterhärte | Einjährig, nicht winterhart |
| Giftigkeit | Gilt als ungiftig |
| Verwendung | Beet- und Gruppenpflanze, Füllpflanze im Staudenbeet, Schnittblume |
Erkennungsmerkmale
Die Ringelblume ist eine kräftige einjährige Pflanze mit aufrechtem, reich verzweigtem Wuchs. Die länglichen Blätter sind weich, frischgrün und verströmen einen angenehm würzigen Duft. Die Wildform aus Südeuropa trägt einfache Blüten. Moderne Gartensorten haben dagegen große, oft dicht gefüllte Blütenköpfe in vielen Farbabstufungen zwischen hellem Gelb und dunklem Orange. Ihren deutschen Namen hat die Pflanze von den gekrümmten, fast ringförmig eingerollten Samen, die nach der Blüte entstehen.
Standort und Boden
Die Ringelblume braucht einen sonnigen Platz. Beim Boden ist sie dagegen sehr genügsam und gedeiht in praktisch jedem Gartenboden. Sie lässt sich deshalb fast überall im Garten unterbringen, vom Gemüsebeet bis zur Rabatte. In ihrer südeuropäischen Heimat wächst die ursprüngliche Form wild und gilt dort sogar als Unkraut. Auch in unseren Gärten breitet sie sich gern von selbst aus, weil sie sich leicht selbst aussät.
Aussaat und Pflege
Säen Sie die Ringelblume von April bis Juni direkt an Ort und Stelle aus. Die Samen sind groß und leicht zu handhaben. Wenn die Sämlinge zu dicht stehen, vereinzeln Sie sie auf einen Abstand von 20 bis 25 cm. So hat jede Pflanze genug Platz, um sich buschig zu verzweigen.
Die Pflege ist einfach. Schneiden Sie verwelkte Blüten regelmäßig ab. Dann bildet die Pflanze laufend neue Knospen und blüht bis in den Herbst hinein. Lassen Sie im Spätsommer einige Blüten stehen, säen sich die Pflanzen für das nächste Jahr selbst aus. Nach den ersten Frösten stirbt die Ringelblume ab, und Sie können sie auf den Kompost geben.
Verwendung im Garten
Am schönsten wirkt die Ringelblume in größeren Gruppen auf dem Beet. Niedrige Sorten eignen sich gut als Füllpflanzen, um Lücken in lockeren Staudenbeeten zu schließen. Gut passt sie zu anderen Sommerblumen in warmen Farben, etwa zur Studentenblume. Einen kühleren Kontrast bilden blau blühende Arten wie die Jungfer im Grünen.
Die neueren Sorten mit großen, gefüllten Blüten sind sehr gute Schnittblumen. Schneiden Sie die Stiele am besten, wenn die Blüten gerade aufgegangen sind. Für einen Sommerstrauß lässt sich die Ringelblume gut mit der Sommeraster kombinieren, die zur gleichen Zeit blüht.


