Spaltblume: orchideenähnliche Sommerblume für geschützte Plätze
Die Spaltblume bildet über fein gefiedertem Laub eine Fülle orchideenähnlicher Blüten in sanften Farben. Sie braucht einen geschützten, nicht zu heißen Platz und gedeiht im Beet, im Kübel und sogar als Zimmerpflanze.
Die Spaltblume fällt durch ihre zahlreichen, zierlich geformten Blüten auf, die an kleine Orchideen erinnern. Ihr Name kommt von den tief eingeschnittenen Kronblättern, die jeder Blüte ein fein gegliedertes Aussehen geben. Die Pflanzen wachsen aufrecht und regelmäßig verzweigt, sodass sie wie kleine Pyramiden wirken. Zur vollen Pracht kommt die einjährige Sommerblume allerdings nur an einem geschützten Platz.
Steckbrief
| Botanischer Name | Schizanthus (Gattung der Nachtschattengewächse) |
|---|---|
| Herkunft | Chile |
| Wuchshöhe | 30 bis 80 cm, je nach Sorte |
| Blütezeit | ab Juli nach Vorkultur, ab August nach Direktsaat |
| Standort | sonnig, aber nicht zu heiß, geschützt |
| Boden | nährstoffreich, sandig, leicht kalkhaltig |
| Winterhärte | nicht winterhart, wird einjährig kultiviert |
| Verwendung | Sommerblumenbeet, Schalen, Töpfe, Zimmerpflanze |
Erkennungsmerkmale
Typisch für die Spaltblume ist der aufrechte, pyramidenförmige Wuchs mit gleichmäßig verteilten Seitentrieben. Das Laub ist fein gefiedert und wirkt leicht und luftig. Darüber erscheinen die Blüten in großer Zahl. Sie sind zweilippig aufgebaut und tief eingeschnitten, was ihnen die orchideenartige Form verleiht. Das Farbspektrum der zahlreichen Sorten reicht in sanften Tönen von Weiß über Rosa bis zu Purpurblau.
Standort und Boden
Die Spaltblume ist außergewöhnlich schön, im Wuchs aber etwas empfindlich. Wählen Sie deshalb einen geschützten Platz, an dem Wind und Starkregen den Pflanzen wenig anhaben können. Sie liebt Sonne, verträgt aber keine Hitze: Lagen vor stark aufgeheizten Mauern oder auf Südbalkonen mit praller Mittagssonne sind weniger geeignet. Der Boden sollte nährstoffreich, sandig und etwas kalkhaltig sein.
Pflanzen und Pflege
Für eine frühe Blüte säen Sie im März oder April unter Glas aus. Die in Töpfen herangezogenen Jungpflanzen werden gut abgehärtet, bevor sie ins Freie kommen. So vorbereitet blühen sie bereits ab Juli. Alternativ können Sie im Mai oder Juni direkt an Ort und Stelle säen, müssen dann aber bis August auf die ersten Blüten warten.
- Pflanzabstand: 25 bis 30 cm
- Düngen: häufig mit Flüssigdünger in schwacher Konzentration gießen
- Stützen: hohe Sorten bei Bedarf an Stäben anbinden
Die regelmäßige, aber sparsam dosierte Düngung fördert eine lange und reiche Blüte, ohne die Triebe weich und anfällig zu machen.
Verwendung im Garten und im Haus
Im Sommerblumenbeet setzt die Spaltblume zarte Farbakzente, besonders in Gesellschaft anderer Arten aus ihrer Heimat oder Familie wie der Trompetenzunge oder der Petunie. In Schalen und Töpfen lässt sie sich gezielt an geschützte Plätze stellen, etwa auf eine überdachte Terrasse.
Auch ohne Garten müssen Sie auf diese Pflanze nicht verzichten, denn sie lässt sich gut als Zimmerpflanze für helle, kühle Räume ziehen. Dafür säen Sie im August oder September aus, pikieren die Sämlinge in Töpfe mit etwa 10 bis 12 cm Durchmesser und halten sie über den Winter möglichst kühl. Die Pflanzen blühen dann im folgenden Frühjahr. Wer feuchtere Plätze mit ähnlich auffälligen Blüten bepflanzen möchte, findet in der Gauklerblume eine passende Ergänzung.


