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Kletterpflanzen

Kletterhortensie: blühender Kletterer für den Halbschatten

Die Kletterhortensie klettert mit Haftwurzeln an Mauern und Bäumen hoch und trägt ab Juni große weiße Blütenschirme. Sie wächst gern im Halbschatten auf feuchtem, kalkarmem Boden.

Kletterhortensie

Die Kletterhortensie erkennen Sie im Frühsommer an ihren flachen, weißen Blütenschirmen. Sie stehen zahlreich an Mauern, Baumstämmen oder Felsen. In der Mitte jedes Schirms sitzen viele kleine, unscheinbare Blüten. Darum liegt ein Kranz aus deutlich größeren Schaublüten. Anders als die meisten Kletterpflanzen braucht diese Hortensie kein Rankgerüst: Sie hält sich mit eigenen Haftwurzeln an der Unterlage fest.

Steckbrief

Botanischer NameHydrangea anomala subsp. petiolaris (auch Hydrangea petiolaris)
HerkunftOstasien, unter anderem Japan
Wuchshöhebei uns meist 3 bis 5 m
Blütezeitab Juni, lang anhaltend
Standorthell bis halbschattig, keine pralle Sonne
Bodenhumusreich, feucht, kalkarm, leicht sauer
Winterhärtewinterhart, laubabwerfend
Giftigkeitwie andere Hortensien leicht giftig
VerwendungKletterpflanze für Mauern, Bäume und Felsen, auch als Bodendecker
VermehrungStecklinge, am besten von Trieben, die schon Wurzeln bilden

Erkennungsmerkmale

Die Blütenschirme werden 15 bis 25 cm breit und erscheinen in großer Zahl. Nur die kleinen Blüten in der Mitte sind fruchtbar. Die großen Randblüten sind steril und dienen nur dazu, Insekten anzulocken. Sie sind weiß und haben manchmal einen leicht bläulichen Schimmer. Die Blütezeit beginnt im Juni und dauert ungewöhnlich lange. Im Herbst färbt sich das Laub meist gelb und fällt dann ab.

In ihrer Heimat Japan klettert die Pflanze bis zu 25 m hoch an Bäumen empor. In mitteleuropäischen Gärten bleibt sie deutlich kleiner und wird kaum höher als 5 m.

Standort und Boden

Die Kletterhortensie mag es hell bis halbschattig. Starke Sonne verträgt sie schlecht. Heiße, trockene Südwände sind deshalb ungeeignet. Ost- und Westseiten sowie Nordwände sind besser, ebenso schattige Plätze unter Bäumen.

Wie alle Hortensien braucht sie humusreiche, kalkarme Erde mit leicht saurer Reaktion. Außerdem braucht sie gleichmäßig viel Feuchtigkeit. Ist der Boden kalkhaltig oder trocknet er schnell aus, wächst die Pflanze schlecht.

Pflanzen und Pflege

  • Verbessern Sie das Pflanzloch mit reichlich Humus, zum Beispiel mit Laubkompost.
  • Gießen Sie in Trockenzeiten durchdringend. Eine Mulchschicht hält den Boden länger feucht.
  • Junge Pflanzen wachsen in den ersten Jahren oft langsam. Mit der Zeit legen sie deutlich zu.
  • Ein Schnitt ist normalerweise nicht nötig. Zu lange oder störende Triebe können Sie nach der Blüte entfernen.

Die Haftwurzeln halten sehr fest. Die Kletterhortensie eignet sich deshalb für Flächen, an denen sie dauerhaft bleiben darf. Zur Vermehrung schneiden Sie Stecklinge, am besten von Zweigen, die schon Wurzeln gebildet haben.

Verwendung im Garten

Die Kletterhortensie begrünt Mauern, Felsen und alte Baumstämme ohne Rankhilfe. Findet sie keinen Halt, kriecht sie über den Boden. Sie lässt sich also auch als blühender Bodendecker auf schattigen Flächen verwenden. Für ähnliche Lagen eignet sich der immergrüne Efeu, der ebenfalls mit Haftwurzeln klettert. An Hauswänden kommt auch die Dreispitz-Jungfernrebe infrage. Wenn Sie zusätzlich duftende Blüten möchten, ergänzt das Geißblatt die Kletterhortensie gut an einem Gerüst in der Nähe.