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Italienische Waldrebe: robuste Clematis mit Sommerblüte

Die Italienische Waldrebe (Clematis viticella) ist eine winterharte Wildart der Clematis. Sie blüht von Juli bis in den Herbst purpurrosa bis weinrot und kommt sogar mit etwas Schatten zurecht.

Italienische Waldrebe

Die Italienische Waldrebe ist eine Wildart der Clematis. Ihre purpurrosa bis weinroten Blüten zeigen sich vom Hochsommer bis weit in den Herbst. Für eine Wildart sind die Blüten recht groß, sie bleiben aber kleiner als die der bekannten großblumigen Clematis-Hybriden. Die Pflanze wächst kräftig, blüht reich und hält dabei ohne Weiteres unsere Winter aus. Deshalb lässt sie sich fast überall pflanzen.

Steckbrief

Botanischer NameClematis viticella
FamilieHahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
HerkunftSüdeuropa, Kleinasien
Wuchshöhebis 4 m
BlütezeitJuli bis Herbst
Blütenfarbepurpurrosa bis weinrot
Standortsonnig bis halbschattig, auch im Schatten (dort weniger Blüten)
Bodennährstoffreich, locker und luftig; gern ein Gemisch aus Sand und Lehm
Winterhärtewinterhart
Giftigkeitwie alle Waldreben in allen Pflanzenteilen giftig
VerwendungBegrünung von Wänden, Zäunen, Pergolen und Rankgittern

Erkennungsmerkmale

Die Italienische Waldrebe klettert mit ihren Blattstielen. Diese winden sich um Drähte, Gitterstäbe oder dünne Zweige und halten so die Triebe fest. Ab Juli erscheinen an den Triebspitzen zahlreiche Blüten. Ihr Farbspektrum reicht von Purpurrosa bis Weinrot. Weil die Blüten etwas kleiner sind als bei den Hybriden, wirkt die Pflanze leichter und natürlicher als die großblumigen Gartenclematis.

Eine bekannte Auslese ist die Sorte ‚Kermesiana‘. Sie hat karminrote Blüten, die ebenfalls kleiner bleiben als die der Hybriden. Wer eine zierliche Waldrebe mit weißen Blüten sucht, findet sie in der Clematis ‚Huldine‘.

Standort und Boden

Am reichsten blüht die Italienische Waldrebe in der Sonne oder im Halbschatten. Sie gedeiht aber auch an schattigen Plätzen noch gut und setzt dort nur etwas weniger Blüten an. Damit eignet sie sich auch für Gartenecken, in denen viele andere Blütenkletterer versagen. Für sehr schattige Wände kommen zusätzlich Efeu oder die Kletterhortensie infrage.

Der Boden sollte gut mit Nährstoffen versorgt und vor allem locker und luftig sein. Lehmige Gartenerde verträgt die Pflanze gut, ideal ist ein nährstoffreiches Gemisch aus Sand und Lehm. Verdichtete Böden, in denen sich Nässe staut, sollten Sie vor dem Pflanzen gründlich lockern.

Pflanzen und Pflege

Wie die meisten Clematis möchte auch diese Art „den Kopf in der Sonne und den Fuß im Schatten“. Beim Pflanzen sind deshalb einige Punkte wichtig:

  • Setzen Sie die Pflanze nicht direkt an die Mauer, sondern mit etwas Abstand. Unmittelbar am Mauerfuß ist der Boden oft trocken und nährstoffarm.
  • Pflanzen Sie tief, also etwas tiefer, als die Pflanze zuvor im Topf stand.
  • Schützen Sie die junge Pflanze nach dem Pflanzen vor Wind und praller Sonne, besonders in Bodennähe. Der Wurzelhals sollte beschattet sein, etwa durch niedrige Stauden oder eine Mulchschicht.

Im Winter hilft eine Bodenbedeckung, zum Beispiel aus Laub oder Rindenmulch. Lassen Sie diese bis nach dem Austrieb liegen. Da die Italienische Waldrebe am diesjährigen Holz blüht, können Sie sie im zeitigen Frühjahr kräftig zurückschneiden. Das fördert einen dichten Neuaustrieb und eine reiche Blüte. Die Art gilt zudem als wenig anfällig für die gefürchtete Clematiswelke.

Verwendung im Garten

Am häufigsten wird die Italienische Waldrebe zur Begrünung von Hauswänden gepflanzt. Dort braucht sie ein Rankgitter oder gespannte Drähte, weil sie sich nicht selbst an der Mauer festhalten kann. Ebenso gut berankt sie Zäune, Pergolen, Obelisken und Rosenbögen. Sie lässt sich auch durch Sträucher oder Kletterrosen ziehen und verlängert so deren Blütezeit bis in den Herbst. Da alle Pflanzenteile giftig sind, sollten Sie Kinder und Haustiere im Blick behalten.