Hopfen: schnellwüchsige Kletterpflanze für Zaun und Laube
Hopfen ist eine mehrjährige, winterharte Schlingpflanze. Jedes Frühjahr treibt er neu aus und begrünt innerhalb eines Sommers Lauben, Zäune und Spaliere bis in etwa fünf Meter Höhe. Die weiblichen Pflanzen tragen die bekannten Hopfendolden.
Hopfen erkennen Sie an seinen rauen, windenden Trieben, die sich im Frühjahr aus dem Boden schieben und in einem einzigen Sommer mehrere Meter lang werden. Die großen, herzförmigen und meist drei- bis fünflappigen Blätter sowie die hellgrünen, zapfenartigen Dolden der weiblichen Pflanzen machen ihn unverwechselbar. Im Herbst stirbt alles Oberirdische ab, der Wurzelstock überdauert im Boden und treibt im nächsten Jahr zuverlässig wieder aus.
Steckbrief
| Botanischer Name | Humulus lupulus |
|---|---|
| Familie | Hanfgewächse (Cannabaceae) |
| Wuchshöhe | bis etwa 5 m |
| Blütezeit | Sommer, etwa Juli bis August |
| Standort | sonnig bis halbschattig, windgeschützt |
| Boden | tiefgründig, humos und nährstoffreich, gern kalkhaltig |
| Winterhärte | winterhart, zieht im Winter oberirdisch ein |
| Verwendung | Begrünung von Lauben, Zäunen, Spalieren und alten Baumstämmen |
Erkennungsmerkmale
Hopfen ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Er klettert nicht mit Haftwurzeln oder Ranken, sondern als Schlingpflanze: Seine Triebe winden sich um Stützen und halten sich zusätzlich mit kleinen Klimmhaaren fest. Diese Häkchen fühlen sich rau an und können empfindliche Haut reizen, deshalb tragen Sie beim Arbeiten an der Pflanze am besten Handschuhe. Das Wachstum ist beeindruckend: An warmen Tagen legen die jungen Triebe innerhalb von 24 Stunden etliche Zentimeter zu.
Die Pflanze ist zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Exemplare. Gärtnerisch und für das Bierbrauen interessant sind die weiblichen Blütenstände. Zwischen ihren dachziegelartig angeordneten Schuppen sitzt das gelbliche, harzige Lupulin. Seine Bitter- und Aromastoffe geben dem Bier Würze und Geschmack und machen es außerdem länger haltbar.
Standort und Boden
Hopfen gedeiht in voller Sonne ebenso wie im Halbschatten. Wichtig ist ein windgeschützter Platz, denn die langen, weichen Triebe können bei starkem Wind abknicken. Mit dem Boden ist er nicht wählerisch, am kräftigsten wächst er aber auf tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Böden mit hohem Kalkgehalt. Weil er in kurzer Zeit viel Blattmasse bildet, braucht er reichlich Wasser. Bei Trockenheit sollten Sie deshalb durchdringend gießen.
Pflanzen und Pflege
Sorgen Sie von Anfang an für eine stabile Kletterhilfe mit senkrechten Drähten, Schnüren oder Stäben, um die sich die Triebe winden können. Ein Volldünger von 30 bis 40 g pro Quadratmeter reicht für die Saison. Verteilen Sie ihn auf mehrere Gaben im Frühjahr und Frühsommer. Sind die Triebe im Herbst oder spätestens im zeitigen Frühjahr abgestorben, schneiden Sie sie bodennah ab.
- Vermehrung: am einfachsten durch Abtrennen der Ausläufer des Wurzelstocks, alternativ durch Aussaat
- Schädlinge: vor allem Blattläuse, die sich gern an den jungen Triebspitzen sammeln
- Ausbreitung: der ausläuferbildende Wurzelstock kann sich mit den Jahren deutlich ausdehnen
Verwendung im Garten
Hopfen eignet sich gut als Sichtschutz für den Sommer. Er bekleidet Lauben, Pergolen, Zäune, Spaliere oder alte Baumstämme in kurzer Zeit mit dichtem Grün. Da er im Winter einzieht, ist die Fläche dann frei. Wenn Sie ganzjährig Grün möchten, kombinieren Sie ihn mit immergrünem Efeu. Für duftende Blüten bietet sich das Geißblatt an. Große Hauswände begrünt dagegen die selbstklimmende Dreispitz-Jungfernrebe ohne Gerüst.


