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Kletterpflanzen

Dreispitz-Jungfernrebe: Selbstklimmer mit Herbstrot

Die Dreispitz-Jungfernrebe klettert mit Haftscheiben ohne Rankhilfe an Mauern hoch und färbt sich im Herbst leuchtend rot. Sie ist anspruchslos, robust und verträgt auch das Stadtklima.

Dreispitz-Jungfernrebe

Die Dreispitz-Jungfernrebe erkennen Sie an ihren großen, oft dreispitzig gelappten Blättern und an ihrem Farbwechsel im Lauf des Jahres: Beim Austrieb sind die Blätter bronzefarben, im Sommer grün und im Herbst leuchtend rot. Als Selbstklimmer hält sie sich mit kleinen Haftpolstern an Mauern fest und begrünt so ganz ohne Rankgerüst große Wandflächen.

Steckbrief

Botanischer NameParthenocissus tricuspidata
FamilieWeinrebengewächse (Vitaceae)
HerkunftOstasien
Wuchshöhe8 bis 10 m
BlütezeitJuni bis Juli, Blüten unscheinbar
Standortsonnig bis halbschattig
Bodennahezu alle Böden, am besten normale Gartenerde; kalkverträglich
Winterhärtewinterhart; friert in sehr strengen Wintern gelegentlich zurück
GiftigkeitBeeren gelten als schwach giftig und sind nicht zum Verzehr geeignet
VerwendungFassaden-, Mauer- und Wandbegrünung, auch in der Stadt

Erkennungsmerkmale

Ihren Namen hat die Pflanze von den großen, dreispitzigen Blättern. Ganz einheitlich sind diese aber nicht: Je nach Sorte und Alter des Triebs reicht die Blattform von deutlich gelappt bis einfach eiförmig. Besonders auffällig ist die Färbung. Etwa drei Wochen vor dem Laubfall verfärben sich die Blätter kräftig rot und machen die Jungfernrebe zu einem der schönsten Herbstfärber unter den Kletterpflanzen.

Die Blüten im Frühsommer fallen kaum auf. Umso dekorativer sind die blauschwarzen Beeren, die danach entstehen. Geklettert wird mit kurzen, verzweigten Ranken, an deren Spitzen kleine Haftpolster sitzen. Damit hält sich die Pflanze selbst an sehr glatten Wänden fest.

Sorten

Von Parthenocissus tricuspidata gibt es mehrere Sorten, die sich vor allem in Blattfarbe und Blattform unterscheiden. Am häufigsten wird die Sorte „Veitchii“ angeboten. Sie hat kleinere Blätter als die Art, deren Form von gelappt bis eiförmig wechseln kann. Die Art lässt sich aussäen, Sorten werden dagegen veredelt, damit ihre Merkmale erhalten bleiben.

Standort und Boden

Die Dreispitz-Jungfernrebe gedeiht in der Sonne ebenso wie im Halbschatten. An den Boden stellt sie kaum Ansprüche: Sie wächst auf nahezu allen Böden, am besten in normaler, durchlässiger Gartenerde, und verträgt auch Kalk. Weil sie sehr robust ist, kommt sie auch mit dem rauen Klima in der Großstadt gut zurecht und ist deshalb eine bewährte Pflanze für die Fassadenbegrünung.

Pflanzen und Pflege

Nach der Pflanzung braucht die Jungfernrebe etwas Zeit, bis sie angewachsen ist. Halten Sie den Boden in dieser Phase gleichmäßig feucht. Ist sie erst einmal eingewurzelt, wächst sie sehr rasch und kann Wände über drei bis vier Stockwerke bedecken.

  • Pflege: Viel Aufwand ist nicht nötig. Schneiden Sie Triebe bei Bedarf zurück, vor allem an Fenstern, Dachrinnen und Dachkanten.
  • Winter: In sehr strengen Wintern kann die Pflanze zurückfrieren. Die Schäden wachsen sich in der Regel wieder aus.
  • Untergrund: Die Haftpolster eignen sich für intaktes Mauerwerk. Auf rissigem oder losem Putz sollten Sie die Pflanze nicht wachsen lassen, weil sich Reste der Haftorgane nur mühsam entfernen lassen.

Verwendung im Garten

Die Dreispitz-Jungfernrebe eignet sich vor allem für große Mauern, Hauswände, Garagen und Schallschutzwände, die sie ohne Kletterhilfe dicht begrünt. Wer eine immergrüne Wandbegrünung sucht, findet im Efeu eine Alternative. Für schattigere Wände kommt die ebenfalls selbstkletternde Kletterhortensie in Frage. Für Zäune und Gerüste, an denen sich Pflanzen hochwinden können, eignet sich zum Beispiel der Hopfen.