Weiße Seerose: heimische Blütenpracht für große Teiche
Die Weiße Seerose ist eine heimische Wasserpflanze mit großen Schwimmblättern und reinweißen Blüten, die vom Hochsommer bis in den Herbst erscheinen. Sie braucht volle Sonne, Platz und ruhiges Wasser von 1 bis 3 m Tiefe.
Die Weiße Seerose gehört zu den bekanntesten Wasserpflanzen Europas. Erkennen können Sie sie an den runden, flach auf der Wasseroberfläche schwimmenden Blättern und an den schalenförmigen, reinweißen Blüten mit gelber Mitte. Sie öffnen sich ab dem Hochsommer und schmücken naturnahe Gewässer ebenso wie große Gartenteiche.
Steckbrief
| Botanischer Name | Nymphaea alba |
|---|---|
| Familie | Seerosengewächse (Nymphaeaceae) |
| Wassertiefe | 1 bis 3 m |
| Blattgröße | Schwimmblätter mit etwa 25 cm Durchmesser |
| Blütezeit | Juli bis in den Herbst |
| Blütenfarbe | Weiß |
| Standort | Volle Sonne, ruhiges oder schwach fließendes Wasser |
| Boden | Lehmhaltiger, schlammiger Grund |
| Winterhärte | Winterhart, solange der Wurzelstock nicht durchfriert |
| Verbreitung | Europa, Orient, Nordafrika |
| Verwendung | Große Gartenteiche, naturnahe Gewässer |
Erkennungsmerkmale
Aus einem kräftigen Wurzelstock im Gewässergrund treiben lange Stiele bis an die Oberfläche. Dort breiten sich die rundlichen, am Stielansatz eingeschnittenen Schwimmblätter aus, die etwa 25 cm Durchmesser erreichen. Die Blüten liegen auf dem Wasser oder ragen knapp darüber. Eine Blüte hält nur wenige Tage, aber über die lange Blütezeit entstehen immer neue.
Wie üppig die Seerose blüht, hängt stark vom verfügbaren Platz ab. Eine ausgewachsene Pflanze mit viel Raum kann mehr als 50 Blüten hervorbringen, im Gartenteich sind es meist deutlich weniger. Neben der reinweißen Wildform gibt es auch großblütige, rosafarbene Formen. Wer andere Farben sucht, findet bei den Seerosen-Hybriden eine große Auswahl.
Standort und Boden
Die Weiße Seerose braucht viel Licht. Ein vollsonniger Platz mit ruhigem Wasser ist ideal. Eine schwache Strömung verträgt sie zwar, Springbrunnen oder Wasserfälle in unmittelbarer Nähe sind aber ungünstig. Am besten gedeiht sie in 1 bis 3 m Wassertiefe. Für den Wurzelstock eignet sich ein lehmhaltiger, schlammiger Untergrund.
Planen Sie den Platzbedarf von Anfang an mit ein: Gut gedeihende Pflanzen können innerhalb von etwa zehn Jahren eine Wasserfläche von 8 bis 10 m² bedecken. Deshalb passt die Weiße Seerose vor allem in große Teiche. Sie kommt zwar auch mit kleineren Wasserflächen zurecht, dort sollten Sie ihre Ausbreitung aber im Auge behalten.
Pflanzen und Pflege
Setzen Sie den Wurzelstock am besten in einen Pflanzkorb mit lehmiger Teicherde. So lässt sich die Ausbreitung begrenzen, und die Pflanze kann bei Bedarf leichter versetzt werden. Den Korb stellen Sie in der passenden Tiefe auf den Teichgrund.
Die Weiße Seerose ist pflegeleicht. Düngen sollten Sie nicht, denn zusätzliche Nährstoffe fördern im Teich vor allem das Algenwachstum. Im Winter ist sie winterhart, wenn der Wurzelstock so tief liegt, dass er bei Frost nicht im Eis einfriert. In flachen Teichen sollten Sie die Pflanze daher vor Bodenfrost schützen. Abgestorbene Blätter entfernen Sie am besten im Herbst, damit sich am Grund nicht zu viel Faulschlamm bildet.
Verwendung im Garten und Naturschutz
Mit ihren Schwimmblättern beschattet die Seerose die Wasserfläche. Das hält das Wasser kühler und bietet Tieren Deckung. In der Uferzone passen Sumpfpflanzen gut dazu, etwa die Gefüllte Sumpfdotterblume oder die Sumpf-Wolfsmilch. So entsteht ein abwechslungsreicher Übergang vom Wasser zum Land.
Bitte beachten Sie: Die Weiße Seerose steht in Deutschland unter Naturschutz. Pflanzen aus natürlichen Gewässern dürfen nicht ausgegraben werden. Kaufen Sie sie stattdessen in einer Gärtnerei oder im Fachhandel für Teichpflanzen.


