Gemeiner Wurmfarn: robuster Farn für Schatten
Der Gemeine Wurmfarn ist ein heimischer, langlebiger Farn mit kräftigen, trichterförmig angeordneten Wedeln. Er gedeiht am besten im Schatten und eignet sich gut für Nordseiten von Häusern und Mauern.
Der Gemeine Wurmfarn zählt zu den bekanntesten heimischen Farnen und wächst in fast ganz Europa wild. Sie erkennen ihn an seinen kräftigen, gefiederten Wedeln, die aus einem kurzen, dicken Wurzelstock trichterförmig nach oben und außen wachsen. Die Blätter sind dunkelgrün und bleiben lange ansehnlich. Erst strenger Frost lässt sie welken. Der Farn ist langlebig, anspruchslos und füllt schattige Gartenbereiche zuverlässig.
Steckbrief
| Botanischer Name | Dryopteris filix-mas |
|---|---|
| Familie | Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) |
| Wuchshöhe | knapp 1 m, unter günstigen Bedingungen bis 1,5 m |
| Blütezeit | keine Blüte; Vermehrung in der Natur über Sporen |
| Standort | halbschattig bis schattig, Sonne wird vertragen; windgeschützt |
| Boden | humusreich, auch steinig |
| Winterhärte | winterhart |
| Giftigkeit | giftig, vor allem der Wurzelstock |
| Verwendung | Schattenbeete, Nordseiten von Häusern und Mauern, Gehölzränder |
Erkennungsmerkmale
Die Wedel des Wurmfarns entspringen gemeinsam dem Wurzelstock und bilden so eine lockere Trichterform. Jeder Wedel ist gefiedert, die einzelnen Fiedern sind noch einmal tief eingeschnitten. Im Frühjahr rollen sich die jungen Triebe aus eingerollten Spitzen auf. Auf der Unterseite der Wedel sitzen im Sommer die Sporenhäufchen in zwei Reihen. Blüten bildet der Farn wie alle Farne nicht.
Zu beachten: Alle Pflanzenteile, besonders der Wurzelstock, enthalten giftige Inhaltsstoffe. Früher wurde der Farn als Mittel gegen Bandwürmer eingesetzt, daher stammt sein Name. Von einer solchen Anwendung ist wegen der Giftigkeit dringend abzuraten.
Standort und Boden
Wurmfarn verträgt zwar Sonne, gedeiht aber im Schatten am besten. Deshalb wächst er ausgezeichnet an der Nordseite von Häusern und Mauern, wo viele andere Pflanzen kümmern. Wind mag er dagegen nicht, ein geschützter Platz ist ihm daher lieber.
Der Boden darf durchaus steinig sein. Wichtig ist ein ausreichender Humusanteil. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen halb verrottetes Laub und reifen Kompost in die Erde ein. So entsteht ein lockerer, humusreicher Untergrund, der dem natürlichen Waldboden ähnelt.
Pflanzen und Pflege
Gepflanzt wird während der Ruhezeit, entweder im zeitigen Frühjahr oder von September bis Oktober. Setzen Sie den Wurzelstock so, dass seine Spitze gerade die Erdoberfläche erreicht. Vermehren lässt sich der Farn am einfachsten durch Teilung.
- Gießen: In trockenen Sommern braucht der Farn zusätzliches Wasser.
- Düngen: Nicht nötig. Eine humusreiche Erde reicht ihm vollkommen.
- Rückschnitt: Welke Wedel könnten im Herbst entfernt werden, besser ist es aber, sie bis zum Frühling stehen zu lassen. Sie schützen die Pflanze im Winter und schonen die jungen Triebspitzen. Schneiden Sie die vorjährigen Wedel erst ab, wenn neue austreiben.
Verwendung im Garten
Der Gemeine Wurmfarn ist ein vielseitiger Farn für schattige Lagen. Er eignet sich für Gehölzränder, Hausnordseiten und naturnahe Pflanzungen und bringt mit seinen großen Wedeln Struktur in ruhige Gartenbereiche. Gut kombinieren lässt er sich mit Blattschmuckstauden wie der Siebolds Funkie. Wer mehrere Farne miteinander verbinden möchte, findet im Straußfarn einen ähnlich kräftigen Partner und im Venushaar einen zierlichen Gegenpol.


