Siebolds Funkie: Blattschmuckstaude für schattige Plätze
Siebolds Funkie bildet dichte Horste aus blaugrünen, kräftig geaderten Blättern und trägt im Juli hellviolette Blütentrauben. Die winterharte Staude gedeiht im Halbschatten und kommt auch mit tiefem Schatten zurecht.
Siebolds Funkie erkennen Sie an ihren großen, blaugrünen Blättern mit tief eingeprägten Nerven. Die Staude wächst buschig und bildet mit den Jahren dichte Horste. Im Juli schieben sich Blütenstiele über das Laub. Sie tragen hellviolette, trichterförmige Blüten, die an kleine Lilien erinnern. Wer im Garten einen schattigen Platz begrünen möchte, findet in dieser Funkie eine verlässliche Blattschmuckpflanze.
Steckbrief
| Botanischer Name | Hosta sieboldiana |
|---|---|
| Familie | Spargelgewächse (Asparagaceae), früher zu den Liliengewächsen gezählt |
| Herkunft | Japan |
| Wuchshöhe | 40 bis 60 cm |
| Blütezeit | Juli |
| Standort | Halbschatten bis Schatten |
| Boden | normale, gleichmäßig feuchte Gartenerde |
| Winterhärte | winterhart |
| Verwendung | Gewässerränder, Schattenbeete, Unterpflanzung von Gehölzen |
Erkennungsmerkmale
Am auffälligsten ist das Laub. Die breiten, herzförmigen Blätter sind blaugrün gefärbt und von kräftigen, parallel verlaufenden Nerven durchzogen, was ihnen eine fast gesteppte Oberfläche gibt. Die Blüten sitzen in einseitswendigen Trauben: Alle Glöckchen zeigen in dieselbe Richtung. Neben der reinen Art gibt es viele Sorten, deren Blätter weiß oder gelb gescheckt beziehungsweise gerandet sind.
Die Funkie zählt man heute zu den Spargelgewächsen, ältere Bücher führen sie noch bei den Liliengewächsen. Die Gattung Hosta ist in Ostasien zu Hause, Siebolds Funkie selbst stammt aus Japan.
Standort und Boden
Am wohlsten fühlt sich die Pflanze im Halbschatten. Sie verträgt auch tiefen Schatten, blüht dort aber spärlicher. Für das Blatt ist das unproblematisch, denn ihr Hauptschmuck bleibt das Laub. Etwas anders sieht es bei buntblättrigen Sorten aus: Im Schatten bildet sich ihre Zeichnung nur schwach aus. Pflanzen Sie diese deshalb an hellere Stellen. Als Boden genügt normale Gartenerde, die nicht austrocknet.
Pflanzen und Pflege
Funkien brauchen viel Wasser. Gießen Sie in trockenen Phasen also durchdringend. Für eine geschlossene Fläche setzen Sie etwa vier Pflanzen pro Quadratmeter, bei buntblättrigen Sorten etwa sechs. Gedüngt wird sparsam: Kleine Mengen Volldünger im Frühjahr reichen aus.
- Vermehrung: durch Teilung der Horste, am besten im Frühjahr beim Austrieb
- Schnecken: Junge Blätter werden gern angefressen, deshalb lohnt sich ab dem Austrieb ein Blick auf die Pflanzen.
- Rückschnitt: Welkes Laub können Sie im Herbst oder zeitig im Frühjahr entfernen.
Verwendung im Garten
Besonders gut wirkt Siebolds Funkie als Einfassung an Teichen und Bachläufen, zum Beispiel zusammen mit der Gefüllten Sumpfdotterblume. Im Schatten von Bäumen oder vor Gebüschen bildet sie eine ruhige Fläche. Mit Farnen wie dem Straußfarn oder dem Gemeinen Wurmfarn ergibt sie einen reizvollen Kontrast aus breiten und gefiederten Blättern. Buntblättrige Sorten kommen zwischen oder vor immergrünen Gehölzen besonders gut zur Geltung.
Verschiedene Funkienarten und -sorten sollten Sie nicht bunt mischen, sondern in getrennten Gruppen pflanzen, weil sie optisch schlecht zusammenpassen. Das betrifft etwa die Glocken-Funkie (Hosta ventricosa) mit dunkelgrünen Blättern und violetten Blüten oder die Schneefeder-Funkie (Hosta undulata), deren grüne Blätter eine weiß bis gelblich-weiß gefärbte Mitte haben.


