Sumpf-Wolfsmilch: leuchtende Staude für feuchte Ufer
Die Sumpf-Wolfsmilch bildet kräftige, buschige Horste mit weidenähnlichem Laub. Im Frühsommer leuchten ihre gelben Hochblätter. Sie passt an Teichränder und in feuchte Gartenbeete, braucht aber viel Platz.
Die Sumpf-Wolfsmilch fällt im Frühsommer durch ihre leuchtend gelben Blütenstände auf, die über dichten, buschigen Horsten stehen. Typisch sind die hohlen, bläulich-grünen Stängel und die schmalen, glänzenden Blätter, die an Weidenlaub erinnern. Die heimische Staude wächst in der Natur auf nassen Wiesen und an Ufern. Im Garten ist sie eine auffällige Pflanze für feuchte Standorte.
Steckbrief
| Botanischer Name | Euphorbia palustris |
|---|---|
| Familie | Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) |
| Wuchshöhe | meist 1 bis 1,5 m, an günstigen Standorten bis 2 m |
| Blütezeit | Mai bis Juni |
| Standort | sonnig bis halbschattig, feucht bis nass |
| Boden | nährstoffreich und humos, gleichmäßig feucht |
| Winterhärte | winterhart |
| Giftigkeit | giftig, Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute |
| Vermehrung | durch Teilung |
| Verwendung | Uferrand, feuchte Beete, Solitär |
Erkennungsmerkmale
Die Sumpf-Wolfsmilch bildet aufrechte, buschige Horste. Mit der Zeit wird sie recht breit, weil sie sich über waagerechte Ausläufer langsam ausbreitet. Ihre hohlen Stängel sind bläulich grün überlaufen. Die länglichen Blätter glänzen und ähneln den Blättern einer Weide.
Wie bei allen Wolfsmilcharten sind die eigentlichen Blüten klein und unscheinbar. Die Farbe kommt von den großen, gelben Hochblättern, die die Blüten umgeben. Im Herbst färbt sich das Laub häufig gelblich bis orange.
Alle Pflanzenteile enthalten einen weißen, giftigen Milchsaft. Er tritt aus, sobald ein Stängel verletzt wird.
Standort und Boden
Die Staude mag Nässe, muss aber nicht im Wasser stehen. Am besten wächst sie in der Uferzone eines Teichs oder in einem feuchten Beet. Auch in guter Gartenerde, die Feuchtigkeit hält, gedeiht sie ausgezeichnet. Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz. Trockene, magere Böden eignen sich nicht.
Planen Sie genügend Raum ein. Ältere Exemplare werden hoch und breit und können zu dicht gesetzte Nachbarpflanzen verdrängen.
Pflanzen und Pflege
Die Sumpf-Wolfsmilch braucht wenig Pflege. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht. An Standorten außerhalb der Uferzone sollten Sie bei längerer Trockenheit gießen. Die abgestorbenen Triebe können Sie im Herbst oder im zeitigen Frühjahr bodennah abschneiden. Die Pflanze ist winterhart und braucht keinen Winterschutz.
Vermehren können Sie die Staude durch Teilung. Verwenden Sie dafür die jungen Teilstücke vom Rand des Horstes. Ältere Stücke aus der Mitte wachsen erfahrungsgemäß nur schwer wieder an.
Tragen Sie beim Schneiden und Teilen Handschuhe, denn der Milchsaft kann Haut und Augen reizen. Wenn Kinder oder Haustiere im Garten spielen, setzen Sie die Pflanze am besten an eine Stelle, die sie nicht leicht erreichen. In der freien Natur ist die Art vielerorts selten geworden. Kaufen Sie Pflanzen deshalb in der Gärtnerei, statt sie an Wildstandorten auszugraben.
Verwendung im Garten
Am besten kommt die Sumpf-Wolfsmilch als Solitär zur Geltung, etwa frei stehend in einer Rasenfläche oder am Teichufer. Sie eignet sich auch gut als Hintergrund für niedrigere Stauden. Für den Frühling können Sie die Gefüllte Sumpfdotter Blume davorsetzen, die ebenfalls nasse Füße verträgt. Später sorgt die Weiße Seerose auf der Wasserfläche für einen ruhigen Kontrast. An halbschattigen, feuchten Stellen passt die großblättrige Siebolds Funkie gut neben die Sumpf-Wolfsmilch.


