Venushaar: zierlicher Haarfarn für schattige Plätze
Das Venushaar, auch Haarfarn genannt, ist ein kleiner Farn mit sehr feinen, hellgrünen Wedeln. Er braucht einen geschützten, halbschattigen Platz, gleichmäßige Feuchtigkeit und im Winter eine Abdeckung.
Das Venushaar, auch Haarfarn genannt, ist eine kleine Farnpflanze mit sehr fein gegliederten Wedeln. Sie erkennen es an den zarten, hellgrünen Fiederblättchen, die an dünnen, dunklen Stielen sitzen und der Pflanze ein luftiges Aussehen geben. Im Herbst färbt sich das Laub braun. Im Garten gedeiht der Farn nur an geschützten, schattigen Plätzen und braucht etwas Aufmerksamkeit.
Steckbrief
| Botanischer Name | Adiantum capillus-veneris |
|---|---|
| Wuchshöhe | 40 bis 50 cm |
| Blütezeit | keine Blüte, Farne vermehren sich über Sporen |
| Standort | Halbschatten bis Schatten, geschützt und windstill |
| Boden | humos, nährstoffreich, gut Feuchtigkeit haltend, schwach sauer |
| Winterhärte | bedingt winterhart, Winterschutz nötig |
| Verwendung | Schattenbeete, schattige Seite des Steingartens, Hausnordseite |
Erkennungsmerkmale
Das Venushaar gehört zu den zierlichsten Farnen im Garten. Seine Wedel sind in viele kleine Blättchen aufgeteilt und wirken dadurch fast durchscheinend. Im Frühsommer zeigt sich das Laub in einem frischen Hellgrün, im Herbst wird es braun. Die dünnen, dunklen Stiele erinnern an Haare und haben der Pflanze ihren Namen gegeben. Wie alle Farne bildet das Venushaar keine Blüten.
Standort und Boden
Der Farn braucht einen ruhigen, geschützten Platz, der durchgehend im Halbschatten oder Schatten liegt. Pralle Sonne und Wind vertragen die zarten Wedel nicht. Besonders gut wächst das Venushaar im Schatten anderer Pflanzen, etwa unter Gehölzen oder neben großblättrigen Stauden wie der Siebolds Funkie. Geeignet sind auch die Nordseite des Hauses oder die schattige Seite eines Steingartens.
Der Boden sollte humos und nährstoffreich sein, Feuchtigkeit gut halten und schwach sauer reagieren. Staunässe ist zu vermeiden, längere Trockenheit aber ebenso.
Pflanzen und Pflege
Das Venushaar möchte gleichmäßig feucht stehen. Gießen Sie deshalb regelmäßig, vor allem in trockenen Sommerwochen. Beim Düngen ist Vorsicht geboten: Mineralische Handelsdünger schaden dem empfindlichen Farn. Wenn Sie nachhelfen möchten, verwenden Sie besser Kompost oder Laubhumus.
Im Winter braucht die Pflanze Schutz. Decken Sie den Wurzelbereich mit trockenem Laub oder Tannenreisig ab. Die Abdeckung sollte im Frühjahr entfernt werden, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind.
Vermehrung
Sie können das Venushaar durch Teilung vermehren. Das gelingt nicht immer und erfordert Geduld:
- Teilen Sie die Pflanze im Frühjahr.
- Setzen Sie die Teilstücke in Töpfe und stellen Sie diese schattig unter Glas.
- Besprühen Sie die Jungpflanzen etwa einen Monat lang regelmäßig.
- Zum Abhärten werden die Pflanzen anschließend umgetopft.
- Ins Freiland kommen sie erst im darauffolgenden Jahr.
Verwendung im Garten
Mit seinem feinen Laub belebt das Venushaar schattige Gartenbereiche und bildet einen Kontrast zu großblättrigen Pflanzen. Im Steingarten passt es in schattige Nischen. Wer robustere Farne für größere Flächen sucht, findet im Straußfarn oder im Gemeinen Wurmfarn unempfindlichere Alternativen. Das Venushaar eignet sich eher als besonderer Akzent an einem gut geschützten Platz.


