Pflanzen erkunden

Pflanzen bestimmen und richtig pflegen

Frühlingsblühende Sträucher

Schein-Zierquitte: dorniger Frühlingsblüher mit Früchten

Die Schein-Zierquitte blüht schon im März ziegelrot, oft noch vor dem Laubaustrieb, und trägt im Herbst duftende, apfelartige Früchte. Der niedrige, dornige Strauch ist frosthart, verträgt Trockenheit und begnügt sich mit kargen Böden.

Schein-Zierquitte

Die Schein-Zierquitte gehört zu den ersten Sträuchern, die im Garten blühen. Schon im März öffnen sich an den kahlen, dornigen Zweigen ziegelrote Schalenblüten, meist noch vor dem Laubaustrieb oder gleichzeitig mit ihm. Im Herbst hängen dann grüngelbe, apfelartige Früchte am Strauch, die angenehm duften. Mit ihrem niedrigen, breiten Wuchs ist sie ein genügsamer Kleinstrauch für sonnige Plätze.

Steckbrief

Botanischer NameChaenomeles japonica
FamilieRosengewächse (Rosaceae)
HerkunftJapan
Wuchshöhe1 bis 1,50 m
Wuchsbreit ausladend, sparrig, dornig; Triebe teils niederliegend, teils aufrecht
BlütezeitMärz bis April
Blütenfarbeziegelrot
Standortsonnig
Bodenam liebsten sandiger Lehm, gedeiht aber auch auf magerem, steinigem Grund
Winterhärtefrosthart
Früchteroh ungenießbar, gekocht gut für Gelee und Marmelade
VerwendungHangbegrünung, niedrige Hecke, Einzelstrauch vor Mauern und Steinen, Vasenschnitt

Erkennungsmerkmale

Die braunen, harten Zweige tragen kurze, spitze Dornen und wachsen breit und sparrig. Ein Teil der Triebe liegt flach auf dem Boden, andere stehen aufrecht, sodass der Strauch eher in die Breite als in die Höhe geht. Die Blätter sind ledrig und glänzend grün. Die Blüten sitzen dicht an den Zweigen und erinnern in ihrer Form an Apfelblüten.

Nach der Blüte setzt der Strauch rundliche Früchte an, die einem kleinen Apfel ähneln. Sie sind grün bis gelb gefärbt, steinhart und schmecken herb. Ihr Duft verrät die Verwandtschaft mit der Quitte.

Standort und Boden

Am besten blüht die Schein-Zierquitte in voller Sonne. Ideal ist ein sandiger Lehmboden, sie kommt aber auch auf mageren und steinigen Flächen gut zurecht. Trockene Phasen übersteht sie ohne Schaden, und strenge Winter machen ihr nichts aus. Gerade für Hänge und schwierige, karge Stellen ist sie deshalb eine verlässliche Wahl.

Pflanzen und Pflege

Der Strauch gilt zu Recht als pflegeleicht. Pflanzen können Sie im Herbst oder im Frühjahr. Wässern Sie in der ersten Zeit nach dem Einsetzen regelmäßig, später braucht die Pflanze meist nur in langen Trockenperioden zusätzliches Wasser. Düngen ist auf normalen Gartenböden kaum nötig.

Da die Blüten am älteren Holz sitzen, schneiden Sie am besten direkt nach der Blüte. Dabei lassen sich zu dicht stehende oder störende Triebe entfernen und Hecken in Form bringen. Wegen der Dornen sind feste Handschuhe sinnvoll.

Verwendung im Garten

Mit ihren teils niederliegenden Trieben bedeckt die Schein-Zierquitte Böschungen und Hänge. Als Hecke gepflanzt bildet sie niedrige, kaum durchdringliche Abgrenzungen, die sich nach Wunsch schneiden lassen. Einzeln steht sie gut neben Steinblöcken oder vor einer Mauer, die das frühe Rot der Blüten zur Geltung bringt.

  • Früchte verwerten: Roh sind sie nicht genießbar. Gekocht ergeben sie ein aromatisches, vitaminreiches Gelee oder eine Marmelade.
  • Zweige für die Vase: Im Winter geschnittene Zweige öffnen in der warmen Wohnung zuverlässig ihre Blüten.
  • Kombinieren: Gut passen andere Frühblüher wie die Forsythie, die Kornelkirsche oder die Zwerg-Blutpflaume.