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Frühlingsblühende Sträucher

Forsythie: goldgelber Frühlingsstrauch für den Garten

Die Forsythie, auch Goldflieder genannt, überzieht sich im zeitigen Frühjahr mit leuchtend gelben Blüten, noch bevor das Laub erscheint. Das Porträt zeigt, welchen Standort der robuste Strauch braucht und wann Sie ihn am besten schneiden.

Forsythie

Wenn im Garten noch kaum etwas grünt, ist die Forsythie von Weitem zu erkennen: Ihre aufrechten oder bogig überhängenden Zweige sind dann dicht mit goldgelben Blüten besetzt. Die Blüten erscheinen vor den Blättern, sodass der ganze Strauch für einige Wochen gelb leuchtet. Daher kommt auch der volkstümliche Name „Goldflieder“. Unter den Frühlingssträuchern gehört die Forsythie zu den bekanntesten und am häufigsten gepflanzten Gehölzen.

Steckbrief

Botanischer NameForsythia (Gattung); häufig gepflanzt: Forsythia × intermedia
FamilieÖlbaumgewächse (Oleaceae)
HerkunftDie Ausgangsarten stammen überwiegend aus Ostasien
Wuchshöhe1,5 bis 3 m
BlütezeitMärz bis April, vor dem Laubaustrieb
StandortSonnig
BodenDurchlässig und nährstoffreich
WinterhärteWinterhart
GiftigkeitGilt als schwach giftig
VerwendungEinzelstrauch, Gehölzgruppe, frei wachsende Hecke, Schnittzweige für die Vase

Erkennungsmerkmale

Die Forsythie ist ein sommergrüner Strauch mit zahlreichen Trieben, die direkt aus der Basis wachsen. Die glockenförmigen, vierzipfeligen Blüten sitzen einzeln oder zu mehreren entlang der Zweige. Erst nach der Blüte treiben die frischgrünen Blätter aus, und danach tritt der Strauch optisch in den Hintergrund. Seine Blütenknospen legt er bereits im Vorjahr an.

Aus den ostasiatischen Wildarten sind zahlreiche Gartenformen hervorgegangen. Verbreitet sind vor allem:

  • Hybrid-Forsythie (F. × intermedia): goldgelb blühend, die klassische Gartenforsythie
  • Hänge-Forsythie (F. suspensa var. fortunei): reingelbe Blüten an weit überhängenden Zweigen
  • Korea-Forsythie (F. ovata): niedrig bleibend, blüht früh und leuchtend gelb

Standort und Boden

Am reichsten blüht die Forsythie in voller Sonne. Der Boden sollte durchlässig und gut mit Nährstoffen versorgt sein; Staunässe verträgt sie schlecht. Bei der Wahl des Platzes lohnt ein Blick auf das Kleinklima: In sehr geschützten, warmen Lagen treiben die Knospen mitunter zu früh aus. Folgt dann noch Frost, erfrieren sie leicht, und die Blüte im Frühjahr fällt aus. Ein offener, aber nicht übermäßig windiger Platz ist daher oft die bessere Wahl.

Pflanzen und Pflege

Die Forsythie ist anspruchslos und wächst zuverlässig an. Entscheidend für eine schöne Blüte ist der richtige Schnittzeitpunkt. Weil die Blütenknospen schon im Vorjahr entstehen, sollten Sie einen stärkeren Rückschnitt unmittelbar nach der Blüte vornehmen. Ein Schnitt im Herbst oder Winter würde die angelegten Knospen entfernen. Bewährt hat sich, alle paar Jahre einige der ältesten Triebe bodennah herauszunehmen. So bleibt der Strauch locker, und junge, blühfreudige Zweige wachsen nach.

Im Winter können Sie ältere Zweige abschneiden und bei Zimmertemperatur in eine Vase mit Wasser stellen. Sie öffnen ihre Blüten dann meist ohne Schwierigkeiten und holen den Frühling vorzeitig ins Haus.

Verwendung im Garten

Als Einzelstrauch setzt die Forsythie im Frühjahr einen kräftigen Farbakzent. In Gehölzgruppen oder frei wachsenden Hecken lässt sie sich gut mit anderen Frühblühern kombinieren, etwa mit der ebenfalls gelb blühenden Kornelkirsche, der Salweide oder der rosa bis rot blühenden Blutjohannisbeere. Die Hänge-Forsythie eignet sich mit ihren langen Trieben auch zum Begrünen von Mauern und Böschungen, die niedrige Korea-Forsythie passt in kleinere Gärten.