Blutjohannisbeere: leuchtende Blütentrauben im Frühling
Die Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum) zeigt ihre roten Blütentrauben ab April, wenn sich die ersten Blätter entfalten. Der stachellose, anspruchslose Strauch eignet sich für Hecken, Gruppen und Einzelstellung.
Wenn im Frühling die ersten Blätter austreiben, hängen an der Blutjohannisbeere bereits zahlreiche rote Blütentrauben. Der Strauch gehört zu den frühen Blühern im Garten und ist an seinen leuchtenden, dicht besetzten Trauben gut zu erkennen. Anders als die nah verwandte Stachelbeere trägt er keine Stacheln und lässt sich deshalb angenehm pflegen.
Steckbrief
| Botanischer Name | Ribes sanguineum |
|---|---|
| Familie | Stachelbeergewächse, nah verwandt mit Johannis- und Stachelbeere |
| Herkunft | westliches Nordamerika |
| Wuchshöhe | 2 bis 3 m |
| Blütezeit | April bis Mai |
| Standort | sonnig bis halbschattig |
| Boden | normaler, humusreicher Gartenboden; keine schweren, kalten oder nassen Böden |
| Winterhärte | bei uns gut winterhart |
| Verwendung | Blütenhecke, Gehölzgruppe, Einzelstellung, Partner zur Forsythie |
Erkennungsmerkmale
Die Blutjohannisbeere wächst gleichmäßig aufrecht und breitet sich mit den Jahren etwas aus. Ihre Blüten sind trichterförmig und sitzen in langen Trauben. Diese stehen zunächst aufrecht und neigen sich später über. Die Blüten erscheinen etwa zur gleichen Zeit wie das junge Laub. Die rundlichen, gelappten Blätter erinnern an die der Johannisbeere. Nach der Blüte bilden sich kleine, dunkle Beeren, die aber gärtnerisch kaum eine Rolle spielen. Der Strauch wird vor allem wegen seiner Blüte gepflanzt.
Standort und Boden
Am reichsten blüht die Blutjohannisbeere in der Sonne, sie kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Am besten gedeiht sie in einem normalen, humusreichen Gartenboden. Meiden Sie schwere, kalte und nasse Böden, denn Staunässe verträgt der Strauch nicht. Längere Trockenheit bekommt ihm ebenfalls schlecht. In trockenen Phasen sollten Sie daher durchdringend gießen, vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus hält die Feuchtigkeit im Boden. Wer einen robusten Strauch für schattigere Ecken sucht, findet in der Alpenjohannisbeere eine verwandte Alternative.
Pflanzen und Pflege
Ansonsten ist die Blutjohannisbeere anspruchslos. Beim Schnitt ist eine Besonderheit wichtig: Der Strauch blüht an den Trieben, die sich im Vorjahr gebildet haben. Diese jungen Zweige sollten Sie deshalb stehen lassen, sonst fällt die Blüte im nächsten Frühling spärlich aus.
- Auslichtungsschnitt: Schneiden Sie alle zwei bis drei Jahre im Winter einige alte Triebe bodennah heraus. So bleibt der Strauch jung und blühfreudig.
- Formschnitt: Wenn Sie den Strauch in Form halten möchten, schneiden Sie ihn direkt nach der Blüte. Bis zum nächsten Frühjahr hat er dann genug Zeit, neue Blütentriebe zu bilden.
- Junge Triebe schonen: Zweige aus dem vergangenen Jahr tragen die nächste Blüte und sollten nicht gekürzt werden.
Verwendung im Garten
Die Blutjohannisbeere passt in große und in kleine Gärten. Sie eignet sich für frei wachsende Blütenhecken, für gemischte Strauchgruppen und als Solitär. Besonders schön wirkt sie neben der Forsythie, die zur selben Zeit blüht: Das kräftige Rot und das leuchtende Gelb ergeben einen frühlingshaften Kontrast. Als weiteren Partner für eine gemischte Frühlingspflanzung können Sie die Schein-Zierquitte wählen. Die frühen Blüten werden außerdem gern von Insekten besucht.


