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Frühlingsblühende Sträucher

Alpenjohannisbeere: robuster Strauch für Schatten

Die Alpenjohannisbeere treibt früher aus als jeder andere laubabwerfende Strauch und kommt auch mit Schatten, Nordlagen und steilen Hängen zurecht. Ein pflegeleichtes Gehölz für Hecken, Unterpflanzungen und Böschungen.

Alpenjohannisbeere

Die Alpenjohannisbeere bemerken Sie im Garten meist als Erstes: Noch bevor andere laubabwerfende Sträucher austreiben, zeigt sie ihr frisches, hellgrünes Laub. Der buschige Strauch mit dünnen, leicht überhängenden Trieben ist in Europa heimisch und wächst wild als Unterholz in Laubwäldern, in Gebüschen und an Hängen. Er gilt als ausgesprochen genügsam und gedeiht auch dort, wo andere Gehölze aufgeben.

Steckbrief

Botanischer NameRibes alpinum
FamilieStachelbeergewächse (Grossulariaceae)
Wuchshöhebis etwa 2 m
BlütezeitApril bis Mai, gelbgrün und unauffällig
Laubsehr früher Austrieb, hellgrün; Herbstfärbung gelb
StandortSonne bis tiefer Schatten, auch Nordlagen
Bodennährstoffreich, kalkhaltig, ohne Staunässe
Winterhärtevollständig winterhart
Giftigkeitnicht giftig; die roten Beeren sind essbar, schmecken aber fade
VerwendungHecke, Zierstrauch, Deckgehölz, Unterpflanzung, Böschungsbegrünung

Erkennungsmerkmale

Die Alpenjohannisbeere wächst dicht und buschig. Ihre dünnen Triebe neigen sich an den Spitzen leicht über, sodass der Strauch eine weiche, lockere Gestalt bekommt. Die kleinen, gelappten Blätter erinnern an die verwandten Johannisbeeren und färben sich im Herbst gelb.

Die gelbgrünen Blüten im April und Mai sind eher unscheinbar. Wichtig zu wissen: Die Art ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten sitzen also auf verschiedenen Pflanzen. Nur weibliche Sträucher setzen nach erfolgter Bestäubung rote Beeren an. Wer Früchte möchte, pflanzt daher mehrere Exemplare als Gruppe. Deutlich auffälliger blüht übrigens die verwandte Blutjohannisbeere.

Standort und Boden

Die große Stärke dieses Strauchs ist seine Schattenverträglichkeit. Er wächst im lichten Halbschatten ebenso wie unter dem Kronendach größerer Bäume und kommt auch mit nordseitigen Lagen gut zurecht. Am besten entwickelt er sich auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden. Staunässe sollten Sie vermeiden, denn nasse, verdichtete Erde verträgt er schlecht.

Außerdem gilt die Alpenjohannisbeere als industriefest. Belastete Luft im Stadtgebiet oder an Straßen macht ihr wenig aus, deshalb wird sie gern im öffentlichen Grün verwendet.

Pflanzen und Pflege

Gepflanzt wird im Herbst oder im Frühjahr an frostfreien Tagen. Für eine Hecke setzen Sie die Pflanzen in einer Reihe. Eine Unterpflanzung oder Böschungsbegrünung gelingt in lockeren Gruppen. Bis sie gut eingewachsen sind, sollten Sie junge Sträucher bei Trockenheit gießen. Danach braucht die Alpenjohannisbeere kaum noch Aufmerksamkeit und gilt zu Recht als pflegearm.

Schnitt verträgt sie ausgezeichnet, auch einen kräftigen Rückschnitt. Als Formhecke können Sie den Strauch nach dem Austrieb in Form bringen. Frei wachsende Exemplare lichten Sie nur bei Bedarf aus, indem Sie ältere Triebe bodennah entfernen. Besonders kräftig und buschig wächst die Sorte 'Schmidt'.

Verwendung im Garten

Die Alpenjohannisbeere ist vielseitig einsetzbar:

  • als frisch grüne, niedrige bis mittelhohe Hecke, auch an schattigen Grundstücksgrenzen
  • als Zierstrauch und Deckgehölz in gemischten Pflanzungen
  • als Unterholz unter vorhandenem Baumbestand
  • zur Begrünung hoher Böschungen und steiler Hänge, auch in Nordlage

In einer Frühlingspflanzung bildet ihr hellgrünes Laub einen ruhigen Hintergrund für kräftig blühende Sträucher wie die Forsythie oder die Kornelkirsche. Wenn Sie ein unkompliziertes Gehölz für schwierige, schattige Ecken suchen, ist die Alpenjohannisbeere eine verlässliche Wahl.