Kornelkirsche: früher Blütenstrauch mit essbaren Früchten
Die Kornelkirsche blüht schon im März an kahlen Zweigen und gehört zu den ersten Blütensträuchern im Gartenjahr. Später trägt sie rote, essbare Früchte und zeigt im Herbst rotbraunes Laub.
Wenn sich im Garten sonst noch kaum etwas regt, ist die Kornelkirsche schon in Blüte. Ab März sitzen dichte Büschel kleiner, leuchtend gelber Blüten an ihren kahlen Zweigen, lange bevor die ersten Blätter erscheinen. Daran erkennen Sie den Strauch schon von Weitem. Ältere Pflanzen tragen später rote, länglich-walzenförmige Früchte, die an kleine Kirschen erinnern. Im Herbst färbt sich das Laub rotbraun.
Steckbrief
| Botanischer Name | Cornus mas |
|---|---|
| Familie | Hartriegelgewächse (Cornaceae) |
| Wuchshöhe | bis 6 m |
| Blütezeit | März, vor dem Laubaustrieb |
| Standort | Sonne bis Halbschatten, verträgt Trockenheit |
| Boden | humos und kalkhaltig |
| Winterhärte | sehr gut winterhart |
| Giftigkeit | nicht giftig, Früchte essbar |
| Verwendung | Solitär, Hecke, frei wachsende Hintergrund- und Schutzpflanzung, Gartenrand |
Erkennungsmerkmale
Die Kornelkirsche wächst als mehrtriebiger Strauch mit kräftigen, aufstrebenden Ästen. Mit den Jahren entsteht eine rundliche, etwas knorrige Gestalt, die dem Gehölz seinen eigenen Charakter gibt. Ursprünglich stammt sie aus Mittel- und Südeuropa und gehört dort zu den heimischen Wildgehölzen.
- Blüte: kleine gelbe Blüten in Büscheln an kahlen Zweigen, schon früh im Jahr
- Früchte: rot, länglich und kirschähnlich, bei älteren Exemplaren
- Herbstlaub: rotbraun, färbt sich vergleichsweise früh
Die frühe Blüte ist nicht nur hübsch anzusehen: Sie bietet Bienen und anderen Insekten zu Beginn der Saison Nahrung, ähnlich wie die Salweide.
Standort und Boden
Der Strauch ist anspruchslos und kommt mit trockenen Standorten gut zurecht. Am wohlsten fühlt er sich in voller Sonne bis Halbschatten. Der Boden darf humos und kalkhaltig sein, Kalk verträgt die Kornelkirsche ausgesprochen gut. Da sie sehr winterhart ist, braucht sie auch in rauen Lagen keinen Winterschutz.
Pflanzen und Pflege
Die Kornelkirsche wächst eher langsam. Planen Sie trotzdem genug Platz ein, denn auf lange Sicht wird sie hoch und breit. Frisch gesetzte Sträucher sollten Sie in der ersten Zeit regelmäßig gießen, bis sie eingewachsen sind. Danach ist der Pflegeaufwand gering.
Schnitt verträgt die Kornelkirsche gut, sodass Sie Größe und Form leicht im Zaum halten können. Wer die Blüte erhalten möchte, schneidet am besten erst nach dem Verblühen. Ein netter Nebeneffekt: Zweige, die Sie im Winter schneiden und in eine Vase stellen, öffnen ihre Blüten im warmen Zimmer schon vorzeitig.
Verwendung im Garten
Als Solitär kommt der knorrige Wuchs besonders gut zur Geltung. Ebenso eignet sich die Kornelkirsche für frei wachsende Hintergrund- und Schutzpflanzungen, als Hecke oder als Randbepflanzung des Gartens. Sie lässt sich gut mit anderen frühen Blütensträuchern kombinieren, etwa mit der Forsythie oder, in kleineren Gärten, mit der Sternmagnolie.
Die reifen Früchte schmecken säuerlich-aromatisch und lassen sich zu feiner Marmelade verarbeiten. Sie schmecken am besten, wenn sie voll ausgereift sind. Sonst holen sich auch Vögel gern ihren Anteil.


