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Frühlingsblühende Sträucher

Erbsenstrauch: robuster Blütenstrauch für karge Böden

Der Erbsenstrauch kommt mit magerem, trockenem Boden, starkem Wind und rauem Klima zurecht. Im Mai trägt er zahlreiche kleine, gelbe Schmetterlingsblüten und eignet sich gut für freiwachsende Hecken.

Erbsenstrauch

Den Erbsenstrauch erkennen Sie im Mai an seinen kleinen, leuchtend gelben Blüten. Sie haben die typische Form von Erbsenblüten und sitzen in großer Zahl dicht an den Zweigen. Dazu kommen fein gefiederte, hellgrüne Blätter und graugrüne, steif aufrechte Triebe. Das Gehölz gilt als eines der anspruchslosesten im Garten: Es wächst auf kargem Boden, hält starken Wind aus und übersteht auch sehr strenge Winter.

Steckbrief

Botanischer NameCaragana arborescens
FamilieHülsenfrüchtler (Fabaceae)
HerkunftSibirien und Mandschurei
Wuchshöhe300 bis 500 cm
Wuchsgroßer Strauch mit steif aufrechten Trieben, nur wenig verzweigt
BlütezeitMai
Standortvollsonnig bis absonnig
Bodentrocken, kalkhaltig, durchlässig; auch Sand, Schotter oder Lehm; geringer Nährstoffbedarf
Winterhärtesehr gut winterhart, auch in rauem Klima
Verwendungfreiwachsende Hecke, Wind- und Sichtschutz, Einzelstrauch, Erstbegrünung magerer Flächen

Erkennungsmerkmale

Der Erbsenstrauch wächst aufrecht und bildet lange, graugrüne Triebe, die sich leicht biegen und sich nur wenig verzweigen. Früh im Jahr treibt er frisches, hellgrünes Laub aus. Die Blätter sind paarig gefiedert und wirken dadurch leicht und luftig. Die gelben Blüten sind einzeln klein, erscheinen aber in großer Menge. Steht der Strauch frei, ist er im Mai über die ganze Länge seiner Äste dicht mit Blüten besetzt. Wie viele Hülsenfrüchtler, etwa der Elfenbeinginster, bildet er nach der Blüte schmale Hülsen.

Die Sorte ‚Pendula‘ hat weiche, überhängende Triebe und wirkt dadurch deutlich zierlicher als die aufrecht wachsende Art.

Standort und Boden

Am besten blüht der Erbsenstrauch in voller Sonne, er kommt aber auch mit einem absonnigen Platz zurecht. Ideal sind trockene, kalkhaltige und durchlässige Böden. Sand, Schotter oder durchlässiger Lehm sind ebenfalls geeignet. Nährstoffe braucht er kaum. Er bindet mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff aus der Luft und versorgt sich so weitgehend selbst. Staunässe verträgt er dagegen schlecht.

Gegen Wind ist der Strauch sehr widerstandsfähig, und Frost macht ihm nichts aus. Das hat mit seiner Herkunft aus Sibirien und der Mandschurei zu tun. In Nordeuropa bleibt er ein kräftiger Strauch, in wärmeren Gegenden wie Südeuropa kann er mit den Jahren zu einem kleinen Baum heranwachsen.

Pflanzen und Pflege

Der Erbsenstrauch macht sehr wenig Arbeit. Düngen ist meist überflüssig. Gießen müssen Sie nur nach dem Pflanzen, bis der Strauch angewachsen ist, und bei längerer Trockenheit. Danach kommt er mit dem natürlichen Niederschlag gut aus.

Beim Schnitt sollten Sie eines beachten: Ein starker Rückschnitt ist nur in den ersten Jahren sinnvoll, solange Sie den Strauch aufbauen. In dieser Zeit fördert er eine dichtere Verzweigung. Ältere Pflanzen schneiden Sie zurückhaltend und entfernen gelegentlich einzelne alte Triebe direkt über dem Boden. Am besten geschieht das nach der Blüte, damit der Flor im nächsten Jahr erhalten bleibt.

Verwendung im Garten

Weil er so robust und wuchsfreudig ist, eignet sich der Erbsenstrauch sehr gut als Wind- und Sichtschutz, zum Beispiel in einer freiwachsenden Hecke. Hier können Sie ihn mit anderen früh blühenden Gehölzen wie der Salweide oder der Forsythie kombinieren. So reicht die Blütezeit vom zeitigen Frühjahr bis in den Mai.

Auch einzeln gepflanzt kommt der Strauch mit seiner reichen Blüte und dem feinen Laub gut zur Geltung. Für rohe, magere Böden, etwa an Böschungen, auf Schotterflächen oder nach Bauarbeiten, ist er ein bewährtes Gehölz zur ersten Begrünung.