Elfenbeinginster: cremeweiße Blütenfülle für sonnige Plätze
Der Elfenbeinginster ist ein locker überhängender Strauch, dessen grüne Zweige im Frühjahr dicht mit hellen Blüten besetzt sind. Er liebt sonnige, trockene Standorte und eignet sich gut für den Steingarten.
Im späten Frühjahr ist der Elfenbeinginster kaum zu übersehen: Seine dünnen, bogig überhängenden Zweige sind dann über und über mit kleinen, cremeweißen bis hellgelben Schmetterlingsblüten besetzt. Auch nach der Blüte bleibt er auffällig, denn seine Triebe sind grün und lassen den Strauch selbst im Winter frisch wirken, obwohl er seine wenigen, kleinen Blätter abwirft.
Steckbrief
| Botanischer Name | Cytisus × praecox |
|---|---|
| Familie | Hülsenfrüchtler (Fabaceae) |
| Wuchshöhe | etwa 1 bis 1,5 m, breit und locker |
| Blütezeit | Mai bis Juni, in milden Lagen teils früher |
| Standort | vollsonnig, warm, gern trocken |
| Boden | leicht, sandig, durchlässig; Kalk wird vertragen |
| Winterhärte | weitgehend winterhart, in rauen Lagen geschützt pflanzen |
| Giftigkeit | in allen Teilen giftig, besonders die Samen |
| Verwendung | Steingarten, sonnige Böschungen, vor Nadelgehölzen |
Erkennungsmerkmale
Der Elfenbeinginster wächst breitbuschig mit zahlreichen rutenförmigen Zweigen, die zu den Spitzen hin überhängen. Die Rinde der jungen Triebe ist grün und übernimmt einen Teil der Photosynthese – deshalb wirkt der sommergrüne Strauch das ganze Jahr über belebt. Die Blüten sitzen dicht an den Vorjahrestrieben und verströmen einen kräftigen Duft. Nach der Blüte bilden sich kleine, flache Hülsen, die als Schoten am Strauch hängen.
Standort und Boden
Am wohlsten fühlt sich der Elfenbeinginster an sonnenheißen, trockenen Plätzen. Ideal ist ein leichter, gut durchlässiger Sandboden; Staunässe verträgt er nicht. Anders als manche andere Ginsterarten kommt er auch mit kalkhaltigem Untergrund gut zurecht. In geschützten Lagen übersteht er den Winter in der Regel problemlos. Friert er in strengen Wintern einmal zurück, treibt er im folgenden Jahr meist wieder aus.
Pflanzen und Pflege
Die beste Pflanzzeit ist der Herbst. Ware mit Topfballen kann aber auch im Frühjahr gesetzt werden, sogar während der Blüte. Da Ginster ein tiefes Wurzelwerk bilden, sollten Sie den Platz gut wählen – ein späteres Umpflanzen nehmen sie meist übel.
- Schnitt: Direkt nach der Blüte die abgeblühten Triebe kräftig einkürzen. Der Strauch bildet dann im Sommer neue Zweige mit vielen Knospen für das nächste Frühjahr. Schneiden Sie dabei nicht bis ins alte, verholzte Holz, denn dort treibt Ginster nur schlecht wieder aus.
- Winterschutz: Junge Pflanzen und Exemplare in rauen Lagen danken eine Abdeckung aus Reisig.
- Wildverbiss: In Gärten mit Kaninchen oder Rehen ist ein Schutz der grünen Triebe sinnvoll.
- Düngung und Wässern: Kaum nötig; der Strauch ist an magere, trockene Böden angepasst.
Verwendung im Garten
Mit seinem lockeren, überhängenden Wuchs passt der Elfenbeinginster hervorragend in Steingärten, an sonnige Hänge und vor dunkle Nadelbaumgruppen, vor denen die hellen Blüten besonders leuchten. Er lässt sich gut mit anderen Frühlingsblühern kombinieren, etwa mit der goldgelben Forsythie, der rosa blühenden Zwergmandel oder dem ebenso genügsamen Erbsenstrauch. Weil alle Pflanzenteile giftig sind, sollten Sie ihn nicht direkt an Spielbereichen kleiner Kinder pflanzen.


