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Herbst- und Wintersträucher

Zwerg-Purpurweide: kompakter Weidenstrauch fürs ganze Jahr

Die Zwerg-Purpurweide ist eine dichte, rundliche Zwergform der Purpurweide. Sie trägt sehr früh silbergraue Kätzchen, olivgrünes Laub und im Winter braunrote Zweige.

Zwerg Purpurweide

Die Zwerg-Purpurweide erkennen Sie an ihrem niedrigen, auffallend gleichmäßigen Wuchs. Ihre vielen dünnen, braunroten Zweige bilden zusammen einen dichten, runden Strauch. Wegen dieser Form wird die Sorte auch „Kugelweide“ genannt. Sie ist eine Zwergform der Purpurweide. Die Wildart ist in weiten Teilen der Nordhalbkugel zu Hause.

Steckbrief

Botanischer NameSalix purpurea (Zwergform)
Wuchshöheetwa 1 m
Blütezeitzeitiges Frühjahr, silbergraue Kätzchen
StandortSonne bis Halbschatten
Bodenguter, humusreicher, gleichmäßig feuchter Boden; auch steinig, solange er nicht zu trocken ist
Winterhärtewinterhart
PflanzzeitFrühling
Verwendungfreiwachsende Hecke, Einzelstrauch, Gehölzrand

Erkennungsmerkmale im Jahreslauf

Die Zwerg-Purpurweide sieht zu jeder Jahreszeit anders aus. Im Frühling blüht sie früher als die meisten anderen Weiden. Dann erscheinen an den kahlen Zweigen ihre kleinen, silbergrauen Kätzchen. Im Sommer ist das schmale Laub olivgrün mit einem silbrigen Schimmer. Im Herbst färbt es sich gelb.

Wenn die Blätter abgefallen sind, kommt die gedämpft braunrote Rinde zur Geltung. Besonders schön wirkt sie vor Schnee. Ähnlich schmückende Winterzweige hat auch der Gescheckte Hartriegel. Beide Sträucher passen deshalb gut zusammen.

Standort und Boden

Am besten wächst der Strauch in der Sonne oder im Halbschatten. Ideal ist ein guter, humusreicher Boden, der gleichmäßig feucht bleibt. Steinige Böden verträgt er ebenfalls, wenn sie nicht zu trocken sind. Ist die Weide einmal gut eingewurzelt, übersteht sie auch Trockenphasen. Auch Industrieluft macht ihr nichts aus. Deshalb eignet sie sich auch für Gärten in der Stadt und an stärker belasteten Standorten.

Pflanzen und Pflege

Weiden der Gattung Salix pflanzen Sie am besten im Frühling. Gießen Sie dabei reichlich und halten Sie den Boden in den ersten Wochen feucht, bis die Wurzeln Fuß gefasst haben. Danach braucht die Zwerg-Purpurweide nur wenig Pflege.

  • Lichten Sie den Strauch ab und zu aus, damit er dicht und gleichmäßig bleibt.
  • Ein guter Zeitpunkt dafür ist der Spätwinter, bevor die Kätzchen erscheinen.
  • Gießen Sie bei längerer Trockenheit, solange die Pflanze noch jung ist.

Die abgeschnittenen Zweige müssen Sie nicht wegwerfen. Stellen Sie sie in eine Vase mit Wasser, öffnen sich die Kätzchen schon im Zimmer. So holen Sie sich den Frühling früher ins Haus.

Verwendung im Garten

Am besten kommt die Zwerg-Purpurweide als freiwachsende Hecke zur Geltung. Sie bleibt niedrig und dicht und braucht kaum Formschnitt. Auch einzeln oder in kleinen Gruppen ist die runde Form ein ruhiger Blickfang, etwa am Rand von Gehölzpflanzungen oder neben Wegen.

Gut kombinieren lässt sie sich mit Sträuchern, die im Herbst und Winter Früchte tragen. Dazu gehören der Sanddorn mit seinen orangefarbenen Beeren und die Schneebeere mit ihren weißen Früchten. Zusammen mit den braunroten Weidenzweigen ergibt das ein abwechslungsreiches Bild, wenn im Garten sonst wenig blüht.