Feuerdorn: dorniger Strauch mit leuchtendem Fruchtschmuck
Der Feuerdorn trägt im Herbst und oft bis in den Winter hinein orangerote bis rote Früchte in großer Fülle. Mit seinen Dornen und dem wintergrünen Laub eignet er sich gut als Schutzhecke und als Vogelschutzgehölz.
Den Feuerdorn erkennen Sie im Herbst schon von Weitem: Kaum ein anderes Gehölz trägt so viele Früchte. Die kräftigen Zweige hängen dann voller kleiner, vogelbeerähnlicher Früchte in Orangerot oder leuchtendem Rot, und dieser Schmuck bleibt häufig bis in den frühen Winter. Typisch sind außerdem die glänzend dunkelgrünen Blätter und die spitzen Dornen an den Kurztrieben.
Steckbrief
| Botanischer Name | Pyracantha (Gattung aus der Familie der Rosengewächse) |
|---|---|
| Wuchshöhe | 2 bis 3 m |
| Blütezeit | Mai bis Juni, weiße Blüten in Doldenrispen |
| Fruchtschmuck | Herbst bis früher Winter, orangerot bis rot |
| Standort | Sonne bis Halbschatten, warm und windgeschützt |
| Boden | durchlässig, nicht zu feucht |
| Laub | wintergrün |
| Giftigkeit | Früchte gelten roh als schwach giftig |
| Verwendung | Schutzhecke, Einzelstrauch, Vogelschutzgehölz |
Erkennungsmerkmale
Der Feuerdorn wächst kräftig und eher sperrig. An den vielen Kurztrieben sitzen feste Dornen. Im Frühjahr öffnen sich zahlreiche kleine weiße Blüten in dichten Büscheln, die gern von Insekten besucht werden. Daraus entwickeln sich bis zum Herbst die leuchtenden Früchte.
Das Laub ist glatt, glänzend und tiefgrün. Es ist allerdings nicht immergrün, sondern wintergrün: Die alten Blätter bleiben über den Winter am Strauch und fallen erst ab, wenn im Frühjahr das neue Laub austreibt.
Standort und Boden
Am wohlsten fühlt sich der Feuerdorn in der Sonne oder im lichten Halbschatten. Wählen Sie möglichst eine warme, vor Wind geschützte Stelle, denn in rauen, offenen Lagen kann das wintergrüne Laub unter Frost und kaltem Wind leiden. Der Boden sollte durchlässig sein; anhaltende Nässe verträgt der Strauch schlecht. Besonders wirkungsvoll steht er vor einem hellen Hintergrund, etwa vor einer hellen Wand, vor der die Früchte gut zur Geltung kommen.
Pflanzen und Pflege
Achten Sie schon beim Kauf auf schorfresistente Sorten. Schorf kann Blätter und Früchte unansehnlich machen, robuste Sorten ersparen Ihnen hier viel Ärger.
- Schnitt: Der Feuerdorn verträgt auch einen kräftigen Rückschnitt. Bedenken Sie aber, dass jeder starke Schnitt einen Teil der Blüten und damit der Früchte kostet.
- Stützen: Bei sehr vollem Fruchtbehang können die Zweige schwer werden. Dann ist es sinnvoll, den Strauch aufzubinden.
- Handschuhe: Wegen der Dornen sollten Sie bei allen Arbeiten feste Handschuhe tragen.
Die Früchte gelten roh als schwach giftig und sind für den Verzehr nicht geeignet. Wenn kleine Kinder im Garten spielen, sollten Sie das bei der Wahl des Standorts bedenken.
Verwendung im Garten
Durch seine Dornen und den dichten Wuchs eignet sich der Feuerdorn sehr gut für frei wachsende Schutzhecken, die kaum zu durchdringen sind. Ebenso gut macht er sich als Einzelstrauch, der im Herbst und Winter Farbe in den Garten bringt.
Auch für Vögel ist er wertvoll: Die Früchte sind ein gutes Winterfutter, und im dornigen Geäst finden viele Arten geschützte Nistplätze. Wer eine abwechslungsreiche Vogelschutzhecke anlegen möchte, kann den Feuerdorn mit anderen fruchttragenden Sträuchern kombinieren, etwa mit dem Sanddorn oder der Berberitze. Einen hellen Kontrast im Winter setzt die Schneebeere mit ihren weißen Früchten.


