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Herbst- und Wintersträucher

Fiederschnittige Kranzspiere: luftiger Strauch für Stadtgärten

Die Fiederschnittige Kranzspiere bildet breite, luftige Kissen aus fein geschlitztem Laub, das sich im Herbst golden bis braunrot färbt. Der überhängend wachsende Strauch aus Japan und Korea verträgt auch Stadtluft und eignet sich gut als Bodendecker.

Fiederschnittige Kranzspiere

Die Fiederschnittige Kranzspiere erkennen Sie an ihren rotbraunen Zweigen, die im Zickzack wachsen und leicht überhängen, und an ihrem tief eingeschnittenen, frischgrünen Laub. Der Strauch stammt aus Japan und Korea und bildet mit der Zeit ein breites, luftiges Kissen, das sich im Herbst golden bis braunrot färbt. In unseren Gärten sieht man ihn noch selten. Dabei ist er ausgesprochen vielseitig und kommt besser als viele andere Sträucher mit belasteter Luft zurecht.

Steckbrief

Botanischer NameStephanandra incisa
FamilieRosengewächse (Rosaceae)
HerkunftJapan und Korea
Wuchshöhe50 bis 150 cm
Wuchsformbreit ausladend, Zweige leicht überhängend
BlütezeitJuni bis Juli, kleine grünlich-weiße Blüten
Herbstfärbunggolden bis braunrot
StandortSonne bis Halbschatten
Bodenhumusreich, nicht zu schwer
Winterhärtewinterhart
VerwendungBodendecker an Böschungen, Mauerkronen, Vorpflanzung, Gärten an verkehrsreichen Straßen

Erkennungsmerkmale

Typisch für die Kranzspiere sind ihre dünnen, rotbraunen Triebe. Sie wachsen von Knospe zu Knospe in leichten Zickzackbögen und neigen sich an den Spitzen nach unten. Die Blätter sind im Umriss dreieckig, tief gelappt und am Rand eingeschnitten. Dadurch wirkt der Strauch fein und durchlässig, obwohl er dicht wächst. Im Herbst verfärbt sich das Laub in warmen Gold- und Brauntönen bis hin zu Braunrot. Die kleinen, grünlich-weißen Blüten im Frühsommer sind dagegen eher unscheinbar. Die Kranzspiere ist also vor allem ein Blatt- und Strukturgehölz.

Standort und Boden

Die Kranzspiere wächst am besten in voller Sonne, verträgt aber auch Halbschatten. Der Boden sollte humusreich, locker und nicht zu schwer sein. Bei dichtem, lehmigem Untergrund lohnt es sich, vor der Pflanzung reichlich Kompost einzuarbeiten. Bemerkenswert ist ihre Toleranz gegenüber verunreinigter Luft. Deshalb eignet sie sich auch für Gärten an viel befahrenen Straßen und in Industrienähe, wo empfindlichere Gehölze oft kümmern.

Pflanzen und Pflege

Die Kranzspiere braucht wenig Pflege. Sie ist winterhart und muss nicht regelmäßig geschnitten werden. Wenn ein älterer Strauch verkahlt oder zu breit wird, können Sie ihn im März kräftig zurückschneiden. Er treibt danach willig wieder aus und wird dabei verjüngt. In den ersten Jahren nach der Pflanzung sollten Sie bei längerer Trockenheit gießen, damit sich die Wurzeln gut entwickeln.

  • Pflanzung im Frühjahr oder Herbst in humusreiche Erde
  • Verjüngungsschnitt bei Bedarf im März
  • Bei Trockenheit gießen, vor allem in der Anwachsphase

Verwendung im Garten

Da die Zweige überhängen, kommt die Kranzspiere dort gut zur Geltung, wo sie über eine Kante wachsen kann. Das kann eine Mauerkrone, der Rand einer Garageneinfahrt oder ein Hang sein. An Böschungen bedeckt sie flächig den Boden. Vor höheren Gehölzen füllt sie Lücken und schafft einen weichen Übergang zum Rasen oder Weg. Weil sie Halbschatten verträgt, können Sie sie auch im lichten Schatten größerer Sträucher pflanzen.

Für eine abwechslungsreiche Herbst- und Winterpflanzung lässt sie sich gut mit Gehölzen kombinieren, die andere Akzente setzen. Die Schneebeere bringt auffällige weiße Früchte mit, die Fächer-Zwergmispel rote Beeren und flachen Wuchs. Die Zwerg-Purpurweide fällt durch ihre feinen, rötlichen Triebe auf.