Pflanzen erkunden

Pflanzen bestimmen und richtig pflegen

Herbst- und Wintersträucher

Sanddorn: dorniger Fruchtstrauch für sonnige Sandböden

Sanddorn erkennen Sie an silbrig glänzendem Laub, kräftigen Dornen und leuchtend orangeroten Beeren, die bis in den Winter am Strauch bleiben. Der anspruchslose Strauch eignet sich für magere, vollsonnige Standorte und als Windschutz.

Sanddorn

Silbrig schimmernde, schmale Blätter, kräftige Dornen an knotigen Trieben und im Herbst dicht an dicht sitzende orangerote Beeren: Daran erkennen Sie den Sanddorn. Wild oder verwildert wächst er vor allem an den Küsten, auf Dünen und sandigen Flächen. Im Garten ist er ein robuster Strauch für sonnige, magere Standorte, an dem sich auch Vögel gern bedienen.

Steckbrief

Botanischer NameHippophae rhamnoides
FamilieÖlweidengewächse (Elaeagnaceae)
WuchsSperriger, dorniger Strauch; mit den Jahren mächtiger Busch oder kleiner Baum, bildet Ausläufer
BlütezeitFrühjahr, vor dem Laubaustrieb; Blüten unscheinbar
FrüchteOrangerote, vitaminreiche Beeren an weiblichen Pflanzen, haften lange an den Zweigen
StandortVollsonnig
BodenMager, sandig, durchlässig; sehr anspruchslos
WinterhärteSehr gut winterhart
GiftigkeitNicht giftig, die Beeren sind essbar
VerwendungWindschutz, Vogelschutzgehölz, Fruchtstrauch, Vasenschmuck

Erkennungsmerkmale

Der Sanddorn ist zweihäusig: Ein Strauch trägt entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die beiden Geschlechter lassen sich sogar am Wuchs unterscheiden. Weibliche Pflanzen wachsen breit und überhängend, männliche eher aufrecht und dichter. Junge Triebe und Blätter wirken durch einen feinen Belag silbrig, was dem Strauch auch ohne Früchte einen hellen, eleganten Ausdruck gibt.

Die Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr noch vor den Blättern und fallen kaum auf. Umso auffälliger sind die Beeren, die sich ab dem Spätsommer an den weiblichen Pflanzen orangerot färben und oft bis weit in den Winter hinein an den Zweigen hängen bleiben.

Standort und Boden

Sanddorn braucht einen vollsonnigen Platz, im Schatten kümmert er. An den Boden stellt er kaum Ansprüche: Magere, sandige und durchlässige Erde ist ideal, Staunässe dagegen verträgt er schlecht. Über Knöllchen an den Wurzeln kann er Stickstoff aus der Luft binden und kommt deshalb auch auf nährstoffarmen Flächen gut zurecht. Auf sehr reinem Sand sollten Sie die Erde im Pflanzloch beim Setzen etwas verbessern, damit die junge Pflanze gut anwächst.

Pflanzen und Pflege

Wenn Sie Früchte ernten möchten, pflanzen Sie unbedingt männliche und weibliche Exemplare, denn nur bestäubte weibliche Sträucher tragen Beeren. Ein männlicher Strauch kann dabei mehrere weibliche Pflanzen in der Nähe versorgen, die Bestäubung übernimmt der Wind.

  • Düngen ist in der Regel nicht nötig, zu viel Nährstoff schadet eher.
  • Gießen Sie nur nach dem Pflanzen und bei langer Trockenheit, eingewachsene Sträucher kommen mit wenig Wasser aus.
  • Sanddorn breitet sich über Ausläufer aus. Halten Sie Abstand zu Beeten oder setzen Sie eine Wurzelsperre.
  • Ein Rückschnitt ist nur zum Auslichten nötig. Tragen Sie wegen der Dornen feste Handschuhe.

Vermehren lässt sich der Strauch über Sämlinge oder über die Ausläufer. Bei Sämlingen zeigt sich allerdings erst mit der ersten Blüte, ob es eine männliche oder eine weibliche Pflanze ist.

Verwendung im Garten

Mit seinem dichten, dornigen Wuchs eignet sich Sanddorn hervorragend als Windschutz und als Schutzpflanzung am Grundstücksrand. Kleinvögel finden im Geäst sichere Nistplätze und im Winter Futter. Die fruchttragenden Zweige halten sich lange in der Vase, weil die Beeren fest an den Trieben sitzen. Die sauren, vitaminreichen Beeren lassen sich außerdem zu Saft, Gelee oder Mus verarbeiten.

Als Fruchtschmuck für die kalte Jahreszeit passt er gut zu anderen Gehölzen mit Beeren, etwa dem Feuerdorn, der Berberitze oder der Schneebeere.