Japanischer Fächer-Ahorn: zierlicher Rotlaub-Strauch
Der Japanische Fächer-Ahorn wächst langsam und meist strauchförmig. Er hat fein geschlitztes Laub, das bei der roten Form den ganzen Sommer über dunkel bräunlich rot bleibt. Wir zeigen, welchen Standort er braucht, wie Sie ihn vor Spätfrost schützen und wo er im Garten am besten zur Geltung kommt.
Den Japanischen Fächer-Ahorn erkennen Sie an seinen tief eingeschnittenen, handförmigen Blättern und an seinem lockeren, oft knorrigen Wuchs. Meist wächst er als breiter Strauch, seltener als kleines Bäumchen mit kurzem Stamm. Weil seine Zweige so malerisch verzweigt sind, wirkt er auch im unbelaubten Winterzustand dekorativ. Am bekanntesten ist die rotlaubige Form ‚Atropurpureum‘. Daneben gibt es grünblättrige Formen, deren Blätter unterschiedlich stark geschlitzt sind.
Steckbrief
| Botanischer Name | Acer palmatum, rotlaubige Form ‚Atropurpureum‘ |
|---|---|
| Herkunft | Ostasien (Japan, Korea) |
| Wuchshöhe | Gartenformen selten über 2–3 m |
| Wuchsform | breit buschig, als Strauch oder kleiner Baum mit niedrigem Stamm |
| Blütezeit | Mai bis Juni, kleine, unscheinbare rötliche Blüten |
| Standort | sonnig bis halbschattig, geschützt, ohne pralle Morgensonne |
| Boden | humusreich, durchlässig, leicht sauer (pH 6–6,5) |
| Winterhärte | winterhart, aber empfindlich gegen Spätfröste im Frühjahr |
| Verwendung | Einzelstellung, kleine Gärten, Gehölzränder, Anlagen |
Erkennungsmerkmale
Den größten Zierwert hat das leichte, filigrane Laub. Jedes Blatt ist tief in fünf Lappen geteilt, und die schmalen Zipfel sind am Rand doppelt gesägt. Bei ‚Atropurpureum‘ ist das Laub dunkel bräunlich rot und behält diese Farbe bis in den Herbst. Vor dem Laubfall färbt es sich meist noch einmal kräftig rot. Die Pflanze wächst schwach und bleibt deshalb über viele Jahre kompakt. So bildet sich nach und nach die typische, knorrige Gestalt mit fein verzweigten Ästen.
Standort und Boden
Der Fächer-Ahorn mag sonnige bis halbschattige Plätze. Wichtig ist ein geschützter Standort, denn der frische Austrieb reagiert empfindlich auf Spätfröste. Günstig ist ein Platz, an den die Morgensonne nicht direkt fällt. Taut gefrorenes Laub nach einer kalten Nacht nämlich zu schnell auf, entstehen leicht Schäden. Außerdem treibt die Pflanze an einem kühleren, geschützten Ort nicht zu früh aus.
Am wohlsten fühlt sich der Ahorn in leicht saurem Boden mit einem pH-Wert von etwa 6 bis 6,5. Normale Gartenerde sollten Sie vor dem Pflanzen großzügig mit humosem, saurem Material verbessern, etwa mit Laubkompost oder Rindenhumus. Staunässe verträgt das Gehölz nicht.
Pflanzen und Pflege
Gerade in den ersten Jahren braucht der Japanische Ahorn etwas Aufmerksamkeit:
- Schützen Sie junge Pflanzen vor starker Wintersonne, zum Beispiel mit einem Schattiernetz oder Reisig.
- Decken Sie den Wurzelbereich im Winter mit einer Schicht Laub ab.
- Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht und gießen Sie in trockenen Sommern zusätzlich.
- Schneiden müssen Sie in der Regel nicht. Entfernen Sie nur abgestorbene oder störende Zweige.
Verwendung im Garten
Weil der Fächer-Ahorn langsam wächst und kompakt bleibt, eignet er sich gut für kleine Gärten, Vorgärten und Innenhöfe. Als Solitär vor einer ruhigen, hellen Wand oder einer immergrünen Hecke kommt das rote Laub besonders gut zur Geltung. Im Winter wirkt dann seine Silhouette. Eine verwandte Gartenform mit stark geschlitztem Laub stellen wir im Porträt Fächer-Ahorn Ornatum vor. Wenn Sie den Garten auch in der kalten Jahreszeit farbig gestalten möchten, passen Gehölze mit auffälliger Rinde gut dazu, etwa der Gescheckte Hartriegel oder die Zwerg-Purpurweide.


