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Sommerblühende Sträucher

Zimt-Himbeere: duftender Blütenstrauch für den Halbschatten

Die Zimt-Himbeere aus dem östlichen Nordamerika bildet mit ihren Ausläufern rasch dichte Gebüsche. Von Juni bis August trägt sie große, rosenrote und mild duftende Blüten und fühlt sich im Halbschatten am wohlsten.

Zimt-Himbeere

Die Zimt-Himbeere ist schon von Weitem an ihren großen, rosenroten Blüten und den auffallend breiten, handförmig gelappten Blättern zu erkennen. Anders als die vertraute Gartenhimbeere wird sie nicht wegen der Früchte gepflanzt, sondern als blühfreudiger Strauch, der mit seinen Ausläufern schnell dichte Bestände bildet. Ihr Artname odoratus – „duftend“ – bezieht sich auf den milden Duft ihrer Blüten.

Steckbrief

Botanischer NameRubus odoratus
FamilieRosengewächse (Rosaceae)
HerkunftÖstliches Nordamerika
Wuchshöhe2 bis 3 m
WuchsAufrecht, bildet Ausläufer und dichte Gebüsche
BlütezeitJuni bis August
StandortHalbschatten bis Schatten, auch sonnig möglich
BodenLeicht, locker, humusreich und eher feucht
WinterhärteGut winterhart
VerwendungNaturgarten, größere Gebüsche, Gehölzränder

Erkennungsmerkmale

Die Zimt-Himbeere treibt aus dem Wurzelstock unverzweigte, aufrechte Triebe, die anders als bei vielen Verwandten keine Stacheln tragen. Die handförmig gelappten Blätter erinnern an Ahornlaub und werden bis zu 25 cm groß. Dadurch wirkt der Strauch auch ohne Blüten üppig und dicht.

Die einzelnen Blüten erreichen bis zu 4 cm Durchmesser und stehen in kurzen, vielblütigen Rispen. Ihre rosenrote Farbe und der zarte Duft machen sie zu einem Blickfang im Hochsommer. Die roten Früchte, die danach erscheinen, sind dagegen eher unscheinbar und haben keinen gärtnerischen Zierwert.

Standort und Boden

Die Zimt-Himbeere wächst zwar auch in sonnigen Lagen, gedeiht aber im Halbschatten oder Schatten deutlich besser. Ideal ist ein leichter, lockerer und humusreicher Boden, der nicht austrocknet. Schwere, verdichtete Erde ist ungünstig, weil sie die Bildung neuer Triebe behindert. Wer nur lehmigen Boden zur Verfügung hat, sollte ihn vor der Pflanzung mit Kompost und Sand auflockern.

Pflanzen und Pflege

Der Strauch gilt als leicht anzubauen und wächst nach der Pflanzung zügig an. Da er sich über Ausläufer ausbreitet, braucht er ausreichend Platz. In kleineren Gärten empfiehlt sich eine Wurzelsperre oder das regelmäßige Abstechen unerwünschter Ausläufer.

  • Schnitt: Im Vorfrühling ältere, abgetragene Triebe bodennah herausschneiden. So bleibt der Bestand vital und blühfreudig.
  • Wasser: In längeren Trockenperioden durchdringend gießen, besonders an sonnigeren Standorten.
  • Boden: Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus hält den Boden locker und feucht.

Verwendung im Garten

Ihre Stärken spielt die Zimt-Himbeere vor allem im Naturgarten aus. Dort eignet sie sich für größere Gebüsche, als Unterpflanzung lichter Gehölze oder zur Begrünung schattiger Ecken, in denen andere Blütensträucher kaum Blüten ansetzen. Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zudem Vögeln und Kleintieren Deckung.

Gut kombinieren lässt sie sich mit anderen Sträuchern, die ähnliche Ansprüche haben oder die Blütezeit verlängern. Passende Begleiter sind etwa der Pfeifenstrauch – Falscher Jasmin, der Gefüllte Schneeball oder die Kolkwitzie – Perlmuttstrauch, die den Garten schon vor der Zimt-Himbeere in Blüte setzen.