Strauch-Fingerkraut: Dauerblüher für sonnige Plätze
Das Strauch-Fingerkraut ist ein kompakter, genügsamer Blütenstrauch, der je nach Sorte von Mai bis in den Herbst hinein blüht. Es verträgt Trockenheit gut und lässt sich kräftig zurückschneiden.
Das Strauch-Fingerkraut erkennen Sie an seinem dichten, rundlichen Wuchs, am fein gefingerten Laub und an den schalenförmigen Blüten, die an kleine Heckenrosen erinnern. Kaum ein anderer Strauch blüht so ausdauernd: Je nach Sorte öffnen sich die ersten Blüten im Mai, die letzten oft erst im Oktober.
Steckbrief
| Botanischer Name | Potentilla fruticosa (auch Dasiphora fruticosa) |
|---|---|
| Wuchshöhe | 0,3 bis 1,5 m, je nach Sorte |
| Blütezeit | Mai/Juni bis August, manche Sorten bis Oktober |
| Standort | volle Sonne |
| Boden | durchlässig, sauer bis leicht kalkhaltig, auch steinig und trocken |
| Winterhärte | sehr gut winterhart |
| Giftigkeit | gilt als ungiftig |
| Verwendung | Böschungen, niedrige freiwachsende Hecken, Gruppenpflanzungen |
Erkennungsmerkmale
Das Strauch-Fingerkraut ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet und wächst in Europa, Asien und Nordamerika wild. Seine Triebe sind schlank und neigen sich nach außen. Bei einigen Sorten liegen sie fast flach auf dem Boden, andere bilden aufrechte, dicht verzweigte Büsche. Die kleinen Blätter sind in mehrere schmale Fiederblättchen geteilt und geben dem Strauch auch ohne Blüten ein feines Aussehen.
Die Blüten sind recht groß, je nach Sorte einfach oder gefüllt und in ihrer Form den Blüten von Wildrosen ähnlich. Duften tun sie nicht. Am bekanntesten sind gelb blühende Sorten, es gibt aber auch Züchtungen mit anderen Blütenfarben.
Standort und Boden
Am meisten Blüten bildet das Strauch-Fingerkraut in voller Sonne. Der Boden sollte durchlässig sein; normale Gartenerde passt ebenso wie steinige, trockene Flächen. Mit seinen tief reichenden Wurzeln übersteht der Strauch auch längere Trockenphasen gut.
Bei der Bodenreaktion ist er tolerant und kommt mit sauren bis leicht kalkhaltigen Böden zurecht. Enthält der Boden zu viel Kalk, werden die Blätter allerdings gelblich (Chlorose). An solchen Standorten sollten Sie die Pflanze im Auge behalten.
Pflanzen und Pflege
Das Strauch-Fingerkraut ist genügsam und braucht wenig Pflege. Wichtig ist vor allem der Schnitt: Weil die Blüten am diesjährigen Holz entstehen, verträgt der Strauch einen kräftigen Rückschnitt gut. Im Winter oder zeitig im Frühjahr können Sie sogar alle Zweige stark einkürzen. Dadurch wächst der Strauch dichter, und die Blüten werden zahlreicher und größer. Ohne Schnitt verkahlen ältere Pflanzen mit der Zeit von innen.
Verwendung im Garten
Wegen seines kompakten Wuchses lässt sich das Strauch-Fingerkraut vielseitig einsetzen: zum Begrünen sonniger Böschungen, als niedrige, freiwachsende Hecke oder in Gruppen gepflanzt als flächiger Blühteppich. Diese Sorten haben sich bewährt:
- „Arbuscula“: 0,3 bis 0,6 m, kompakt, hellgelbe Blüten
- „Goldfinger“: 0,8 bis 1,0 m, breitbuschig, zitronengelbe Blüten
- „Ferrari“: 0,6 bis 0,9 m, dicht und aufrecht, tiefgelbe Blüten
Für trockene, sonnige Plätze passt der Wild-Ginster gut dazu. Wer eine gemischte Blütenhecke anlegen möchte, kann das Strauch-Fingerkraut auch mit der Radspiere oder der Kolkwitzie kombinieren, die früher im Jahr blühen.


