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Sommerblühende Sträucher

Rotdorn: rot blühender Weißdorn mit Herbstschmuck

Rotdorn bezeichnet rot blühende Formen des heimischen Weißdorns. Der dornige, dicht wachsende Strauch blüht im Frühsommer karminrot und trägt im Herbst leuchtend rote Früchte.

Rotdorn

Ein dicht verzweigter Strauch mit karminroten Blüten im Frühsommer und kräftig roten Früchten im Herbst ist sehr wahrscheinlich ein Rotdorn. Der Name bezeichnet keine eigene Art. Gemeint sind rot blühende Formen des heimischen Weißdorns, die Baumschulen als Strauch oder kleinen Baum anbieten. Die meisten Pflanzen tragen spitze Dornen.

Steckbrief

Botanischer NameCrataegus monogyna und Crataegus laevigata (rot blühende Formen, Hybriden und Sorten)
Wuchshöheetwa 4 m
BlütezeitFrühsommer, etwa Mai bis Juni
Blütekarminrot, etwa 2 cm breit, bei manchen Sorten gefüllt
StandortSonne bis Halbschatten, windfest
Bodenkeine besonderen Ansprüche, verträgt Trockenheit; nicht dort pflanzen, wo vorher Rosengewächse standen
Winterhärtegut winterhart
VerwendungSolitär, freiwachsende Hecke, lichte Schutzpflanzung

Erkennungsmerkmale

Unter dem Namen Rotdorn verkaufen Baumschulen rot blühende Formen von zwei Arten: dem Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und dem Zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata). Dazu kommen zahlreiche Kreuzungen und Sorten dieser beiden Arten. Bei einigen sind die Blüten gefüllt. Die einzelnen Blüten werden etwa zwei Zentimeter breit und sitzen in dichten Büscheln. Im Frühsommer bedecken sie den ganzen Strauch.

Der Rotdorn wächst kräftig und dicht, seine Zweige hängen leicht über. Er bleibt als Strauch oder wird zu einem kleinen Baum von rund vier Metern Höhe. Im Herbst reifen rote Scheinfrüchte, die den Strauch ein zweites Mal schmücken. Die meisten Exemplare tragen scharfe Dornen. Achten Sie deshalb beim Pflanzen und Schneiden auf feste Handschuhe.

Standort und Boden

Rotdorn wächst in voller Sonne ebenso wie im Halbschatten und stellt kaum Ansprüche an den Boden. Er verträgt Wind und Trockenheit und eignet sich daher auch für exponierte Lagen. Empfindlich reagiert er jedoch auf Böden, auf denen zuvor andere Rosengewächse wuchsen, etwa Birnen oder Vogelbeeren. Wählen Sie für die Pflanzung möglichst einen Platz, an dem solche Gehölze nicht gestanden haben.

Pflanzen und Pflege

Gut angewachsene Pflanzen brauchen wenig Pflege. Rotdorn verträgt Schnitt gut und lässt sich auch als Hecke in Form halten. Wenn Sie nach der Blüte schneiden, bleibt der Blütenschmuck des laufenden Jahres erhalten. Freiwachsende Sträucher müssen Sie nur gelegentlich auslichten.

Behalten Sie die Pflanzen im Blick, denn mehrere Schädlinge treten am Rotdorn auf:

  • Blattläuse an jungen Trieben
  • Raupen der Gespinstmotte
  • Raupen des Frostspanners
  • Raupen des Goldafters

Die größte Einschränkung ist der Feuerbrand. Rotdorn und Weißdorn gelten als Hauptwirte dieser gefährlichen Bakterienkrankheit, die auch Obstgehölze befällt. Deshalb werden beide inzwischen nur noch selten gepflanzt. Stehen in Ihrer Umgebung Obstbäume oder Erwerbsobstanlagen, sollten Sie diesen Punkt vor dem Kauf bedenken.

Verwendung im Garten

Am besten kommt Rotdorn als Solitär zur Geltung, also frei stehend im Rasen oder an einer gut sichtbaren Stelle. Wegen seines dichten Wuchses und der Dornen eignet er sich auch für freiwachsende Hecken und lichte Schutzpflanzungen am Grundstücksrand. In einer gemischten Pflanzung passt er gut zu anderen anspruchslosen Gehölzen für sonnige, trockene Plätze, etwa zum Wild-Ginster oder zum lange blühenden Strauch-Fingerkraut. Weiße Blüten als Gegensatz zum kräftigen Rot bietet der Gefüllte Schneeball.