Veilchenblauer Rhododendron: kompakter Zwergstrauch
Der Veilchenblaue Rhododendron ist ein langsam wachsender Zwergstrauch aus dem Westen Chinas. Im Mai und Juni trägt er dichte Büschel blauvioletter Blüten und eignet sich gut für kleine, halbschattige Gartenplätze.
Der Veilchenblaue Rhododendron ist ein Zwergstrauch, der wie ein Kissen wächst. Er bleibt niedrig, wächst langsam und wird mit der Zeit deutlich breiter als hoch. Seine Blätter und Blüten sind auffallend klein. Im Mai und Juni öffnen sich die zarten blauvioletten Blüten in dichten Büscheln und bedecken den kompakten Strauch dann fast vollständig.
Steckbrief
| Gattung | Rhododendron (Familie der Heidekrautgewächse, Ericaceae) |
|---|---|
| Herkunft | Westchina und Tibet |
| Wuchshöhe | 40 bis 60 cm, wächst mehr in die Breite als in die Höhe |
| Blütezeit | Mai bis Juni |
| Blütenfarbe | Blauviolett, in dichten Büscheln |
| Standort | Halbschatten |
| Boden | Humusreich, kalkarm, schwach sauer (niedriger pH-Wert) |
| Winterhärte | Winterhart; die größte Gefahr ist Wassermangel bei tief gefrorenem Boden |
| Giftigkeit | Wie alle Rhododendren in allen Pflanzenteilen giftig |
| Verwendung | Steingarten, Heidegarten, Beetränder und kleine Gärten |
Erkennungsmerkmale
Typisch ist der dichte, kissenartige Wuchs. Anders als die großen Rhododendron-Hybriden bildet diese Art keine ausladenden Sträucher, sondern bleibt niedrig und kompakt. Das Laub ist klein und bleibt das ganze Jahr am Strauch. Die blauviolette Blütenfarbe unterscheidet ihn von den meisten rosa, roten oder weißen Gartenrhododendren.
Standort und Boden
Der Veilchenblaue Rhododendron wächst am besten im Halbschatten. Der Boden sollte humusreich, kalkarm und schwach sauer sein. In kalkhaltiger oder lehmig-dichter Gartenerde kümmert er. Hier hilft es, das Pflanzloch großzügig auszuheben und mit Rhododendronerde oder einem anderen sauren Substrat zu füllen. Wichtig ist ein geschützter Platz: Starker Wind und pralle Sonne, vor allem im Frühling, trocknen die immergrünen Blätter aus.
Pflanzen und Pflege
Wasser ist für diesen Rhododendron wichtiger als Wärme. Er braucht gleichmäßig feuchten Boden und besonders im Mai, Juni und Oktober viel Wasser. Nehmen Sie zum Gießen nach Möglichkeit kalkarmes Wasser, zum Beispiel Regenwasser, damit der Boden nicht nach und nach alkalisch wird.
- Gießen: regelmäßig und durchdringend, in Trockenphasen auch im Herbst und an frostfreien Wintertagen.
- Düngen: nur kalkfreie Dünger verwenden, am besten speziellen Rhododendrondünger.
- Mulchen: Laub oder Stroh hält den Boden feucht und schützt die Wurzeln im Winter.
- Schnitt: wegen des langsamen, dichten Wuchses in der Regel nicht nötig.
Rhododendren vertragen viel Kälte; besonders robuste Sorten überstehen sehr tiefe Temperaturen. Kritisch wird es erst, wenn der Frost tief in den Boden eindringt. Dann können die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen, während die immergrünen Blätter weiter Feuchtigkeit verdunsten, und die Pflanze vertrocknet. Eine Mulchschicht aus Laub oder Stroh verhindert das.
Verwendung im Garten
Durch seine geringe Höhe passt der Veilchenblaue Rhododendron gut in Stein- und Heidegärten, an Beetränder und in kleine Gärten, in denen große Rhododendren zu viel Platz brauchen würden. Gut kombinieren lässt er sich mit anderen Pflanzen, die sauren Boden mögen, etwa dem Breitblättrigen Berglorbeer. In Steingärten ergänzt ihn der ebenfalls niedrige Rosmarinseidelbast. Weil alle Pflanzenteile giftig sind, sollten Sie ihn nicht dort pflanzen, wo kleine Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt spielen.


