Mahonie: immergrüner Blütenstrauch für den Halbschatten
Die Mahonie trägt ledrige, dornig gezähnte Blätter, im Frühjahr leuchtend gelbe Blütentrauben und danach blau bereifte Beeren. Der winterharte Strauch wächst gut im Halbschatten und lässt sich auch als niedriger Bodendecker ziehen.
Die Mahonie erkennen Sie an ihren glänzenden, ledrigen Blättern mit stachelig gezähntem Rand, die an Stechpalmenlaub erinnern. Im Frühjahr trägt der immergrüne Strauch dichte, zitronengelbe Blütentrauben. Danach bilden sich dunkelblaue Beeren mit metallischem Schimmer, die lange am Strauch hängen bleiben. Die Mahonie stammt aus Nordamerika, gehört zu den Berberitzengewächsen und ist bei uns vollkommen winterhart.
Steckbrief
| Botanischer Name | Mahonia aquifolium |
|---|---|
| Familie | Berberitzengewächse (Berberidaceae) |
| Herkunft | Nordamerika |
| Wuchshöhe | ca. 1 m |
| Blütezeit | April bis Mai |
| Standort | Halbschatten, windgeschützt |
| Boden | humusreich, gleichmäßig feucht |
| Winterhärte | winterhart |
| Giftigkeit | Beeren roh nicht giftig, aber wenig schmackhaft |
| Verwendung | Blütenstrauch, Unterpflanzung, Bodendecker |
Erkennungsmerkmale
Jedes Blatt ist gefiedert und setzt sich aus fünf bis neun Teilblättchen zusammen. Deren Ränder sind mit spitzen Dornen besetzt, deshalb tragen Sie beim Arbeiten am Strauch besser Handschuhe. Austreibende Blätter sind rotbraun und färben sich dann glänzend dunkelgrün. Steht die Mahonie sonnig, verfärbt sich das Laub im Herbst und Winter oft kräftig rot und gibt dem Strauch noch einmal einen ganz anderen Charakter.
Die gelben Blütentrauben zeigen sich im April und Mai und gehören zu den frühen Farbtupfern im Garten. Schon im Sommer reifen die dunkelblauen, bereiften Beeren. Sie gelten als nicht giftig, schmecken roh aber herb und kaum angenehm.
Standort und Boden
Am wohlsten fühlt sich die Mahonie im Halbschatten auf humusreicher Erde. Achten Sie auf einen windgeschützten Platz: Im Vorfrühling, wenn die Sonne schon kräftig scheint, der Boden aber noch gefroren ist, können die immergrünen Blätter sonst vertrocknen. Im tiefen Schatten wächst der Strauch zwar weiter, verkahlt aber leicht von unten.
Pflanzen und Pflege
Die Mahonie ist anspruchslos. Gießen Sie normal und vor allem in längeren Trockenphasen, damit der Boden nicht austrocknet. Eine Mulchschicht aus Laub schützt den Wurzelbereich im Winter und hält die Feuchtigkeit im Boden. Torf ist dafür nicht nötig, gut verrotteter Laubkompost erfüllt denselben Zweck.
- Vermehrung: durch Aussaat der Samen aus den reifen Beeren.
- Schnitt: nicht zwingend nötig; ein Auslichten nach der Blüte hält den Strauch kompakt.
- Krankheiten: Gelegentlich tritt Rost auf, zu erkennen an orange-braunen Pusteln auf der Blattunterseite. Entfernen Sie befallene Blätter frühzeitig.
Verwendung im Garten
Mit ihrem immergrünen Laub eignet sich die Mahonie gut zur Unterpflanzung größerer Gehölze, für schattige Hausecken und für gemischte Pflanzungen mit anderen immergrünen Sträuchern. Ihre nahen Verwandten, die Gagnepains Berberitze und die Schneeige Berberitze, passen gut zu ihr. Gemeinsam mit dem Kirschlorbeer Otto Luyken bildet sie eine ruhige, ganzjährig grüne Kulisse.
Sie können die Mahonie auch als Bodendecker verwenden. Dafür schneiden Sie sie jedes Jahr kräftig zurück, sodass sie flach und dicht bleibt. Dabei müssen Sie allerdings auf die Blüten und Beeren verzichten.


