Rosmarinseidelbast: duftender Zwergstrauch für Steingärten
Der Rosmarinseidelbast ist ein niedriger, immergrüner Kleinstrauch mit schmalen, dunkelgrünen Blättern. Er braucht einen sonnigen, kalkhaltigen und durchlässigen Standort. Alle Pflanzenteile sind giftig.
Der Rosmarinseidelbast ist ein niedriger, kriechender Zwergstrauch. Mit der Zeit bildet er dichte Teppiche. Seine schmalen, dunkelgrünen Blätter sitzen eng beieinander und erinnern an Rosmarin, daher der Name. Im späten Frühjahr trägt er duftende, rosafarbene Blüten in kleinen Büscheln an den Triebspitzen. Damit ist er für Steingärten, Hänge und kleine Hausgärten gut geeignet.
Steckbrief
| Botanischer Name | Daphne cneorum |
|---|---|
| Familie | Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) |
| Wuchshöhe | 30 bis 50 cm, kriechend und teppichbildend |
| Blütezeit | Mai bis Juni, häufig Nachblüte im August und September |
| Standort | Sonnig und windgeschützt |
| Boden | Trocken, kalkhaltig, steinig und gut durchlässig |
| Winterhärte | Ziemlich frosthart. Eine Laubschicht als Winterschutz ist empfehlenswert. |
| Giftigkeit | Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Früchte. |
| Verwendung | Steingarten, Hänge, Vorpflanzung vor höheren Gehölzen |
Erkennungsmerkmale
Der Rosmarinseidelbast wächst flach und breitet sich am Boden aus. Die Triebe sind dicht mit schmalen, ledrigen Blättern besetzt, die auch im Winter grün bleiben. Zur Blütezeit fallen die rosafarbenen Blütenbüschel und ihr Duft auf. Nach der Blüte wirkt der Strauch dagegen eher unscheinbar.
Wild wächst die Art in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas. Auch in Deutschland kommt sie vor und steht dort unter Naturschutz. Pflanzen am Naturstandort dürfen Sie deshalb nicht ausgraben.
Standort und Boden
Am besten gedeiht der Strauch an einem sonnigen, windgeschützten Platz. Der Boden sollte eher trocken, kalkhaltig und steinig sein. Besonders wichtig ist ein guter Wasserabzug, denn Staunässe verträgt die Pflanze nicht. Schwere, verdichtete Böden lockern Sie vor dem Pflanzen mit Splitt oder Kies auf.
Pflanzen und Pflege
Der Rosmarinseidelbast hat nur ein schwaches Wurzelsystem. Ausgegrabene Pflanzen halten ihren Wurzelballen deshalb schlecht und wachsen nur mühsam an. Kaufen Sie daher am besten Pflanzen, die im Topf gezogen wurden. Sie wachsen in der Regel zuverlässig an.
- Winterschutz: Bedecken Sie den Boden vor dem Winter mit einer Schicht Laub. Das schützt die flachen Wurzeln.
- Schnitt: Schneiden Sie den Strauch nach der Blüte leicht zurück. Darüber hinaus ist kein Schnitt nötig. Tragen Sie dabei Handschuhe.
- Vermehrung: Schneiden Sie im August Stecklinge und stecken Sie diese in einen Anzuchtkasten. Bis sie Wurzeln bilden, dauert es etwa 8 bis 10 Wochen. Ins Freie pflanzen Sie die Jungpflanzen erst im folgenden Frühjahr.
Abgesehen davon ist der Strauch anspruchslos und braucht kaum Pflege.
Verwendung im Garten
Am schönsten wirkt der Rosmarinseidelbast zwischen Steinen, an sonnigen Böschungen oder am Rand eines Steingartens. Da er nach der Blüte wenig auffällt, kombinieren Sie ihn am besten mit etwas höheren Gehölzen. Diese geben der Pflanzung das ganze Jahr über Struktur. Geeignet sind zum Beispiel die Gagnepains Berberitze, die Schneeige Berberitze oder die Mahonie.
Vorsicht in Gärten mit Kindern: Wie bei allen Seidelbast-Arten sind auch hier die Früchte giftig. Im Volksmund heißt der Strauch deshalb auch „des Teufels Strauch“. Wer die Beeren isst, bekommt starke Übelkeit und Schwellungen. Pflanzen Sie ihn deshalb nicht dort, wo kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen.


