Sumpf-Vergissmeinnicht: Blau für feuchte Gartenplätze
Das Sumpf-Vergissmeinnicht trägt himmelblaue Blüten mit gelbem Auge und wächst gern an feuchten Stellen am Teichrand. Hier lesen Sie, wie Sie es aussäen, wo es gut steht und welche Pflanzen gut dazu passen.
Das Vergissmeinnicht gilt seit Langem als Blume der Freundschaft und der Liebe, und kaum eine Pflanze ist so bekannt. Das Sumpf-Vergissmeinnicht, auch Echtes Vergissmeinnicht genannt, erkennen Sie an seinen kleinen, himmelblauen Blüten mit gelber Mitte. Sie stehen in Blütenständen, die zu Beginn eingerollt sind und sich nach und nach aufrollen. Es wächst bevorzugt dort, wo der Boden dauerhaft feucht ist.
Steckbrief
| Botanischer Name | Myosotis palustris (Syn. Myosotis scorpioides) |
|---|---|
| Familie | Raublattgewächse (Boraginaceae) |
| Wuchshöhe | 15–40 cm |
| Blütezeit | April bis August, je nach Art und Sorte |
| Blütenfarbe | Himmelblau bis klarblau mit gelbem Auge |
| Standort | Sonne bis Halbschatten |
| Boden | Humusreich, feucht, Feuchtigkeit gut haltend |
| Winterhärte | Winterhart |
| Verwendung | Teichrand, Sumpfbeet, feuchte Rabatten, Frühjahrsbepflanzung |
Erkennungsmerkmale und Verwandtschaft
In den gemäßigten Gebieten Europas wachsen mehrere Vergissmeinnicht-Arten wild, einige davon auch verwildert. Für den Garten sind vor allem zwei Arten wichtig: das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) und das Wald- oder Garten-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Beide sind eigentlich mehrjährig. Die Gartenhybriden zieht man aber üblicherweise als zweijährige Pflanzen, weil sie im zweiten Jahr am schönsten blühen.
Das Sumpf-Vergissmeinnicht hat fünfzählige, flache Blüten, längliche Blätter und kantige Stängel, oft mit kriechenden Trieben am Grund. Das Wald-Vergissmeinnicht wächst dagegen eher buschig, mag es weniger nass und kommt gut in normalen Gartenbeeten zurecht.
Standort und Boden
Am besten steht das Sumpf-Vergissmeinnicht in der Sonne oder im Halbschatten. Der Boden sollte humusreich sein und Wasser gut halten. Trockenheit verträgt die Pflanze schlecht. Gut geeignet sind feuchte Senken, der Rand eines Gartenteichs oder ein Sumpfbeet. Wenn Sie es in einem normalen Beet pflanzen möchten, gießen Sie in trockenen Phasen regelmäßig.
Anzucht, Pflanzung und Pflege
Säen Sie im Juli in ein Saatbeet oder in einen Anzuchtkasten. Halten Sie die Saat gleichmäßig feucht, bis die Keimlinge kräftig genug sind. Die Jungpflanzen setzen Sie dann im August oder September an ihren endgültigen Platz. Alternativ pflanzen Sie sie erst im folgenden Frühjahr. Im Herbst gepflanzte Exemplare wachsen vor dem Winter ein und blühen im Frühjahr meist früher.
- Den Boden nie ganz austrocknen lassen.
- Verblühte Triebe zurückschneiden, wenn sich die Pflanzen nicht selbst aussäen sollen.
- Lässt man einige Samenstände stehen, säen sich die Pflanzen oft selbst aus.
Zu den bewährten Sorten des Sumpf-Vergissmeinnichts gehören „Semperflorens Nixenauge“ mit himmelblauen und „Thüringen“ mit klarblauen Blüten. Beim Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica, auch als M. alpestris geführt) gibt es „Blaue Kugel“ mit kugeligem Wuchs und dunkelblauen Blüten sowie „Blauer Korb“ mit großen blauen Blüten.
Verwendung im Garten
Das Sumpf-Vergissmeinnicht passt sehr gut zur Sumpfdotterblume, deren gelbe Blüten das Blau besonders gut zur Geltung bringen. Auch neben anderen feuchtigkeitsliebenden Stauden an Teich und Bachlauf wirkt es natürlich. Das Garten-Vergissmeinnicht wird dagegen oft in Frühjahrsbeeten und Pflanzgefäßen eingesetzt, zum Beispiel zusammen mit dem Maßliebchen Tausendschön oder dem duftenden Goldlack. Wer weitere Zweijährige für halbschattige Plätze sucht, findet im Roten Fingerhut einen hohen Partner für den Hintergrund.


