Goldlack: duftender Frühlingsblüher in warmen Farben
Goldlack blüht früh im Jahr in Gold, Orange und Braunrot und duftet stark. Hier lesen Sie, wie Sie die zweijährig gezogene Pflanze aussäen, überwintern und im Beet einsetzen.
Goldlack gehört zu den ersten Blumen, die im Frühjahr Farbe ins Beet bringen. Sie erkennen ihn an den dichten Blütentrauben in Gold, Orange und Braunrot. Dazu kommt ein kräftiger, süßlicher Duft, der schon von Weitem auffällt. Die alte Gartenpflanze stammt aus Südeuropa und Kleinasien. Eigentlich lebt sie mehrere Jahre, bei uns wird sie aber als Zweijährige gezogen.
Steckbrief
| Botanischer Name | Erysimum cheiri (früher Cheiranthus cheiri) |
|---|---|
| Familie | Kreuzblütler (Brassicaceae) |
| Herkunft | Südeuropa, Kleinasien |
| Wuchshöhe | bis 50 cm |
| Blütezeit | Frühjahr, etwa April bis Juni |
| Blütenfarben | Gelb-, Orange- und Rottöne bis Braunrot |
| Standort | sonnig |
| Boden | tiefgründig, kalkhaltig, nicht zu schwer |
| Winterhärte | nur bedingt winterhart, Winterschutz empfohlen |
| Giftigkeit | giftig, vor allem die Samen |
| Verwendung | Frühlingsbeete, Gruppenpflanzung, Duftpflanze |
Erkennungsmerkmale
Goldlack wächst buschig und aufrecht. Seine schmalen, lanzettlichen Blätter sitzen dicht an den Trieben. Die Blüten haben vier Kronblätter, wie es für Kreuzblütler typisch ist. Sie stehen in Trauben an den Triebspitzen und öffnen sich nacheinander von unten nach oben. Typisch sind die warmen Farben zwischen leuchtendem Gold und samtigem Braunrot und der starke Duft, der an sonnigen Tagen besonders deutlich ist. Früher gab es viele Sorten, die sich in Höhe, Farbe und Blütezeit unterschieden. Heute bekommen Sie meist nur Mischungen halbhoher Sorten. Im Handel steht die Pflanze oft unter ihrem botanischen Namen Erysimum cheiri.
Standort und Boden
Goldlack braucht einen sonnigen Platz. Am besten gedeiht er in tiefgründiger, kalkhaltiger Erde, die nicht zu schwer ist. Schwere, nasse Böden mag er nicht, denn im Winter schadet ihm stauende Nässe noch mehr als Kälte. Ist der Boden lehmig, lockern Sie ihn vor dem Pflanzen gründlich auf.
Aussaat, Überwinterung und Pflege
Säen Sie Goldlack im Frühsommer direkt ins Beet oder in Töpfe. Bis zum Herbst entwickeln sich daraus kräftige Pflanzen, die im folgenden Frühjahr blühen. Die Anzucht hat allerdings ihre Tücken:
- Schädlinge: Läuse und andere Schädlinge befallen gern die jungen Keimlinge. Kontrollieren Sie die Aussaat deshalb regelmäßig.
- Wildverbiss: Kaninchen und Hasen fressen gern an den jungen Pflanzen. Ein Schutzgitter kann helfen.
- Frost: Bodenfrost setzt den Pflanzen zu. Im Beet überwintern sie am besten unter einer Abdeckung aus Reisig.
Lassen Sie zwischen den Pflanzen genug Abstand. So trocknet das Laub schneller ab und die Büsche entwickeln sich gleichmäßig. Goldlack braucht reichlich Nährstoffe. Frischen Stallmist sollten Sie aber nie verwenden. Besser ist gut verrotteter Kompost oder ein ausgewogener Blumendünger. Schneiden Sie Verblühtes ab, bevor sich Samen bilden. Das hält die Pflanze ansehnlich und verhindert, dass sich die giftigen Samen verbreiten. Wo Kinder oder Haustiere unterwegs sind, ist das besonders wichtig.
Verwendung im Garten
Goldlack passt gut in bunte Frühlingsbeete und wirkt in Gruppen besonders kräftig. Er lässt sich gut mit anderen Frühjahrsblühern und Zweijährigen kombinieren. Das zarte Maßliebchen Tausendschön setzt einen schönen Kontrast zu seinen warmen Farben. Wer Duftpflanzen mag, findet in der Garten-Nelke eine passende Ergänzung für den Sommer. Für mehr Höhe im Hintergrund eignet sich der Rote Fingerhut. Weil Goldlack so stark duftet, wirkt er am besten in der Nähe von Sitzplätzen, Wegen oder Hauseingängen. Auch in großen Kübeln auf der Terrasse macht er sich gut.


