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Zweijährige Pflanzen

Schwarze Königskerze: gelbe Blütenkerzen für sonnige Beete

Die Schwarze Königskerze ist eine zierliche, heimische Königskerze. Man erkennt sie an ihren leuchtend gelben Blüten mit violett behaarten Staubfäden. Sie blüht von Juni bis September und wächst am besten an sonnigen Standorten mit leichtem Boden.

Schwarze Königskerze

Die Schwarze Königskerze ist schlanker und zierlicher als die bekanntere Großblütige Königskerze. Man erkennt sie sicher an einem Merkmal: Die Staubfäden in ihren leuchtend gelben Blüten tragen violette Wollhaare. Dadurch sieht die Mitte jeder Blüte dunkel aus. Von diesem Kontrast hat die Pflanze ihren Namen. Im Sommer erheben sich ihre schmalen Blütenkerzen über einer flachen Blattrosette, die dicht am Boden liegt.

Steckbrief

Botanischer NameVerbascum nigrum
FamilieBraunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Wuchshöhe30 bis 100 cm
BlütezeitJuni bis September
Blütenfarbeleuchtend gelb, Staubfäden violett behaart
Standortsonnig
Bodenleicht, eher trocken
Winterhärtewinterhart
Pflanzabstand30 bis 50 cm, in Gruppen zu 3 bis 5 Pflanzen
VerwendungStaudenbeet, Naturgarten, sonnige Ränder

Erkennungsmerkmale

Die dunkelgrünen Blätter bilden eine Rosette, die flach am Boden liegt. Vor allem auf der Unterseite sind sie dicht behaart. Aus dieser Rosette wächst ein Blütenstand, der höchstens etwa einen Meter hoch wird. Rundherum sitzen die Blüten dicht beieinander in kleinen Büscheln. Zusammen bilden sie eine lange Traube an der Spitze des Stängels. Die einzelnen Blüten werden bis zu 2,5 cm breit. Sie öffnen sich nach und nach, deshalb blüht die Pflanze über viele Wochen.

In der Natur wächst die Schwarze Königskerze von Mittelskandinavien bis nach Nordostspanien. Man findet sie außerdem in Norditalien, auf dem nördlichen Balkan, in Sibirien und im Altai.

Standort und Boden

Ihre Heimat ist eher warm und trocken. Entsprechend braucht die Pflanze im Garten einen sonnigen Platz. Am besten eignet sich ein leichter, durchlässiger Boden. Staunässe verträgt sie schlecht. Schwere, nasse Lehmböden sollten Sie deshalb vor dem Pflanzen mit Sand oder Splitt auflockern.

Pflanzen und Pflege

Am schönsten wirkt die Schwarze Königskerze in kleinen Gruppen aus drei bis fünf Pflanzen. Lassen Sie zwischen den Pflanzen jeweils 30 bis 50 cm Platz. So stehen die Blütenkerzen locker, aber trotzdem als Gruppe.

In warmen, trockenen Gegenden lebt die Pflanze oft viele Jahre. In raueren, nördlichen Lagen stirbt sie dagegen meist nach der Blüte ab. Dort verhält sie sich wie eine Zweijährige. Sie können versuchen, sie länger zu erhalten:

  • Schneiden Sie abgeblühte Blütentrauben direkt unter dem untersten Blütenansatz ab.
  • Entfernen Sie im Frühherbst die verblühten Blütenstängel.
  • Lassen Sie einige Blütenstände stehen, damit sich Samen bilden. So kommen junge Pflanzen nach.

Darüber hinaus braucht die Pflanze kaum Pflege. Gießen müssen Sie nur bei langer Trockenheit, und Dünger ist auf leichten Böden meist nicht nötig.

Verwendung im Garten

Mit ihren senkrechten Blütenkerzen bringt die Schwarze Königskerze Höhe in sonnige Beete, ohne viel Platz einzunehmen. Sie passt gut in naturnahe Pflanzungen, an Wegränder und zu anderen Zweijährigen mit aufrechtem Wuchs. Gute Partner sind zum Beispiel der Rote Fingerhut oder die Stockrose Powder Puffs. Weiter vorne im Beet ergänzt der früh blühende Goldlack die Pflanzung. Er schließt die Lücke im Frühjahr, bevor die Königskerze im Sommer zu blühen beginnt. Als heimische Wildpflanze ist die Schwarze Königskerze außerdem eine Bereicherung für den Naturgarten.