Catawba-Rhododendron: frostharter Strauch für Halbschatten
Der Catawba-Rhododendron ist ein immergrüner, sehr winterharter Blütenstrauch aus Nordamerika, der Ende Mai bis Anfang Juni üppig blüht. Hier erfahren Sie, welchen Standort und Boden er braucht und wie Sie ihn richtig pflanzen und pflegen.
Der Catawba-Rhododendron ist ein immergrüner Strauch mit großen, ledrigen, dunkelgrünen Blättern und dichten, kugeligen Blütenständen am Ende der Triebe. Er stammt aus den Gebirgen im Osten Nordamerikas und gilt als besonders frosthart. Deshalb ist er an vielen robusten Gartenrhododendren beteiligt. Eine bekannte Sorte ist ‚Roseum Elegans‘: Sie blüht rosa, wächst breit und bleibt dabei gedrungen.
Steckbrief
| Botanischer Name | Rhododendron catawbiense |
|---|---|
| Herkunft | Östliches Nordamerika |
| Wuchshöhe | 100 bis 200 cm |
| Blütezeit | Ende Mai bis Anfang Juni |
| Standort | Halbschatten |
| Boden | Humusreich, locker, kalkfrei, pH-Wert etwa 4,5 bis 5,2 |
| Winterhärte | Sehr winterhart |
| Giftigkeit | Alle Pflanzenteile sind giftig |
| Verwendung | Einzelstrauch, Gruppen, zusammen mit Gehölzen und Stauden |
Erkennungsmerkmale
Die Blätter sind länglich-elliptisch, glänzen auf der Oberseite und sind unterseits heller. Sie bleiben auch im Winter am Strauch. Bei starkem Frost rollen sie sich ein, um weniger Wasser zu verdunsten. Die trichterförmigen Einzelblüten sitzen in großen Dolden zusammen. Bei der Wildart sind sie meist lila bis purpurrosa, bei den Sorten reicht das Farbspektrum je nach Züchtung weiter.
Standort und Boden
Am besten wächst der Catawba-Rhododendron im Halbschatten, zum Beispiel im lichten Schatten größerer Bäume. Entscheidend ist der Boden: Er sollte humusreich, locker und kalkfrei sein und einen niedrigen pH-Wert zwischen etwa 4,5 und 5,2 haben. Moorboden ist ideal. Andere Gartenböden bereiten Sie vor der Pflanzung großzügig mit sauren Substraten vor, etwa mit Rhododendronerde, Laubkompost oder Rindenhumus. In kalkhaltigem Boden bekommt der Strauch gelbe Blätter und kümmert.
Pflanzen und Pflege
Vor dem Pflanzen sollte der Wurzelballen gründlich durchfeuchtet sein. Stellen Sie ihn dazu etwa zehn Minuten in einen Eimer mit Wasser. Setzen Sie den Strauch dann ins vorbereitete Pflanzloch, füllen Sie Erde ein und drücken Sie sie nur leicht an. Rhododendren brauchen eine lockere, luftige Erde.
- Gießen: Im ersten Standjahr regelmäßig gießen, denn der Ballen darf nicht austrocknen. Auch später bei Trockenheit und im Herbst reichlich wässern, möglichst mit kalkarmem Wasser.
- Mulchen: Eine Decke aus Laub oder einem anderen sauren Material hält den Boden feucht und locker.
- Boden schonen: Treten Sie nicht zwischen die Pflanzen und graben Sie dort nicht mit dem Spaten, denn die Wurzeln verlaufen dicht unter der Oberfläche.
- Düngen: Verwenden Sie nur kalkfreien, sauer wirkenden Dünger, zum Beispiel speziellen Rhododendrondünger.
- Verblühtes entfernen: Brechen Sie abgeblühte Blütenstände vorsichtig heraus, ohne die Knospen darunter zu verletzen.
Im Winter ist die Wintersonne gefährlich: Ist der Boden gefroren, können die Wurzeln kein Wasser nachliefern, und die Blätter vertrocknen in der Sonne. Ein schattiger Platz oder locker aufgelegte Fichtenzweige schützen den Strauch.
Verwendung im Garten
Der Catawba-Rhododendron macht sich gut als Einzelstrauch, wirkt aber auch in kleinen und großen Gruppen. Er passt gut zu anderen Gehölzen und zu Schattenstauden, die ebenfalls sauren Boden mögen. Gute Partner sind zum Beispiel der Breitblättrige Berglorbeer oder weitere Rhododendron-Hybriden. Wer Weiß zum Rosa oder Lila möchte, kann die robuste Sorte Cunningham's White dazusetzen. Weil die Pflanze giftig ist, sollten Sie sie nicht dort pflanzen, wo kleine Kinder oder Weidetiere an die Blätter gelangen können.


